21. Dez.
Bewertung:2

Hierbei handelt es sich um eine Zwischengeschichte aus Lukianenkos Wächter-Universum. Kann man lesen, muss man aber nicht. In meinem Fall ist es tatsächlich so, dass ich auch auf die Lektüre hätte verzichten können. Denn leider schafft es Vasilev, trotz Co-Autorschaft, nicht, an die Dichte und Tiefe der Lukianenko-Werke heran. Hätte es sich um ein eigenständiges Werk gehandelt, hätte ich vielleicht noch drei Sterne vergeben, aber von einem Wächter-Buch erwarte ich nun einmal etwas Anderes und vor allem eine höhere Qualität. Wobei hier natürlich auch die Übersetzung viel verschandelt haben könnte. Leider kann ich das nicht beurteilen. Vasilev lässt gleich zu Beginn eine ganze Armada von Figuren auftreten, sodass ich schon nach ein paar Seiten nicht mehr wusste, wer nun wer und wieso war. Manche Figuren scheinen auch irgendwie unwichtig und tauchen nur als Randnotiz auf. Wenn man keine Ahnung hat, mit wem man es zu tun hat (die drei, vier wichtigsten Personen ausgenommen), macht das Lesen keinen Spass. Auch die Handlung wird einfach bloss abgespult. Es wird viel geredet, aber nichts passiert. Die Gespräche sind auch nicht weiterführend, sondern passieren meist einfach. Als dann doch etwas Geschehen in das Buch reinkommt, war mein Interesse längst irgendwo verflogen. Schade. Aber ich freue mich auf den nächsten Band von Lukianenko. Da weiss man, was man hat.

Bewahrer des Chaos
Bewahrer des Chaosvon Wladimir WassiljewPiper