"Ich bin der Graf von Monte Schizo"
Eine der wohl kaputtesten Familien auf einem Ausflug zur gemeinsamen Hütte. Ein junger Mann auf der Suche nach Erleuchtung, der versucht sich spirituell von der irdischen Welt zu entkoppeln, was jedoch hier und da auch in latentem Größenwahn gipfelt. "Die Zeit in der er existierte, bereitete sich darauf vor, ihn zu erkennen. Das gehörte unmittelbar zum Prophetendasein." seine psych labile, etwas zu überfürsorgliche Mutter, die Ihren Sohn wie eine Art Ersatz-Ehemann sieht seine demente Großmutter "Erinnert sich ein gebrochener Geist an die Zeit, da er heil war?" seine ihn verachtende Tante seine Cousine, an der er ein doch sehr! ungesundes sexuelles Interesse hegt. Ein Vater bzw. Vaterfigur ist weder vorhanden oder findet großartig Erwähnung. Und natürlich hat auch die Gewalt über die Person des verstorbenen Großvaters, sich bereits seit Jahren tief in der Familie verwurzelt. Ja, was soll da schiefgehen? Die totale Eskalation winkt stets aus der Ferne. "Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, seine Familie auszukotzen, sie nicht mehr in sich zu tragen." Ein Roman mit großer Zugkraft. (Auch wenn Galens sexuelle Phantasien manchmal, für meinen Geschmack, etwas zu ausuferndend, fast porografisch, beschrieben werden). Trotzdem flog ich regelrecht mit angehaltenem Atem durch die Seiten hin zum Grande Finale. Huiuiui.. das hat es dann nochmal richtig in sich. Für meinen Seelenfrieden braucht es jetzt erst einmal ein paar süße Katzenvideos... Denn ich fühle mich dreckig

