Yeong-hye entschließt sich, fortan nur noch vegan zu leben. Die Reaktionen darauf sind mir selbst nur allzu bekannt, jedoch reagiert das engste männliche Umfeld vermehrt übergriffig. Und darin scheint mir auch die Moral dieses Buches zu liegen. Das Aufdecken der Abgründe des Patriachats von häuslicher Gewalt bis Vergewaltigung.
Jedoch passiert all das ohne große Einordnung und noch dazu nimmt die Handlung immer groteskere Züge an, sodass mir die Frage nach dem Warum schlussendlich unbefriedigend offen gelassen wurde.
Ein Buch, von dem ich beim Hören ab und an nicht ganz wusste, was ich davon halten soll. Ein sehr ausdrucksstarkes Buch, bei dem man nicht mal eben etwas anderes nebenbei macht. Man muss sich auf das Buch und die Stimmung einlassen.
Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht, ob ich dieses Buch komplett verstanden habe. 😅
Die Vegetarierin ist kein Buch, das einem klare Antworten gibt. Stattdessen hat es mich mit vielen Fragen zurückgelassen und beschäftigt mich auch nach dem Ende noch.
Das Lesen hat mir grundsätzlich Spaß gemacht, gleichzeitig fand ich die Gedanken und Handlungen der Männer im Buch oft einfach nur abstoßend. Gerade dadurch wird aber deutlich, wie wenig Kontrolle die Protagonistin, die wir nur passiv erleben dürfen, über ihr eigenes Leben hat und wie sehr andere Menschen versuchen, über sie zu bestimmen.
Besonders interessant fand ich die Erzählweise. Wir erleben die Geschichte von Yong-Hye/ der Vegetarierin/ Ehefrau/ Schwägerin/ Schwester nie direkt aus ihrer Sicht, sondern nur durch die Augen anderer Menschen. Dadurch nehmen wir – genau wie die Protagonistin selbst – ihr Leben fast nur passiv wahr. Wir erfahren von ihren Entscheidungen, Gedanken und Veränderungen hauptsächlich über die Begegnungen und Beobachtungen Dritter. Das schafft einerseits Distanz zu ihr, macht sie aber gleichzeitig noch faszinierender und rätselhafter.
Die Atmosphäre war durchgehend bedrückend und stellenweise verstörend. Besonders die Symbolik und der Wunsch von Yong-Hye, sich immer weiter von ihrer menschlichen Existenz zu lösen, haben mich fasziniert, auch wenn ich nicht behaupten würde, alles vollständig verstanden zu haben.
Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch und auch keines, das man mal eben nebenbei liest. Aber es ist ein Buch, über das man noch lange nachdenkt – und allein das macht es für mich lesenswert.
Das Buch hat mich direkt nach dem Lesen ehrlich gesagt erstmal nicht so wirklich gepackt. Erst im Nachhinein hat es bei mir richtig nachgewirkt, vor allem nachdem ich mich ein bisschen mit der Bedeutung des Romans und auch mit Aspekten der koreanischen Kultur beschäftigt habe.
Die Geschichte ist in drei Teile aufgebaut, die jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt werden. Der erste Teil, der aus der Sicht des Ehemanns geschildert wird, hat mich eigentlich direkt neugierig gemacht. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles weiterentwickelt und warum Yeong-hyes Entscheidung, kein Fleisch mehr zu essen, in ihrer Familie so extrem abgelehnt wird. Die Reaktionen sind dabei ziemlich heftig und gehen sogar so weit, dass versucht wird, sie zum Essen von Fleisch zu zwingen.
Im zweiten Teil kippt die Perspektive dann komplett, was ich so nicht erwartet hatte. Statt weiter bei Yeong-hye und ihren verstörenden Träumen zu bleiben, wird die Geschichte aus der Sicht ihres Schwagers erzählt. Er ist Künstler und entwickelt eine immer stärkere, fast schon obsessive Fixierung auf sie. Dabei verliert sie für ihn zunehmend ihren Charakter als Person und wird eher zu einer Art Kunstobjekt.
Der dritte Teil wird aus der Perspektive der Schwester erzählt. Sie ist diejenige, die Yeong-hye am ehesten verstehen möchte, steht aber selbst stark unter Druck und kämpft mit eigenen Erwartungen, Problemen und einer gewissen inneren Leere.
Auffällig ist, dass Yeong-hye selbst nie direkt zu Wort kommt. Das wirkt sehr bewusst gewählt, weil alle anderen Figuren vor allem mit ihren eigenen Gedanken, Vorstellungen und Problemen beschäftigt sind, statt wirklich zu versuchen, sie zu verstehen.
Das Ende bleibt offen und ist ziemlich verstörend, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, dass mich das Buch noch lange beschäftigt hat und ich im Anschluss noch weiter darüber nachgedacht und recherchiert habe.
Insgesamt ist Die Vegetarierin kein klassischer Roman über Ernährung, sondern eher ein intensives, psychologisches und teilweise surreal wirkendes Werk über Kontrolle, Freiheit, Gewalt und den Wunsch, sich komplett aus der menschlichen Gesellschaft zurückzuziehen.
Das Buch, das am längsten auf meinem Sub lag. Und zu Recht 😂
Es ist verwirrend geschrieben und skurril, verstörend. Drei Teile, alle aus einer anderen Perspektive. Nie aus der Sicht der Frau, um die es geht. Niemand gibt sich wirklich Mühe sie zu verstehen und ich denke es geht darum wie Frauen im patriarchalen System keine Kontrolle außer über sich selbst in Korea oder auch woanders haben. Sie widersetzt sich sozialen Zwängen mit Entblößung und Verzicht auf tierische Produkte. So manches hat für mich jedoch keinen Sinn ergeben und schien widersprüchlich.
Also ich muss zugeben, mittendrin dachte ich echt, ich breche ab. Die ein oder andere beschriebene Szene (der Hund!) war echt kaum zu ertragen.
Aber auch insgesamt - das war mir zu abgespaced, zu wirr, zu skurril.
Und ich mag beim Lesen einfach nicht, wenn ich mich so unsagbar dumm fühle.
Ich denke, ich erahne schon den Kern des Ganzen - Selbstbestimmung, Unterdrückung, Machtlosigkeit, Frauenbild und so. Aber dass das SO verpackt wurde, dass man sich die ganze Zeit fragt, ob man irgendwie zu dumm ist, um was entscheidendes nicht mitzubekommen (und es gibt Szenen, die ich garantiert nicht gecheckt habe)… fand ich eher unangenehm.
Man und dabei ist diese Grundthematik sooo wichtig. Aber wirkt irgendwie zu versteckt, zu schwer zugänglich.
Die Vegetarierin ist ohne Zweifel literarisch wirklich sehr gut geschrieben - die Handlung ist mir aber einfach zu abgedreht.
Einen fetten Pluspunkt (also einen Stern mehr) bekommt das Buch, weil DIE Sichtweise (POV) schlechthin das gesamte Buch über fehlt.
Die Fragen, die sich wahrscheinlich jeder beim Lesen stellt (und die natürlich niemand der Charaktere im Buch wirklich richtig adressiert stellt), werden einfach nicht beantwortet. Und ich finde SO stark, dass genau das offen bleibt - das unterstreicht einfach nochmal die gesamte Problematik/Thematik in dem Buch.
(Sofern ich es überhaupt richtig kapiert habe. lol)
Ich musste das Buch erst einmal ein bisschen sacken lassen. Die Vegetarierin ist definitiv keine leichte Kost. Bei vielen Stellen fühlte ich mich auch mehr als nur unbehaglich.
Richtig gut gefallen hat mir, dass die Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Als erstes die des Ehemannes, dann kommt die Sichtweise des Schwagers und zum Schluss die der Schwester. Man erfährt eigentlich nie, was in der Hauptfigur Yeong-Hye vorgeht. Der Wechsel dieser Sichtweisen ist ziemlich intensiv und zeigt, wie die Familie auf den Wandel von Yeong-Hye reagiert und zeigt damit auch wie extrem Frauen in Südkorea unter alten, patriarchalen Mustern stehen.
Das Buch ist verstörend. Besonders die Sichtweisen des Mannes und des Schwagers waren für mich persönlich nicht leicht zu ertragen. Es hat mich definitiv noch beschäftigt. Es ist zwar ein dünnes Buch aber ich denke, es gehört zu den Büchern, die man mehrmals lesen muss.
Fazit: Harter Tobak aber ein wahnsinnig starkes Buch
(Und das Cover: grandios)
Eine beeindruckende Geschichte über eine Frau, die als Vegetarierin und in Konsequenz als Baum leben zu wollen beschließt. Die surreale Handlung lotet Enge und Grenzen der gesellschaftlichen Konventionen Südkoreas in drastischer und zugleich sinnlicher Weise aus.
Yeong-Hye beschließt von einem Tag auf den anderen, kein Fleisch mehr zu essen. Was zunächst wie eine kleine Entscheidung wirkt, verändert nach und nach ihr gesamtes Leben und sorgt auch in ihrer Familie für immer mehr Konflikte.
Ich fand das Buch sehr speziell und teilweise ziemlich verstörend. Es war einerseits fesselnd und dann wiederum abschreckend.
"Die einzigen Augenblicke, in denen auf wundersame Weise das Elend verschwindet, sind die nach einem herzhaften Lachen."
Yong-Hye wird von einem Tag auf den anderen in der erzkonservativen, südkoreanischen Gesellschaft zur Vegetarierin (Veganerin?).
Das Buch bewegt und verstört. Die Männer in ihrem Leben sind widerlich. Wie über sie gedacht und gesprochen wird, ist schwer zu ertragen. Die Beschreibungen sind sehr eingängig.
Müsste ich das Buch in einem Wort beschreiben würde ich sagen: Hypnotisierend. Man wusste gar nicht wie einem geschieht, aber man konnte das Buch nicht weglegen.
… und es tut mir leid, wenn ich das so salopp daher sage, aber genau das war dieses Buch: ein absolutes Brett.
Akt 1 hat mich an den Rand der Verzweiflung gebracht (und ich habe kurzzeitig überlegt, ob ich überhaupt weiter lesen kann oder will). Akt 2 war weiterhin geprägt von viel Kopfschütteln und Frustration meinerseits. Akt 3 hat mein ganzes Mitgefühl aus mir raus gekitzelt.
Dieses Buch lässt so viel Spielraum für mögliche Interpretationen zu, dass man einfach nur gefesselt sein kann. Das Ende ist für mich etwas zu uneindeutig, aber an meiner Bewertung hat es nichts geändert. Anhand des Klappentextes kann man außerdem nicht im Ansatz erahnen, worauf man sich hier einlässt. Großes Kino.
Du weißt das Buch is gut wenn du es jemanden der auf Shrooms versuchst zu erklären und er dann bad trip schiebt. Nein aber fr, es ist gut geschrieben, stellt die MC in einem so intensiv echten Licht da das man nur empathisch mitnicken kann. Wie kann man mit so einer Schwester umgehen? Wie kann man mit so einem Leben umgehen?
"Die Vegetarierin" ist kein Buch, das laut werden muss, um zu erschüttern. Die Geschichte beginnt beinahe unscheinbar mit der Entscheidung einer Frau, kein Fleisch mehr zu essen — und entwickelt sich daraus Stück für Stück zu etwas zutiefst Verstörendem, Beklemmendem und gleichzeitig faszinierend Schönem.
Was mich besonders beeindruckt hat, war diese kalte, beinahe distanzierte Erzählweise, die dennoch eine enorme emotionale Wucht entwickelt. Die Figuren wirken oft gefangen — in gesellschaftlichen Erwartungen, in Beziehungen, im eigenen Körper und in Gedanken, die sich immer weiter von der Realität entfernen. Gerade dadurch entsteht eine Atmosphäre, die sich beim Lesen immer enger um einen legt.
Han Kang schreibt dabei unglaublich bildhaft. Manche Szenen wirken fast wie Gemälde: schön, ruhig und gleichzeitig zutiefst verstörend. Besonders die Verbindung zwischen Körper, Gewalt, Kontrolle und dem Wunsch nach Freiheit zieht sich wie ein stiller Albtraum durch das gesamte Buch.
Es ist kein angenehmes Buch und sicherlich keines, das man „nebenbei“ liest. Aber genau darin liegt seine Stärke. Es zwingt einen hinzusehen, selbst wenn man es eigentlich nicht möchte.
"Die Vegetarierin" hinterlässt kein lautes Ende, sondern ein stilles Unbehagen — eines, das noch lange bleibt, nachdem die letzte Seite gelesen wurde.
Die Vegetarierin hat mich ehrlich gesagt komplett überrascht. Nach Titel und Klappentext hatte ich eine völlig andere Erwartung an das Buch. Insgesamt hat es mir zwar gefallen, aber stellenweise war es mir wirklich zu krass, und ich hätte mir an manchen Stellen definitiv Triggerwarnungen gewünscht.
Besonders beeindruckend fand ich, wie die Geschichte erzählt wird: Es geht um die Protagonistin, die selbst kaum beziehungsweise eigentlich gar nicht richtig zu Wort kommt. Alles wird über ihren Kopf hinweg erzählt und entschieden. Es beginnt damit, dass sie einfach kein Fleisch mehr essen möchte, und entwickelt sich immer weiter zu der Frage: Wo hört das Recht anderer Menschen auf, über jemanden zu bestimmen, und wo beginnt das Recht eines Menschen, selbst über seinen eigenen Körper und sein Leben zu entscheiden?
Das Buch hat mich teilweise sehr verwirrt, aber genau deshalb beschäftigt es mich auch noch lange nach dem Lesen. Ein intensives und verstörendes Buch, das definitiv hängen bleibt.
Auf eine verstörende Art und Weise gut. Es ist kaum zu ertragen und gleichzeitig kaum wegzulegen. Das Buch hat so viel Tiefe und so viele Themen, dass man garnicht aufhören kann darüber nachzudenken. Die Tatsache, dass wir nie die Perspektive der eigentlichen Protagonistin gezeigt bekommen, fasst die ganze Problematik eigentlich ganz gut zusammen. Im Grunde ging es in diesem Buch um Freiheit. Die Freiheit man selbst zu sein. Doch wo hört diese Freiheit auf? Wenn man kein Fleisch mehr essen möchte? Wenn man ein Baum sein will? Wenn man garnichts mehr essen will?
Mein Buch hat ein anderes Cover, das hat mich richtig angezogen. Darauf sind Blumen gezeichnet, große und stolze Blumen und dann die Überschrift Die Vegetarierin, das hat mich richtig neugierig gemacht.
Die Schreibweise direkt ist relativ einfach, allerdings ist die Handlung nicht so leicht zu verdauen, weswegen sich das Buch etwas langsamer liest.
Richtig warm geworden bin ich mit keinem Charakter in diesem Buch. Allerdings hat mich die Handlung richtig zum Nachdenken gebracht,.
Ein Buch, dass sich nicht so leicht liest. Eine Geschichte, die sehr verstörend ist. Aber was genau ist verstörend an dieser Geschichte? Nicht unbedingt die Handlung selbst, sondern, nach längerer Überlegung, der Auslöser.
Das Thema behandelt das "Sein" und die "Stellung" der Frauen in einer koreanischen Gesellschaft. Sie funktionieren bis zu einem gewissen Moment, aber dann richtet sich all das, was sie selbst erlebt haben richtig gegen sie. Manche können den Schmerz nicht verarbeiten und richten sich selbst zugrunde, andere funktionieren weiterhin mit der Dunkelheit in ihrer Seele. Leider werden sie auch nicht dann verstanden, sondern müssen weiterhin alleine mit sich selbst klarkommen und sich den Normen der Gesellschaft unterordnen.
Dieses Buch ist einzigartig und sehr wertvoll, allerdings nichts für schwache Nerven.
Ein verstörendes und nicht unbedingt auf Anhieb verständliches Buch. Ich hatte zwischendrin auch den Impuls abzubrechen. Nicht, weil das Buch nicht gut ist, sondern weil die Geschichte und die Handlung für mich fast nicht zu ertragen waren. Ich bin froh, dass ich weitergelesen habe, aber es bewegt mich auch jetzt noch sehr. Ich denke über vieles noch nach, und ich glaube, es ist definitiv ein Buch über das man reden muss.
Bin froh, dass wir das in unserem Buchclub gelesehaben und bin sehr gespannt auf unseren nächsten Austausch und die Meinungen der sndrrrn.
Von mir gibt’s aber schon jetzt 5 Sterne für das Buch, das ich nicht zum letzten Mal gelesen habe.
Dieses Buch ist außergewöhnlich und verstörend. Man weiß nicht, was man da gerade komisches liest und kann irgendwie auch nicht aufhören. Vor allem etwas für diejenigen, die gerne Spielraum für Interpretationen haben wollen und gesellschaftskritisches lesen möchten.
Ui was für ein Buch das wird wohl noch lange in meinem Kopf herumschwirren. Ich muss echt sagen ich hatte etwas ganz anderes erwartet und irgendwie war es für mich ganz schön verstörend und brutal.
Gesellschaftliche und patriachale Kritik die noch immer aktuell ist
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Es ist unglaublich wie die Schriftstellerin es schafft diese Kritik an Gesellschaft und dem Patriachat mit dem Thema der vegetarischen/veganen Ernährung darzustellen.
Die Frauen werden hier als Objekte und vor Allem als unmündige Personen dargestellt. Sie haben keine Ahnung vom Leben und kein Gefühl dafür was für Sie selbst oder andere gut ist
Durch die dargestellten Situationen wie Gewalt in der Ehe, emotionaler Missbrauch und Herabwürdigung der Frau wird gut dargestellt wie schlecht die Frauen in der Gesellschaft stehen und welchen Einfluss das Patriachat hat. Denn die Männer in dieser Geschichte haben keinerlei Unrechtsbewusstsein. Es sind nur die Frauen die etwas falsch machen.
Im Großen und ganzen ein gelungenes Werk.
Ich hätte mich über eine triggerwarnung am Anfang des Buches gefreut. Hier werden Themen behandelt die eben nicht jede Person gut verkraftet wie sexueller Missbrauch, Gewalt und Suizid.
Die Vegetarierin von Han Kang ist für mich ein Buch, das mensch mehrmals lesen muss, um die ganze Tragweite des Inhalts zu erfassen.
So ging es auch mir. Beim ersten Lesen hat es mich sprachlos und etwas verwirrt zurückgelassen. Beim zweiten Lesen konnte ich den Inhalt besser fassen, weil ich wusste, was mich sprachlich erwartet.
Das Buch zeigt auf brutale Weise, wie Gesellschaft, das Patriarchat und in dem Fall auch Südkorea Individuen (Frauen) unterdrücken und in ihrer Selbstbestimmung beschränken. Ich würde es aufgrund der Sprache und Brutalität nicht jedem empfehlen, aber in mir hat es viel ausgelöst.
Die Vegetarierin von Han Kang
💔
Hörbuch abgebrochen.
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Diese arme Frau!
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Die Protagonistin führt ein Trostloses Leben mit Gewalt und Misshandlungen.
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Das hören dieser Geschichte hat mich deprimiert und ich habe das Hörbuch nach einiger Zeit abgebrochen.
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Außerdem bin ich kein großer Freund von Träumen in Büchern. Wirr und verworren.
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Mochte ich gar nicht. Kann mir das nicht länger anhören.
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Was für ein krasses Buch war das bitte?! Han Kang beschreibt schonungslos aus der Vogelperspektive wie die Gesellschaft zuerst mit dem Vegetarismus und danach mit psychischen Krankheiten umgeht. Dabei bricht sie alle Tabus, die wir uns als Gesellschaft auferlegt haben. Ich finde das Buch außerordentlich gut gelungen. Ich gebe aber nur 4 Sterne, weil ich manchmal nicht zuordnen konnte über wen gerade geschrieben wird, weil Han Kang ohne Erklärung die Perspektive auf eine andere Zeitlinie oder Person wechselt. Daher fand ich es teilweise schwer zu lesen. Aber alles in allem ist es ein sehr gutes und wichtiges Buch!
man könnte meinen, mit den bewertungen verhält es sich eigentlich wie mit den themen des buches
eine frau, die entgegen aller erwartungen und vorstellungen aufgibt, sich einzureihen und anzupassen. ja, ein sehr skurriles buch und in einer ungeschönten bis hin zu verstörenden weise geschrieben. aber dennoch mit einer (wort)gewalt, die mich persönlich noch lange beschäftigte. nein, ich werde auch nie verstehen, was die protagonistin – über die auch nur von außenstehenden perspektiven berichtet wird, die dabei sehr misogyn und oberflächlich sind – mit ihrem denken und handeln erreichen wollte, ob sie überhaupt irgendwas damit erreichen, oder vielleicht eher genau das gegenteil tun und nur noch entgegen jeglichen verstands leben wollte. das scheint mir aber genau der sinn des buches zu sein. es geht möglicherweise nicht darum, verstehen zu müssen, was „in sie gefahren ist“, sondern um die reaktionen derer, die ihr am nächsten stehen und die sie dennoch verlassen und verbiegen wollen anstatt ihr zuzuhören und sie samt ihres willens zu lieben und anzunehmen.
wie auch immer – dieses buch ist in meinen augen lesenswert und was man daraus macht, daraus mitnimmt, daraus lernen möchte, ist wohl jedermensch selbst überlassen.
Ein verstörender, symbolischer Roman, der wie ein Fiebertraum wirkt – faszinierend, aber auch schwer zugänglich ..
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich zu diesem Buch sagen soll. „Die Vegetarierin“ fühlt sich an wie ein Fiebertraum – verstörend, intensiv und teilweise sehr schwer zu greifen.
Ich habe mich oft gefragt, ob ich einfach nicht verstehe, was mir bestimmte Szenen sagen sollen. Vieles wirkt sehr symbolisch und gleichzeitig extrem befremdlich, sodass es mir schwergefallen ist, einen klaren Zugang zur Geschichte zu finden.
Besonders schwierig fand ich die vielen abartigen und belastenden Szenen. Sowohl die Übergriffigkeit in Bezug auf ihre Ernährung, das Thema Essstörung, psychische Erkrankungen als auch sexualisierte Gewalt werden sehr direkt und teilweise verstörend dargestellt. Das war für mich teilweise wirklich schwer auszuhalten und ich hätte mir hier definitiv eine klare Triggerwarnung gewünscht.
Ich habe mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen – bin aber trotzdem dran geblieben, weil ich immer wieder dachte, dass sich mir die Bedeutung vielleicht noch erschließt. Dieses Gefühl, „es verstehen zu wollen“, hat mich letztlich weiterlesen lassen.
Insgesamt ein literarisch besonderes Buch, das sicher viel Interpretationsspielraum bietet – für mich aber auch sehr herausfordernd und nicht durchgehend zugänglich. Mehr als 2,5 Sterne kann ich dafür leider nicht geben.
Das ist so ein Buch was man beendet und man muss erstmal klarkommen und alles verarbeiten. Es war auf jeden Fall ziemlich verstörend, aber auch sehr ergreifend.
Bin ziemlich gut rein gekommen, aber ab der Mitte hat es sich ein wenig gezogen.
Auf jeden Fall eine ziemlich teagische Geschichte über weibliche Selbstbestimmung und mental overload.
Kann es auf jeden Fall empfehlen!
Verstörend, düster, gewaltsam und man hat das Gefühl eine versteckte Botschaft nicht zu verstehen
Entweder verstehe ich Nobelpreis-würdige Literatur nicht oder ich bin einfach wirklich fernab von Literatur-Kunst Verständnis 🤷🏻♀️
Zur Story - eine Frau bricht sämtliche Tabus in einer patriarchalen Gesellschaft durch strikte Umsetzung des Vegetarismus, erzählt aus drei unterschiedlichen Perspektiven (vier wenn man kurze Traumsequenzen der Hauptfigur mitzählt).
Spoiler: Es kommt zu Vergewaltigung, wachsender psychischer Erkrankung, physischer Gewalt, Betrug und endet im unvermeidlichen Tod der Vegetarierin durch Nahrungsverweigerung. Beim ersten Teil aus Sicht des Ehemanns der Vegetarierin wird klar, wie furchtbar das Leben der armen Frau sein muss. Ein Mann, der sie weder liebt, noch sich zu ihr hingezogen fühlt und nur erwartet eine gute Hausfrau zu haben. Im zweiten Kapitel wird das getoppt durch den wollüstigen Schwager, der nichts anderes im Sinn hat, als seine merklich psychisch kranke Schwägerin zu seinem Se*objekt zu machen, während seine Frau den kompletten Haushalt samt 5 jährigem Kind und eigenem Business wupt.
Im dritten Teil geht es um die Schwester der Vegetarierin, die trotz des Betrugs von Schwester und Ehemann, sich als einzige um ihre nahrungsverweigende Schwester kümmert.
Was genau die Botschaft hinter der Geschichte sein, was uns das Ende des Buchs verraten soll und warum der Nobelpreis für dieses Werk vergeben wurde, erschließt sich mir nicht. Ja, der Schreibstil ist gut, aber mir fehlt eine klare Botschaft/ein klares Ende. Der einzige Ausweg aus einer Ehe das eigene Verhungern? I don't know 🙈
Hatte soviele gute Rezis auf Booktok gesehen...jetzt kann ich gar nicht glauben, dass die das wirklich alle gelesen oder gehört haben. Ich dachte schon nach den ersten 15 Minuten...was soll das denn? Wo will das hin bzw. worauf hinaus? Was viele hier reininterpretieren....naja. Ich sag mal so.....wahrscheinlich hätte mir der Nobelpreis schon eine Warnung sein müssen. 🙈 Sorry
"Die Vegetarierin" ist eine absolut überraschende Story! Sie fängt bald langweilig und gleichzeitig skurril an, bis man von einer Wendung überrascht wird und dann ist es einfach nur wild (schaut unbedingt auf die Trigger Hinweise!).
Richtig gut ist, dass die Erzählung aus insgesamt 4 Perspektiven geschieht, wobei diese jeweils nacheinander passieren und nicht abwechselnd.
Die Sprache ist einfach und die erzählweise ohne Spannung, aber man findet sich plötzlich in einer so misogynen und gewaltvollen Geschichte wieder, dass man es gar nicht unbedingt hat kommen sehen.
Sehr bewegend!
Verstörendes Buch. Eine Frau entscheidet sich zum Fleischverzicht, eigentlich zum Verzicht auf jegliches
tierisches Produkt ( Titel "die Veganerin" würde besser passen). Wird weder vom Partner noch von der Familie verstanden, aber auch nicht wirklich hinterfragt.
Im 2. Teil geht es hauptsächlich um den Schwager der Vegetarierin, im dritten um deren Schwester.
Bis zum Schluss haben alle einen an der Waffel.
Das Hörbuch endet abrupt, fast in der Mitte eines Satzes, Intonation als käme noch was,habe die Vermutung, es fehlt noch was.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das Buch bewerten soll. Es ist absurd, grausam, gewalttätig aber auch gesellschaftskritisch, mahnend und tragisch.
Fünf Sterne, weil ich auch nichts Negatives daran finden kann, auch wenn es mich nicht mit guten Gefühlen zurück lässt.
Zu Beginn feierte ich noch die Rebellion von Yeong-hye, doch die patriarchalen Strukturen, der Druck, sich gesellschaftskonform zu verhalten und das fehlende Verständnis von allen Seiten, bis hin zur Sexualisierung des Charakters, sorgen dafür, dass sich ihre mentale Gesundheit enorm verschlechtert. Und aus Rebellion wird absurdes Verhalten und Krankheit.
Jeder Keim ihrer Individualität wird unterdrückt, bis sie sich gänzlich in sich zurück zieht. Und ausgelöst wird alles durch einen Traum.
Das Buch hinterlässt gerade durch die Teilnahmslosigkeit des Hauptcharakters im überwiegenden Teil des Buches und die rein egoistisch motivierten Emotionen der anderen Charaktere, einen bitteren Geschmack und einen bleibenden Eindruck.
Vorweg: Ich komme mit ekelhaften, gewaltvollen, verstörenden Szenen in Büchern gut zurecht und kann diese aus einer Distanz betrachten. Sonst wäre dieser Inhalt nicht wirklich auszuhalten gewesen.
Die Protagonistin Yong-Hye wird in drei Kapiteln von drei Perspektiven beschrieben. Zur Sprache kommen ihr Ehemann, der Schwager und ihre Schwester.
Ein Schlüssel für mich ist folgendes:
"Niemand versteht mich. [...] Sie sind alle gleich ... Sie versuchen gar nicht, mich zu verstehen ... Sie geben mir nur Medikamente und Spritzen ..." (S. 163) Eine der wenigen Stellen, in denen Yong-Hye sich äußert.
Es beginnt anfangs mit ihrer Weigerung tierische Produkte zu sich zu nehmen. Dies lässt sich zum Beispiel als Befreiungsversuch einer Frau im Patriarchat deuten, einer stillen Rebellion.
Eine Sprache findet sie die meiste Zeit über nicht. Sie äußert sich einfach nicht und lässt absolut verstörende Dinge über sich ergehen.
Ihr stiller Protest bleibt auch nicht beim Veganismus stehen, sondern entwickelt sich weiter.
Es steckt viel drin im Buch. Manches habe ich verstanden, aber mit Sicherheit vieles nicht. @missyliest hat mir dieses Buch von meinem SUB vorgeschlagen und war an meiner Meinung interessiert:
Es hat mich gefesselt und ich bin während des Lesens ins Nachdenken gekommen. Ich werde mir jetzt noch einige Interpretationen des Textes durchlesen. Ich bin froh, dass es unter 200 Seiten hat und nicht doppelt so lang war. Generell habe ich auch nichts gegen Bücher, die ich komplett verstehe, aber dies war etwas abseits meiner üblichen Leseerfahrung durchaus gewinnbringend.
Das Buch begann recht spannend, doch das änderte sich nach den ersten 20–30 Seiten intensiv. Nach dem Beginn des Buches hatte der Titel nichts mehr mit dem Geschehen zutun. Auch die Charaktere sind viel zu überspitzt – solche Verhalten sieht man nicht mal im Fernsehen. Ebenfalls hatte ich – aber das kann ja bei anderen Lesenden different sein – Probleme, der ganzen Story zu folgen. Sichtweisen oder Momente änderten sich blitzartig. Die Moral des Buches ist zwar grundlegend von großer Bedeutung, jedoch halte ich sie in diesem Buch für makaber dargestellt. Da gibt es Bücher, die die resultierenden Probleme von Gewalt an Frauen – die Moral des Buches – dramatischer darstellen, was der ganzen Thematik eine Tiefe gibt, die hier für mich leider nicht zu spüren war. So wie hier fand‘ ich das schlecht. Trotz dessen kann ich mir vorstellen, dass es einige gibt, die dieses Buch nicht als schwach, sondern gut wahrnehmen, da auch dieser von mir geschrieben Beitrag auf Grundlage meiner resultierten Meinung zu dem Inhalt des Buches entstanden ist.
Ich mag das die Autorin sehr kritische Themen in ihre Bücher bringt. Auch in diesem ist wieder viel zum nachdenken. Wirklich am besten über die Trigger informieren
Verstörend, intensiv und sehr besonders – nichts für zwischendurch, aber eindrucksvoll.
„Die Vegetarierin“ ist ein ungewöhnliches und teilweise verstörendes Buch, das mich auf eine ganz eigene Weise beschäftigt hat.
Die Geschichte ist nicht klassisch erzählt, sondern wirkt eher kühl, distanziert und gleichzeitig sehr intensiv. Gerade diese Art macht das Buch so besonders, aber auch anspruchsvoll.
Besonders spannend fand ich die Perspektiven und wie unterschiedlich die Hauptfigur wahrgenommen wird. Es geht um Kontrolle, gesellschaftliche Erwartungen und den eigenen Körper – Themen, die auf eine sehr eindringliche Weise dargestellt werden.
Das Buch ist definitiv nichts Leichtes, aber genau dadurch regt es stark zum Nachdenken an und bleibt im Kopf.
Dieses Buch ist einfach nur wow. Es zeigt mit so einer schonungslose Ehrlichkeit wie die Gesellschaft auf einen Menschen reagiert, der nicht der Norm entspricht. Eine Frau, die sich dazu entscheidet, Vegetarierin zu werden und geächtet wird. Ihr Entschluss bringt einen so radikalen Umbruch in ihrem Leben hervor, Ihr verständnisloser Ehemann, der sie alles andere als liebevoll umschreibt, kehrt ihr den Rücken zu, ebenso ihr Vater, der sich an ihr vergeht und der Mann sich noch nicht einmal schützen vor seiner Frau stellt. Dieses Buch wechselt die Erzählperspektive dreimal und das Schicksal, was die Vegetarierin am Ende ereilt ist. Einfach nur traurig.
Ihre große Schwester ist meiner Meinung nach in dem Buch, die zweite Hauptakteurin, weil sie auch am meisten verliert einmal ihr Ehemann, der sich an der Vegetarierin vergeht, die zunehmend Verhaltens gestörter erscheint und dadurch halt auch ihre Schwester selbst. In diesem Buch wird niemand geschont.
Ein Buch das mich sprachlos, verwirrt und mit einer gewissen Schwere im Herzen zurück lässt.
Zitat: „All die Seelen sind dort eingeklemmt, da bin ich sicher. Blut und Fleisch werden verdaut, die Nährstoffe überall im Körper verteilt. Der Rest wird ausgeschieden. Aber die Seelen klammern sich hartnäckig in meinem Magen fest.“
Kurz und knapp: Ich habe gedacht, dass ich die Message des Buches nicht verstanden habe. Nach Recherche im Internet wurde mir jedoch klar, dass ich es doch richtig interpretiert habe. Nur leider war das alles so wired und merkwürdig umgesetzt, dass ich nicht weiß, wieso dieses Buch solch hohen Preis erhalten hat?!
Aber gut, wahrscheinlich alles Geschmacksache.