21. Dez.
Bewertung:4

Rom - das grosse Vorbild aller Weltreiche. Doch wie wurde es zu einem solchen und was genau macht ein Weltreich eigentlich aus? Diesen und anderen Fragen ist Autor Greg Woolf auf der Spur. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die jeweils einen anderen Aspekt des Themas betrachten. Natürlich geht es häufig um Kriege, aber auch die Welt der Reichen und jene des damaligen Ottonormalverbrauchers werden betrachtet. Der Leser erfährt von den unterschiedlichen Regierungsformen, wie die Kaiser zu Kaisern wurden und die Auf- und Abstiege des gigantischen Reiches. Über Rom könnte man natürlich ein weit umfangreicheres Werk schreiben, aber das war nicht das Ziel des Autoren. Er möchte dem interessierten Leser einen Einblick in den Aufbau eines Imperiums verschaffen und den Blick für wichtige Details schärfen. Auch wenn der Schreibstil teilweise etwas trocken ist, so war es für mich dennoch eine lesenswerte Lektüre, die mir viel Wissen vermittelt hat. Ich kann nun die Spuren, die Rom in unserer Geschichte hinterlassen hat, besser nachvollziehen und empfinde das Imperium grundsätzlich als greifbarer. Empfehlen würde ich diesen Titel jedoch vor allem Lesern, die bereits Umgang mit Sachbüchern pflegen, da das Buch zwar nicht schwer geschrieben ist, aber dennoch Aufmerksamkeit und Interesse des Lesers vorraussetzt und diese nicht erst wecken will.

Rom
Romvon Greg WoolfKlett-Cotta