Göttinnen - Verfolgung - Flüche - Forschung
Tschechien Ende der 90er: Dora ist sehr irritiert als der Name ihrer Tante im Zusammenhang mit der Stasi fällt - die Tante, die als Göttin - als Heilerin und Helferin für so viele Menschen - gelebt hatte und bei der sie aufgewachsen war. Dadurch nimmt Dora ihre eigentlich schon abgeschlossene Forschung zu ihrer eigenen Familiengeschichte wieder auf und verbringt viel Zeit in diversen Archiven. Der Roman besteht zu einem Teil aus Archivtexten aus der NS-Zeit und von der Stasi - da habe ich ein bisschen gebraucht, um mich darauf einlassen zu können. Lebendig gewordene Vergangenheit, die sich so oder so ähnlich in vielen abgelegenen Dörfern in Grenzgebiet zwischen Tschechien und der Slowakei zugetragen haben könnte - auf der Grundlage ‚wahrer Frauenschicksale‘ (S. 411). Eine Geschichte über Generationen von Frauen, die eigene Wege gingen und unter dem Machtmissbrauch anderer litten. Intensiv, fesselnd und interessant!




