9. März
Ein ruhiger Roman, der zwar zum kurzen Verweilen  einlädt, dennoch einen negativen und schweren Geschmack hinterlässt.
Bewertung:3

Ein ruhiger Roman, der zwar zum kurzen Verweilen einlädt, dennoch einen negativen und schweren Geschmack hinterlässt.

Das Buch "Als die Träume noch uns gehörten" von Marian Izaguirre ist ein ruhiger Roman, der sich in Spanien in der Stadt Madrid abspielt. Hier geht es um ein Paar, dass seit den radikalen politischen Veränderungen im Lande alles verlor, was es vorher besaß. Das einst so glanzvolle und unabhängige Leben der beiden, minimiert sich schnell. Doch die Liebe zur Literatur bleibt. Ein kleiner Buchladen, in einer abgelegenen Seitenstraße, lässt das Paar trotz der ganzen Probleme, einen ansatzweise normalen Alltag führen. Plötzlich taucht im Laden ein Buch auf, dass der Besitzer noch nie zuvor gesehen hat. Er ist fasziniert und stellt es für Jedermann lesbar ins Schaufenster. Jeden Tag wird eine Seite umgeblättert, doch die erhoffte Kundschaft bleibt aus ... bis auf eine Frau, die seitdem von dem Laden nicht mehr fernbleiben kann. Ein schöner und entschleunigter Roman, der in drei Zeitebenen erzählt wird. Der Leser bekommt einen guten Einblick und man hat keine Probleme später alles miteinander zu verbinden. Trotz der aufgegriffenen politischen Veränderungen wie Krieg, Revolution, diktatorische Machtübernahme, fand ich den Roman zeitweise sehr schleppend. Mir hat hier der "Pepp" gefehlt und obwohl ich wissen wollte wie die jeweiligen Geschichten zusammenhängen, war ich froh, dass es vorbei war. Das Buch hinterlässt beim Lesen irgendwie ein stumpfes und trübes Gefühl. Es ist traurig und voller Schicksalsschläge. Leider zerrt es auf eine unangenehme negative Art beim Leben. Es ist ok, aber ich werde es weitergeben. ⭐️⭐️⭐️

Als die Träume noch uns gehörten
Als die Träume noch uns gehörtenvon Marian IzaguirreFISCHER Taschenbuch