13. Nov.
Bewertung:3

"Kinderpsychologin Robin Löf kehrt nach zwölf Jahren zurück an den Ort, an dem sie aufgewachsen ist: Vråkören, eine abgelegene Villenkolonie vor den Toren Helsinkis. Seit Robins Bruder Lukas unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist, hat sie ihre Mutter hier nicht mehr besucht. Robin bemerkt rasch, dass die Anwohner ihrer Mutter feindselig gegenüberstehen. Auch im Wald, der die Siedlung umgibt, scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen: Robin fühlt sich verfolgt. Als ein Unbekannter versucht, sie zu ermorden, überschreitet sie alle Grenzen, um die Wahrheit herauszufinden." Die Geschichte war für mich ein Gefühlskarussell, weil es Höhen und Tiefen gab. Fangen wir heute direkt mit dem Ende an. Das Ende war überraschend und hat mir sehr gut gefallen, weil man am Anfang der Geschichte nicht mit solch einer Thematik rechnet. Atmosphärisch konnte die Geschichte bei mir auch richtig punkten. Düster, beklemmend und drückend. Dies zog sich durch die ganze Handlung und man brauchte deswegen auch keine actionreiche Momente,denn die Geschichte lebt von der Atmosphäre,was nicht heißen soll, dass es nicht spannend gewesen ist. Bei mir sind da auch teilweise Herbstgefühle hochgekommen aufgrund der Gegend, der Wälder und dem Wetter. . Das ist wirklich ein Buch für die kälteren Tage. Was hat mich denn gestört? Teilweise haben sich die Kapitel etwas gezogen, sodass, trotz des flüssigen Schreibstil, Längen entstanden sind. Obwohl der Plot und die Atmosphäre sehr überzeugend sind, fand ich die Charaktere nicht sehr sympathisch und ich konnte mich diesen nicht anfreunden, sodass keine Bindung entstehen konnte, was ich sehr schade finde. Ehrlicherweise fand ich, dass die Charaktere einfach nicht gut ausgearbeitet waren. Da ist echt noch Luft nach oben. Insgesamt eine solide Geschichte, die einigen von euch sicher gut gefallen würde. 3,5 von 5 Ottis

Sei still, mein Kind
Sei still, mein Kindvon Johanna HolmströmUllstein Taschenbuch Verlag