02.05.2013
Schönes Buch für zwischendurch. Ich liebe solche Einsatzbücher immer sehr. Auch Einblicke in andere Berufe zu kriegen. Es hätten gerne mehr und auch richtig spannende fälle sein dürfen :)
Netter Einblick
In „112 Der tägliche Wahnsinn“ gewährt Ingo Behring einen humorvollen und authentischen Einblick in den Alltag eines Feuerwehrmannes. Der Klappentext verspricht ein abwechslungsreiches Lesevergnügen, und das Buch hält, was es verspricht. Behring erzählt mit viel Witz und Charme von seinen Erlebnissen, die weit über das Löschen von Bränden hinausgehen. Die Anekdoten über verstopfte Abflüsse und eine orientierungslose Entenfamilie bringen die ernsten Seiten des Feuerwehrberufs humorvoll zur Sprache und zeigen, wie viel Menschlichkeit in diesen oft unterschätzten Einsätzen steckt. Das Buch ist kurz und einfach gehalten, was es zu einer perfekten Lektüre für zwischendurch macht. Die Kapitel sind sinnvoll nach Fällen unterteilt, was den Lesefluss fördert und es leicht macht, jederzeit einzusteigen. Allerdings sind einige Beschreibungen in den Geschichten manchmal zu ausführlich und könnten etwas kompakter gefasst werden. Das führt gelegentlich dazu, dass die Hauptpunkte in der Detailfülle untergehen. Ein weiterer negativer Punkt sind die immer wiederkehrenden negativen Beschreibungen von Menschen mit mehr Gewicht. Diese Darstellungen wirken oft unreflektiert und könnten leicht als verletzend empfunden werden. Hier hätte ich mir mehr Sensibilität gewünscht. Insgesamt ist „112 Der tägliche Wahnsinn“ ein gelungener Mix aus Humor und Alltagserfahrungen, der nicht nur Feuerwehrinteressierte begeistern wird. Trotz einiger Schwächen ist es ein unterhaltsames Buch, das den Mut und die Menschlichkeit der Feuerwehrleute auf charmante Weise feiert.


