Sehr starke Erzählungen mit authentischen Einblicken in das Leben iranischer & afghanischer Frauen ✨🙌🏻
Es war sehr interessant zu lesen wie das so ist wenn man als Flüchtling in den Iran kommt und dadurch als Erwachsene nicht genau weiß ob man nun Afghanin oder Iranerin ist die Familiengeschichten waren auch sehr interessant

"Er ist ein Grenzgänger, das ist seine Identität, falls es so etwas gibt - und ich glaube nicht, dass es so etwas gibt." S. 183
Es schien mir nur passend, das Jahr mit einem Buch zu beginnen, dass überwiegend in Teheran spielt. Aliyeh Ataei erzählt mühelos und ohne Pathos von großem Schmerz, der alles durchdringt. In ihren Geschichten ist der Iran das Land der Freiheit, ein sicheres Asyl vor dem endlosen Krieg in Afghanistan. Ich kann nicht beurteilen, ob die Unterdrückung im Iran seit Veröffentlichung größer geworden ist, aber ich nehme es als Erinnerung, dass es immer noch schlimmer sein kann. Insgesamt kommt das Buch leider etwas spät auf den deutschen Markt. Ich hätte mir noch eine Geschichte gewünscht, die nach dem Sieg der Taliban spielt, das Original ist aber jetzt schon einige Jahre alt. Ansonsten finde ich es sowohl literarisch als auch vom Informationsgehalt gelungen.


