3. Jan.
Bewertung:4.5

Eine ganz wunderbare Story um eine der interessantesten Frauen der Geschichte. Josephine. Napoleons erste Frau. Sein Glücksstern und seine große Liebe. Die Anfänge ihres bewegten Lebens werden durch die Tagebuchform passend nähergebracht. Ich habe jede Seite genossen, mit Josephine gelacht und geweint, ihren Feinden gezürnt und das Gefühl gehabt, ihr durch die Seiten hindurch beim Schreiben über die Schulter zu schauen. Einfach toll. Den halben Stern weniger verdankt das Buch dem Fischer-Verlag für die doofe Gestaltung des Covers. Mode aus der Zeit des Romans ist das nicht. :( Auch hätte man eine Warnung bzw. einen Hinweis bzgl. der Nutzung des N-Wortes machen sollen. Zwar war das Wort vor Jahrhunderten gängig, gehört heute aber definitiv nicht ohne Anmerkung diesbezüglich verwendet.

Joséphine - Napoléons große Liebe
Joséphine - Napoléons große Liebevon Sandra GullandFISCHER Taschenbuch
20. Okt.
Bewertung:5

Das Buch überzeugt auf ganzer Linie mit dem Hintergrundwissen für historische Ereignisse, den ganzen Gefühlen und Verbindungen. Es ist wie ein Ausflug in das Leben vor ca. 250 Jahren, der mich ehrlich gesagt überrascht hat. Durch das Buch habe ich zumindest eine grobe Vorstellung bekommen, wie Menschen damals gelebt haben und wie sie über sich und ihre Mitmenschen dachten. Alles in allem ein absolut empfehlenswertes Buch, auch für Menschen, die nicht alles noch 100%-ig genau aus Geschichte wissen!

Joséphine - Napoléons große Liebe
Joséphine - Napoléons große Liebevon Sandra GullandFISCHER Taschenbuch
8. Apr.
Bewertung:4

Ich muss gestehen, dass ich anfangs skeptisch war. Eine Freundin von mir schwärmte sehr von Joséphine und ich war nicht sicher, ob ich die Faszination verstehen würde. Ich begann zu lesen. Durch die Tagebuchform werden die Tage schnell erzählt, gleichzeitig ist man gefühlt sehr nah bei Rose. Anfangs fehlte mir bei dem Buch der historische Bezug, auch wurde die Überfahrt von der Karibik nach Frankreich nicht geschildert, was mich persönlich interessiert hätte. Doch mit jedem voranschreitenden Tag habe ich Rose lieber gemocht. Sie ist eine kluge, moderne Frau, die weiß, was sie will. Ich finde es super, dass sie nicht einfach still bleibt, als Alexandre sie der Untreue bezichtigt. Auch als es in Paris die Situation sich zu spitzt, wird es spannend. Oft habe ich mich gefragt, wie Rose darauf reagiert? Ich finde ihre feministische Art wundervoll, ihren Charakter großartig, wie sie versucht während der frz. Revolution durch Bittschriften den Leuten zu helfen und wie vernünftig sie ist. Ich bin gespannt, wie es für sie weitergehen wird. Kritisieren muss ich den Verlag überdies noch. Die Verwendung des N-Wortes ist heutzutage wirklich nicht mehr angebracht und darf, wenngleich der Roman im 18. Jahrhundert spielt, nicht unkommentiert stehen bleiben. Dass Ergänzungen machbar sind, zeigt sich auf einzelnen Seiten durch die Fußnoten, die kommentieren. Eine solche Fußnote will ich auch bei der ersten Verwendung des N-Wortes, das völlig unreflektiert und unkommentiert verwendet wird. Da hätte ich mir vom Fischer-Verlag mehr erhofft. Ebenfalls entspricht das Titelbild nicht der Mode des 18. Jahrhunderts, da wurden andere Kleider getragen. Insgesamt hätte der Verlag sich da mehr Mühe machen müssen.

Joséphine - Napoléons große Liebe
Joséphine - Napoléons große Liebevon Sandra GullandFISCHER Taschenbuch