9. Apr.
Bewertung:5

Könnte von mir sein. Alles was Sarah in ihrem Buch erzählt, kann ich so unterschreiben. Ich habe fast alle Phasen (abgesehen von einer extremen Essstörung) selbst schon durchgemacht und bin genau zu den gleichen Ergebnissen gekommen. Schade, dass es dieses Buch nicht vorher gab, dann hätte ich mir einiges an „Fehlern“ sparen können. Definitiv wert es zu lesen! Es ist so einfach und leicht, das jeder etwas daraus mitnehmen kann.

No time to eat
No time to eatvon Sarah TschernigowUllstein Taschenbuch Verlag
21. Okt.
Bewertung:4

Ich habe vor diesem Buch noch nichts von Sarah Tschernigow gehört und ging völlig "unbelastet" an die Lektüre. Mittlerweile folge ich ihr auf Instagram und habe ihren Podcast abonniert - und höre ihn auch täglich! Das Buch selbst ist eine fantastische Ergänzung, ein Nachschlagewerk, immer wieder lese ich darin. Natürlich sind die Erkenntnisse darin, nicht neu - aber unterhaltsam aufbereitet und wenn man sich für die Thematik "Gesunde Ernährung" interessiert, dann liest man gerne gut geschriebene Lektüre dazu.

No time to eat
No time to eatvon Sarah TschernigowUllstein Taschenbuch Verlag
21. Okt.
Bewertung:5

Sarah Tschernigow ist Journalistin, Ernährungsberaterin, Podcasterin und nun auch Autorin. Den gleichnamigen Podcast zu ihrem Debüt "No time to eat" verfolge ich schon seit einiger Zeit sehr gerne. Bei ihr geht es nicht darum, eine zwanghafte und temporäre Diät durchzuziehen, sondern vielmehr darum, dem eigenen Körper zwischen Terminen und To Dos dauerhaft etwas Gutes zu tun. Ihr geballtes WIssen findet sich nun in strukturierter Form in ihrem ersten Buch wieder. Das Buch startet mit den Basics einer gesunden Ernährung und im Anfangsteil habe ich keine neuen und bahnbrechenden Erkenntnisse erhalten. Sarah Tschernigow führt kurz und prägnant vor Augen, warum Clean Eating der Schlüssel ist, warum es vollkommen egal ist, welchem Ernährungstrend man folgt, solange die Kalorienbilanz und der Nährstoffhaushalt stimmen, und warum Fertigessen Gift ist. Ich fand den Einführungsteil gut gemacht, denn Sarah Tschernigow bringt kurz und bündig auf den Punkt, was wir im stressigen Alltag gerne einmal verdrängen. Außerdem liefert sie wirklich konkrete Beispiele und hat häufig noch einen Tipp, wie sich schlechte Produkte reduzieren oder vermeiden (z.B. durch Ersatz) lassen. Eine hübsche einseitige Liste mit Basislebensmitteln und ihrer Kategorisierung (z.B. Eiweißquellen) ist kostenlos auf ihrer Homepage zu finden. Den Kernteil des Buches macht der sogenannte 10-Punkte-Plan zur Integration gesunder Ernährung in den schnelllebigen Alltag aus. Der Name hat bei mir eher falsche Erwartungen geweckt, denn es wird mitnichten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung geliefert. Vielmehr werden zehn verschiedene und voneinander weitestgehend unabhängige Handlungsanweisungen und Tipps aufgeführt, wobei immer wieder betont wird, dass nicht alle zehn Schritte auf einmal und vollständig umgesetzt werden können und sollen. Besonders gut fand ich hier die nützlichen Tipps und Rezepte zum Mealprep (also das Vorbereiten und Portionieren am Wochenende, sodass am Montagmorgen nur noch ein Behälter mit dem Mittagessen aus dem Kühlschrank gezogen werden muss). Auch für die Kantine und Restaurants werden Hinweise auf einigermaßen gesunde Mahlzeiten und lauernde Fallen gegeben, denn nicht immer ist es möglich, auf ein auswärtiges Essen zu verzichten oder Mealprep-Container mit sich herumzuschleppen. Sehr positiv fand ich, dass Sarah Tschernigow Exkurse in Richtung Achtsamkeit und Selbstliebe macht. Die Autorin stellt zunächst klar, dass es bei ihr nicht um eine qualvolle Diät mit Endtermin geht, sondern eine dauerhafte Ernährungsumstellung das Ziel ist. Das kann nur dann gelingen, wenn wir uns aktiv mit unseren Gedanken, Gefühlen und Wünschen beschäftigen und achtsam und ehrlich mit unserem Essverhalten umgehen. Wer bei dem Wort Achtsamkeit direkt an Esoterik denkt, den kann ich beruhigen: Sarah Tschernigow beschreibt ganz logisch und pragmatisch, wie unsere täglichen, vielleicht auch unterbewusst getätigten Entscheidungen unseren Umgang mit Essen und dem eigenen Körper beeinflussen und wie wir diese nachhaltig zu unseren Gunsten verändern können. Gleichzeitig ist es wichtig, sich von den Gedanken anderer Menschen zu lösen und sich auf sich selbst und das eigene Wohlbefinden zu konzentrieren. Ohne etwas Achtsamkeit wird die beschriebene Ernährungsumstellung auf Dauer nicht möglich sein. Interessant und wichtig waren auch die Einblicke in Sarah Tschernigows persönliche Geschichte. Das Buch enthält auch einen Hinweis auf (anonyme) Beratungsstellen. Essstörungen sollten im Kontext von Ernährungsratgebern meiner Meinung nach immer thematisiert werden, in diesem Buch fehlte mir lediglich noch eine Triggerwarnung zu Beginn des entsprechenden Kapitels. Insgesamt gefällt mir das Buch "No time to eat" genau so gut wie Sarah Tschernigows gleichnamiger Podcast. Auch wenn für mich nicht alles neu war, werde ich viele nützliche Tipps und Rezepte mit in mein alltägliches Leben nehmen. (Dezember 2018)

No time to eat
No time to eatvon Sarah TschernigowUllstein Taschenbuch Verlag
27. Feb.
Bewertung:4

Sehr gut! Das Buch ist genauso zu empfehlen wie der Podcast, aber Du musst natürlich nicht den Podcast kennen um das Buch zu mögen. Sarah erzählt ausführlich ihre persönliche Ess-Reise, denn sie selbst hatte mit Anfang 20 eine ziemliche Essstörung. In Teil I des Buches erklärt sie, wieso diverse "To-Go" und Convenience-Produkte dazu führen, dass wir immer dicker werden, immer snacken, aber uns nie wikrlich satt fühlen. In Teil II erläutert sie Ernährungsbasics: Was sind Mikro-, was Makronährstoffe? Wie ist das mit den Kalorien, soll man die nun zählen oder eher doch nicht? Ihre Lösung ist "Clean Eating", Du isst also möglichst unverarbeitete, möglichst naturbelassene Nahrungsmittel. Aus was Du da genau achten musst, wir genau erläutert und auch, wo Du solche Nahrungsmittel im ganz normalen Alltag finden kannst. In Teil III bekommst Du jede Menge Tipps, wie Du besser essen kannst: Sarah erklärt, wie Du Dir gute Essgewohnheiten antrainierst, wie und wo Du am besten einkaufst und welche Küchenausstattung sinnvoll ist. Besonders gut haben mir die diversen "Auswärts-Essen" Tipps gefallen: Was isst Du auf Geschäftsreise, in der Kantine, im Rastaurant... Und gibt es eigentlich gesundes Fast Food? Auch der "SOS Aktionsplan für schwierige Essenssitationen" hat mir gefallen Am Schluß gibt es noch einen winzigen Rezeptteil mit ganz einfachen Snacks und Ideen für schnell zubereitete Mahlzeiten. Mein Highlight dabei ist das "Falsche Snickers" mit Datteln und Erdnüssen. Die diversen "Bulletproof-Coffee" Varianten - aehm, nee, die eher nicht... Ich würde also sagen: Hör mal in den Podcast rein - wenn Dir Sarahs undogmatischen Ansatz magst, ist das Buch sicher was für Dich!

No time to eat
No time to eatvon Sarah TschernigowUllstein Taschenbuch Verlag