
"All diese Söhne, die die Sünden ihrer Väter vertuschen."
Nachdem mich bereits „Sieben Stunden“ der Autorin begeistern konnte, war ich auf „Die Tochter“ sehr gespannt. Ich glaube, ich werde langsam Fan. Auch dieser Thriller überzeugt mit seiner düsteren und bedrohlichen Atmosphäre, obwohl die Handlung komplett ohne Action auskommt. Als Leserin hatte ich zeitweise das Gefühl, selbst langsam paranoid zu werden. Wem konnte man noch trauen? Was würde als Nächstes passieren? Alles und jeder wirkte verdächtig. Ich hatte viele Vermutungen bezüglich der Auflösung – und lag am Ende doch nur um Haaresbreite daneben. Durch eine Dürre werden in einem kleinen, abgelegenen Städtchen nach und nach Geheimnisse freigelegt, die mehr als eine Generation zu bewahren versucht hat. Mit Hazel begleitet uns eine Protagonistin durch die Geschichte, die ausgerechnet in dieser Zeit das Haus ihres verstorbenen Vaters erbt. Das sorgt für Spannungen zwischen ihr und ihren Brüdern und bringt Ereignisse ins Rollen, die lange verborgen geblieben sind. Die Figuren sind durchweg gut gezeichnet und wirken sehr realistisch. Ihre Handlungen sind größtenteils nachvollziehbar, und die Dynamik zwischen ihnen prägt einen großen Teil der Atmosphäre und Handlung. Hazel war mir dabei sehr sympathisch, auch wenn sie stellenweise etwas naiv wirkte. Das passte für mich jedoch gut zur Geschichte. Sie trägt die Handlung mühelos und deckt Stück für Stück die Wahrheit hinter den Ereignissen auf. Wer Action oder blutige Szenen erwartet, ist bei diesem Thriller allerdings an der falschen Adresse. Genau wie bereits „Sieben Stunden“ lebt auch dieses Buch von seinen Figuren, ihren Beziehungen zueinander, den ungelüfteten Geheimnissen und einer extrem beklemmenden Stimmung. Genau mein Fall! Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.







































