Schön mit einigen Abstrichen
Vorweg: meine Rezension enthält Spoiler! Solche Art Romane, die auf zwei (oder mehr) Zeitebenen spielen und deren Geschichten miteinander verwoben sind, lese ich sehr gerne. Ich mochte die Idee, dass die beiden Geschichten am selben Ort spielen, nur zu unterschiedlichen Zeiten. Amys Geschichte fand ich sehr schön zu lesen, teilweise auch spannend, auf jeden Fall wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Interessante Nebenfiguren wie Eliza oder Tante Molly rundeten diesen Handlungsteil ab. Was mir nicht gefiel: wieso musste Amy nach Charles auch noch ihren Sohn zu Grabe tragen? Und dann „erlebt“ man es nicht mit, sondern nur als nüchternes Rechercheergebnis. Dieses Ereignis hatte für mich keinen Mehrwert der Geschichte und nachdem ich Amy sehr gerngewonnen hatte, empfand ich es auch irgendwie als unfair. Trotzdem mochte ich ihren Handlungsstrang sehr! Mit Angies Geschichte hatte ich eher Schwierigkeiten. Ich fand sehr lange keinen Zugang zu ihr und wirklich sympathisch fand ich sie auch nicht. Was sie über die Hälfte des Buchs für ein Problem mit Richard hatte, dass sie ihm immer als unangenehm empfand, wurde mir nicht klar. Und ihr Verhältnis mit einem verheirateten Mann, der Kinder hat, machte sie mir jetzt auch nicht sympathischer. Allerdings mochte ich die Frauen aus ihrem Malkreis und den Kniff, die Gegenstände, die sie in Amys Koffer fand, nach und nach in der „damals“-Geschichte auftauchen zu lassen. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, auch wenn mich manche Dinge gestört haben. 5 Sterne Amy, 3 Sterne Angie, also 4 Sterne.

