Ein tolles Buch um Kindern den Tod zu erklären. Der Patenonkel meiner Zwillinge ist Bestatter da passte das Buch echt gut und die zwei haben einiges verstanden (sind 3 Jahre alt), ich musste zwar ab und an echt schlucken, aber dir Bande hat mir am ende jeder Geschichte ein wehmütig es lächeln entlockt.
Schön gestaltetes Buch über das Sterben
Mir hat besonders gut gefallen, dass der Beruf des Bestatters näher beschrieben wird und dabei auch die unterschiedlichen Arten von Tauer erzählt werden. Der Umgang mit toten wird sehr würdevoll vermittelt. Auch dass sterben okay ist, dass man trauern darf aber halt auch aufklärt, was mit Menschen passiert, wenn sie sterben. Es hat mir wirklich gut gefallen.

Ein etwas anderes Kinderbuch, dass die Themen Tod und Beerdigungen behandelt - kindgerecht und unverblümt.
Lizzy dachte bisher immer ihre Eltern betrieben ein Transportunternehmen mit komischen Kisten bis sie neugierig wird und sich fragt, wieso so viele traurige Menschen aus dem Arbeitszimmer ihrer Eltern kommen. Sie geht aus Entdeckungstour und schaut einfach mal in diese Kisten rein und stellt fest: da liegt ja ein toter Mensch. Lizzys Eltern betreiben also ein Bestattungsunternehmen und im ersten Teil des Buches erkundet sie gemeinsam mit ihren Freunden diese für sie „neue“ Welt und sie gründen den „Club der kalten Hände“. Wir begleiten Lizzy und ihre Freunde bei vier ganz unterschiedlichen Sterbefällen (sogar der eines Babys), die heimlich beobachten, wie Angehörige aus zum Teil ganz unterschiedlichen Kulturen damit umgehen und das Abschiednehmen zelebrieren. Der zweite Teil ist eher einen Wissensteil, der auf Fragen eingeht, die im Zusammenhang mit dem Tod und Beerdigungen stehen, wie beispielsweise: „Darf man einen toten Menschen anfassen?“. Ich bin etwas zwiegespalten ob ich die Art und Weise der Geschichte und Lizzys Verhalten beim Erkunden des Berufs ihrer Eltern gut oder schlecht finde. Lizzy erkundet sehr viel heimlich ohne, dass ihre Eltern sie dabei begleiten, geschweige denn davon wissen und dadurch entstehen für mich persönlich einige respektlose Situationen. Eine unstillbare Neugierde gehört natürlich auch zum Kind sein dazu und eben aus der Sicht eines Kindes ist das Erforschen dieser „Totenwelt“ ja geschrieben. Dennoch ist es ein sensibles Thema, das ein gewisses Feingefühl verlangt und das fehlt mir an manchen Stellen. Ich glaube entweder man mag den Stil der Wissensvermittlung dieses Buches oder man findet es pietätlos. Die Schriftstellerin ist selbst Bestatterin. Sie steckt tief in der Thematik, die behandelt wird drin und sie hat vermutlich nochmal eine andere Sicht auf die Wissensdefizite und vielleicht auch Neugierde, die Kinder in dieser Sache aufweisen, weil kein Erwachsener gern über diese Themen spricht. Daher finde ich es sehr gut und auch wichtig, dass dieses Thema von der Schriftstellerin behandelt wird– auf eine mutige Art und Weise, die man gut finden kann oder eben nicht. Die Illustrationen im Buch sind für mich leider etwas gewöhnungsbedürftig. Mir gefällt der Stil einfach nicht. Ich würde ihn als abstrakt und etwas hart bezeichnen. Allerdings passt er gewissermaßen irgendwie zum Thema, denn auch der Tod ist etwas Abstraktes und ein „harte Brocken“ zum Verdauen. Wie gesagt: ich bin zwiegespalten. Ich empfinde es als ein gutes, interessantes und wissenswertes Buch, dennoch vermittelte es mir hier und da komische Gefühle. Ich bin neugierig, wie das meine eigenen Kinder irgendwann empfinden, wenn sie alt genug sind mit mir dieses Buch anzuschauen. Eine tolle Botschaft vermittelt das Buch in meinen Augen aber auch. In zwei der Sterbefälle verlieren zwei Kinder nahe Verwandte. „Der Club der kalten Hände“ ist in beiden Fällen mit zur Stelle und gibt den trauernden Kindern Trost und Ablenkung. Am Ende werden sie selbst Teil der Bande. Freundschaft ist hier der Schlüssel, der Hoffnung gibt und Trost spendet. Wenn jemand in unserem Umfeld trauert, dann reicht eure Hand und seid einfach da. Ich finde, dass vermittelt das Buch ganz wundervoll!
spannende Sachgeschichte
Eines Tages entdeckt Lizzy, dass ihre Eltern nicht einfach nur ein Transportunternehmen besitzen, sondern dass es sich um ein Bestattungsunternehmen handelt. Mit ihren Freund*innen gründet sie den "Club der kalten Hände", der es sich zur Aufgabe macht, Fragen zu Abschied und Tod zu stellen. Das tun sie, indem sie die Abschiednahmen und Beerdigungen, die Lizzys Eltern organisieren, beobachten und begleiten. Dabei machen die Kinder aus dem Bauch heraus viele Sachen sehr richtig und tun den Trauernden etwas gutes. Genau diese kindliche Unbefangenheit, mit der die Clubmitglieder ihre Fragen stellen, Dinge auf Gräber bringen oder eine Trauerfeier mitgestalten ist eine große Stärke des Buches. Der Satz "Das macht man so" kommt in dem Buch nicht vor - oder auf jeden Fall nicht ohne Erklärung (im Fall von Cems Onkel). Ähnlich stark ist es, dass für die Clubmitglieder Gefühle etwas völlig normales sind, über das natürlich auch gesprochen wird. Genauso, wie Fragen und Gedanken in den Raum gestellt werden. Den Sachteil finde ich toll aufbereitet und aus der Sicht der Kinder, aber auch von Fachleuten gut dargestellt. Gut finde ich, dass auch der Islam ganz selbstverständlich dazugehört. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass auch die christliche Bestattung etwas expliziter vorkommt, beispielsweise auch mit dem Seelsorgeaspekt, der in beiden Religionen eine wichtige Rolle spielt, aber generell nicht erwähnt wird. Was ich an dem Buch schwierig finde, ist, dass bei den verstorbenen Menschen sehr gängige Namen verwendet werden. Gerade bei "Finn" ist damit zu rechnen, dass viele Jungen, die dieses Buch lesen, so heißen oder Leser*innen einen Jungen kennen, der so heißt. Gekoppelt mit dem Bewusstsein, dass Menschen krank werden können, schürt so etwas oft auch Ängste, die dieses Buch ja eigentlich nehmen will. Ein Name, der zwar üblich ist, aber nicht in den aktuellen Kinderjahrgängen seit Jahren immer unter den Top10 (wie bei Baby Bea), wäre hier die bessere Wahl gewesen. Denn an sich ist es sehr gut, dass auch der Tod von Babys und Kindern thematisiert wird. Nichtsdestotrotz werde ich mir das Buch für meine Arbeit (Pfarrerin im Bereich Kinder, Jugend und Familie) vermutlich noch öfter bestellen und es empfehlen.
Beerdigung für Kinder, Wow
Ein Buch über Beerdigung und Tod mit einer gewaltigen Prise Humor. Selbst ich habe noch soviel dazu gelernt. Die Kinder gehen mit Neugier diesem "eigentlich" schweren, traurigen Thema auf die Spur. Als meine Söhne davon erfuhren, was dies für ein Buch ist, war die erste Aussage, ist das Thema nicht zu schwer und traurig für Kinder? Und schon konnte ich kurz vorlesen, Bilder zeigen. Beide (15 und 13) waren sehr beeindruckt. Wir redeten darüber wie wichtig es ist, Trauer zu zulassen. Weinen zu dürfen. Und die Idee Superhelden mit zur Trauerfeier und Beerdigung zunehmen ließ sie kichern. Ich habe bei dieser Lektüre tatsächlich gelächelt, gekichert und es kamen auch Tränen. Zum einen weil es doch auch traurig ist und vor Rührung über die Ideen der Kinder. Der anschließende Sachbuchteil hat mich noch weiter sehr gut informiert. Deshalb ist dieses Buch ein wirklich wichtiges Buch. Für Erwachsene, Kinder, Schulen usw. Redet über das Thema. Die Angst (auch die eigene) wird weniger. Denn der Tod gehört zum Leben dazu.
Rührend, ehrlich, kindgerecht: Vom Abschied erzählen
Der Club der kalten Hände ist ein gelungenes Kinderbuch rund um die Themen Abschied und Tod. In einer kindgerechten Geschichte nähert es sich Fragen wie: Was hat es mit dem Sarg auf sich? Welche Arten von Beerdigungen gibt es? Und was könnte danach kommen? – ohne dabei belehrend zu wirken oder eine bestimmte Richtung vorzugeben. Die Illustrationen von Valerie Tiefenbacher sind modern, vielfältig und passen wunderbar zur Erzählung. Die Figuren wirken liebenswert und divers, und auch der Umgang mit dem Tod ist feinfühlig und bewegend. Besonders eindrucksvoll sind einzelne Bilder und Vergleiche, etwa wenn Ronnys Tränen um seinen Bruder sich wie Eiswürfel im Bauch anfühlen - ein Bild, das auch Erwachsenen unter die Haut geht. Am Ende des Buches findet sich eine hilfreiche Zusammenfassung einiger Fragen in Form eines Glossars, das den Gesamteindruck abrundet. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch seinen Weg macht. Allein greifen Kinder vielleicht eher nicht dazu, doch im Vorschulalter oder im Grundschulunterricht halte ich es für sehr wertvoll. Zum Selberlesen eignet es sich ab etwa acht Jahren. Ein feinfühliger Begleiter, der schwierige Themen offen und tröstlich zugänglich macht.





