Abgesehen vom Ende - grandios!
Eine wahre Abenteuergeschichte von C.S. Forester, verfilmt mit der wunderbaren Katherine Hepburn und dem grandiosen Humphrey Bogart. 187 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag - übersetzt von Doris Kornau. Wir befinden uns zu Beginn des ersten Weltkrieges in Deutsch-Ostafrika. Rose Sayer, Schwester eines Missionars, muss miterleben, wie ihr Bruder an gebrochenen Herzen stirbt, da seine Mission von den Deutschen geplündert wurde. Überwältigt von ihrem Schmerz und der Erkenntnis, alles verloren zu haben, flieht sie mit dem Mechaniker Charlie Allnutt auf seiner Barkasse - der AFRICAN QUEEN. Den Fluss hinunterfahrend, fassen sie den wagemutige Plan, ein deutsches Schlachtschiff zu torpedieren. Dieses patroulliert auf einem See, der über den Fluss zu erreichen ist - jedoch nur unter Bewältigung von gefährlichen Stromschnellen. Rose übernimmt das Steuer. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Sie fühlt sich befreit, von ihrem Bruder, von sämtlichen Konventionen - und von ihrem Korsett. Es kommt, wie es kommen muss, sie kommen sich näher und werden ein Liebespaar. Und Rose blüht auf wie eine Rose. Befreit, kann sie plötzlich frei denken und frei handeln. Auch Charlie wächst unter den Gefahren. Zunächst noch zaudernd, findet er Sicherheit in den durchkämpften Gefahren, die er Seite an Seite mit Rose durchlebt. Als Leser begleitet man Rose und Charlie, durch den ganzen Fluss - bangt mit ihnen ob der Gefahren, wird eingefangen vom großarteigen Schreibstil; befindet sich in Schlamm, Schlick und fiebert in Malaria-Anfällen. Gelingt der Plan? Was wird aus Rose und Charlie. Ich bin durch das Buch geflogen - ich kenne und liebe den Film, der vom Buch dutlich in seiner Tiefe überholt wird! Allein das Ende des Buches war für mich unbefriedigend (Schade). Ich empfehle dieses Buch jedem, der Abenteuer und besondere (ehrliche) Romanzen mag!
