Schwer verständlich, nicht mehr aktuell und voraussetzungvoll.
Als jemand der mit „Colombo“ und dem „Film Noir“ großgeworden ist, habe ich gerade vom Filmtheoretiker Par excellence, wie es Siegfried Kracauer ist, einiges erwartet. Leider wurde ich enttäuscht. Der Essay ist 1925 entstanden, was viele Entwicklungen im Bereich des Krimis nicht mit einbeziehen kann, was zu einer reduzierte Betrachtung führt. Nimmt man nur Arthur Conan Doyles „Holmes“-Romane und ähnliche Werke ins Blickfeld, dann mag Kracauers Analyse zutreffen. Kracauers Schreibstil gleitet leider oft ins literarische und weniger argumentativ analytische ab, was die Lesbarkeit erschwert. Zusätzlich ist der Essay sehr voraussetzungsvoll für heutige Leser. Leider kaum empfehlenswert.
