21. Feb.
Bewertung:4

Wie das Wetter Geschichte machte Wie auch schon in seinem anderen Buch: „Wie Krankheiten Geschichte machen“ blickt der Autor in diesem Buch auf Episoden und Epochen der Geschichte zurück, die von besonderen Umständen geprägt wurden. Dabei unterscheidet er zwischen einzelnen Begebenheiten, die durch besondere Wetterphänomene geprägt waren und ganzen Epochen, die einem Klimawandel und dessen Folgen unterworfen waren. Denn Klimawandel gab es auch schon vor der Industrialisierung, jedoch nicht in solch einem Ausmaß und so verheerend, wie wir es zur Zeit beobachten (müssen). Ronald D. Gerste verfolgt, wie das Wetter und das Klima Einfluss auf die Geschichte genommen haben, beginnend bei der Antike bis heute. Dabei darf natürlich auch nicht die mittelalterliche Wärmeperiode, die Kleine Eiszeit zu Beginn der Neuzeit oder das berühmt-berüchtigte „Jahr ohne Sommer“ fehlen. Er schildert, was das Wetter mit der Pest zu tun hat und klärt darüber auf, in wie weit George Washington, Napoleon und auch Hitler vom Wetter abhängig waren und die eine oder andere Wetterkapriole zu ihren Vor- oder Nachteil war. Informativ, interessant und unterhaltsam berichtet der Autor über die unterschiedlichen Themen, Zeiten und Personen. Geschichte wird mal unter einem ganz anderen als dem üblichen Blick erzählt. Ich fand das ganze Buch sehr spannend und habe mich am Ende jedes Kapitels schon auf das neue gefreut. 2000 Jahre Menschheitsgeschichte aus meteorologischen Sicht. Das war für mich etwas Neues und ich habe das Lesen und Lernen sehr genossen.

Wie das Wetter Geschichte macht
Wie das Wetter Geschichte machtvon Ronald D. GersteKlett-Cotta
23. Sept.
Bewertung:3

In Wie das Wetter Geschichte macht bringt uns Ronald D. Gerste nahe, wie sehr sich Wetter und Klima schon immer auf die Menschheitsgeschichte auswirkte. Über die Antike bis in die Neuzeit haben Klima und Wetter immer wieder Einfluss auf das Leben der Menschen genommen. Teilweise mehr als dauerhafte Wärme- oder Kälteperioden, die durch den Einfluss auf die Lebensmittelherstellung auch die Entwicklungen von Gesellschaften hatten, oder aber durch konkrete Wetterereignisse, die den Ausgang von Schlachten beeinflussten. Mich hat das Buch gut unterhalten. Einige der Phänomene kannte ich schon, aber gerade so Dinge wie das Wetter die Schlacht von Waterloo und auch den D-Day beeinflusst hat, war mir noch unbekannt. Der Autor schafft es mit solchen Details Geschichte lebendig werden zu lassen. Da wird einem doch klar, das es auch ganz anders hätte laufen können, hätte das Wetter Anfang Juni 44 nicht doch noch aufgeklart. Von daher kann ich das Buch durchaus als gut lesbares Sachbuch empfehlen.

Wie das Wetter Geschichte macht
Wie das Wetter Geschichte machtvon Ronald D. GersteKlett-Cotta