Ein Buch voll Wut und Vorwürfen, dass nicht davor zurückschreckt Einzelpersonen sowie die Gesellschaft anzuprangern
Habe das Buch zur Abivorbereitung nochmal gelesen und muss sagen, dass ich es deutlich mehr verstanden habe als noch vor ein paar Jahren. Mit B2 bewegen wir uns echt an der oberen Grenze meines Niveaus, aber ich denke ich habe das wichtigste verstanden (oder zumindest hoffe ich das). Auf knapp 50 Seiten erzählt Édouard Louis fragmentarisch von der komplizierten und vielschichtigen Beziehung zu seinem Vater. Dabei schafft er es die einzelnen Momentaufnahmen insgesamt mit rotem Faden miteinander zu verbinden. Es geht um toxische Männlichkeit, transgenerationales Trauma und vor allem auch sozialen Determinismus. Louis zeigt auch, wie vor allem die ärmsten der Gesellschaft von politischen Entscheidungen betroffen sind und arbeitet dies exemplarisch am Beispiel seines Vaters und der Frage „Qui a tué mon père?“ auf. Jetzt bei meinem Reread muss ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Es ist beeindruckend, wie es auf knapp 50 Seiten nicht nur zum Nach-, sondern auch Umdenken anregt. Definitiv eine der besseren Schullektüren, auch wenn es zu dem Zeitpunkt, wo wir es im Unterricht gelesen haben, noch zu komplex war.

















