22. Jan.
Bewertung:3

Ich hatte mal wieder Lust auf etwas Liebe und dachte mir, dass ich mit diesem Büchlein genau das bekommen würde. Nur leider war es am Ende nicht so ganz meins. Nele lebt seit ihrer Geburt auf der Insel Nütjeoog. Dort kennt jeder jeden und es handelt sich um eine kleine eingeschworene Gemeinschaft. Sie hat noch nicht wirklich etwas von der Welt außerhalb gesehen und hat somit auch Angst, diese kleine Blase zu verlassen. Als der gutaussehende Jasper auf die Insel kommt, bringt er Nele und ihre Gefühle ordentlich durcheinander. Mit ihrer offenen und freundlichen Art allerdings, kommt sie schnell mit ihm ins Gespräch. Doch wen hat die junge Frau da eigentlich vor sich und warum hat es ihn nach Nütjeoog verschlagen? Und was macht er eigentlich mit Nele und ihren Gefühlen? Das gilt es herauszufinden. Die Geschichte an sich, konnte mich leider nicht so wirklich abholen. Was recht schön beginnt, geht recht schnell in eine Richtung die sehr vorhersehbar ist. Das war schade, denn der Anfang ist wirklich toll gemacht. Aber die Autorin hat es geschafft, mich auf dieses Insel zu locken. Ich konnte mir schön bildhaft Alles vorstellen und die See sogar bisweilen riechen. Mich ereilte eine angenehme Ruhe, wenn ich zusammen mit Nele am Strand war und aufs Meer schaute. Nele vereint so ziemlich jedes Klischee in sich, was man halt so von einem "Inselmädchen" erwartet. Sie weiß nix von der Welt außerhalb, ist wohlbehütet und unerfahren was Dates und Jungs angeht. Das Thema "Angst vor Neuem" hingegen, konnte ich recht gut nachvollziehen. Die junge Frau ist auch durchaus sympathisch, aber stellenweise auch etwas anstrengend. Jasper ist anfangs mürrisch, was ich auch verstehen kann, denn eigentlich will er nur seine Ruhe. Daher ja auch die Flucht auf die Insel. Hinterher fand ich dann ab und zu doof, einfach weil er ein Verhalten an den Tag legte, was mir gegen den Strich ging. Fazit Eine Story der etwas weniger Vorhersehbarkeit gut getan hätte. Sie hat, in den meisten Fälle, sympathische und authentische Charaktere, geht dann aber eben in eine Handlung über, die zu vorhersehbar ist und somit Spannung und für mich auch Lesevergnügen rausnimmt. Daher leider nur 3 Sterne von mir.

Star meets Girl
Star meets Girlvon Emma S. RoseCarlsen
22. Sept.
Bewertung:2

Nele lebt schon ihr gesamtes Leben auf der kleinen Nordseeinsel Nütjeoog. Ihr Abi hat sie in der Tasche, aber dennoch wagt sie noch nicht den Schritt von der Insel weg zum Studieren, sondern arbeitet im Lebensmittelgeschäft ihrer Tante. Eines Tages taucht da ein verschlossener Fremder auf, der auf der Insel Urlaub macht. Obwohl dieser so wortkarg und abweisend ist, übt der junge Mann eine Faszination auf Nele auf und eher zufällig lernen sich Jasper und Nele dann kennen. Sie kommen sich näher und alles scheint perfekt zu sein, bis auf einem Landausflug plötzlich mehrere Teenie-Mädchen neben ihrem Tisch stehen. Denn Jasper ist ein berühmt-berüchtigter Star einer beliebten Soap… Romance mit einem Star? I’m in! „Eine*r ist berühmt“ ist nämlich ein kleines Guilty Pleasure von mir und ich lese es sehr gerne. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass ich dieses Buch entdeckt habe, und auch das Setting auf einer kleinen Nordseeinsel fand ich interessant, weil es mal was ganz anderes ist. Es war dann aber doch eher… enttäuschend. Nicht vom Plot, der Plot ist genau das, was ich erwartet habe: Die Protagonistin verliebt sich, ist sich aber nicht bewusst, dass ihr Love Interest ein berühmter Schauspieler ist, es kommt auf eher unglückliche Art und Weise heraus, es kommt zu weiteren Widrigkeiten, Happy End. Aber die Romance. Die Liebesbeziehung zwischen Nele und Jasper hat absolut keinen Vibe und ich habe absolut nichts dabei gefühlt. Es war kein wirkliches Knistern oder ähnliches, das dafür gesorgt hätte, dass ich unbedingt wissen will, wie das mit den beiden alles so weiter geht, dass ich mir zwischendurch „Aww Cuties!“ oder „Oh, heiß!“ gedacht hätte. Eigentlich war mir die Beziehung von Jasper und Nele komplett egal, die konnte mich nicht im Geringsten abholen. Was bei einer Romance eher schlecht ist – schließlich geht es ja auch genau darum. Auch die beiden Hauptfiguren konnten mich nicht so recht überzeugen, was auch dazu beiträgt, dass mich die Romance nicht im Geringsten abgeholt hat. Jasper oszilliert die ganze Zeit zwischen total verschlossen und extrem nett, ist aber auch im weiteren Verlauf gegenüber Nele sehr verschlossen. Sein Dasein als Schauspieler möchte er ihr verschweigen, aber auch darüber hinaus erfahren wir nicht besonders viel über ihn. Er hat nicht viel Wiedererkennungswert und meine Sympathien konnte er auch nicht gewinnen. Über Nele erfahren wir mehr, weil sie die Erzählerin ist. Nele ist ein bodenständiges Mädchen von der Insel, sehr genügsam und eigentlich auch glücklich mit dem, was sie hat. Es wird immer wieder erwähnt, dass sie noch nichts gesehen hat (weiter als 40 Kilometer hat sie sich nicht von ihrer Heimat entfernt und Wilhelmshaven (76k Einwohner) ist die größte Stadt, die sie kennt) und dass sie ihre Freunde vermisst, was auf Dauer etwas anstrengend wird. Generell verhält Nele sich oft ziemlich naiv und unbedarft. Das wird dadurch noch verstärkt, dass sie gefühlt ständig mit ihrer Tante oder der Mitarbeiterin der Bäckerei im Laden rumquietscht, kaum dass es um Jasper geht. Ja, sie quietscht nicht rum, weil er ein Schauspieler ist, aber sie verhält sich auch nicht viel anders als die Teenie-Mädchen, die sie dafür dann verachtet. Was mir außerdem noch aufgefallen ist und woran ich mich ziemlich gestört habe: Wenn über Jasper gesprochen wird, wird er regelmäßig mit ziemlich furchtbaren Namen belegt wie „Hottie“ (Rose 2021: Kapitel 15) oder „Mister Schnitte“ (Rose 2021: Kapitel 17). Das alles macht das Buch etwas langatmig und nicht zu dem kurzweiligen Lesevergnügen, das ich mir erhofft habe.

Star meets Girl
Star meets Girlvon Emma S. RoseCarlsen