"Der seltsame Tod des Mr. McNab" besticht durch seine atmosphärischen Darstellungen der Highlands im (leider) erfundenen Dorf Dunlay und den Bewohnern dieses Ortes, die man durch detaillierte Beschreibungen wirklich gut kennenlernt. Der Täter war mir lange Zeit nicht klar, von daher habe ich auch den Rätselspaß sehr genossen. Am besten fand ich den Hund - wie immer. Ein stiller Held, der trotz eines herben Verlustes den Menschen weiterhin vertraut und einem im Besonderen ganz schön aus der Patsche hilft. Richtig viel Tiefgang muss man hier nicht erwarten, und der "Showdown" war für meine Begriffe etwas zu schnell abgefrühstückt, aber alles in allem ein gelungener Schottland- Krimi.
Inhalt: Alistair McNab gilt als kauziger, alter Schafhirte. Doch ausgerechnet er wird eines Tages tot aufgefunden. Iain Wallace, der von London ins schottische Hinterland versetzt wurde, wird die Leitung des Falles übertragen. Mit dabei ist seine krimiversessene Oma Trudy. Zusammen mit ihren Freundinnen Agatha und Isobel bilden die drei alten Damen den örtlichen Krimiclub. Iain findet sich während der Ermittlungen plötzlich zwischen aufmüpfigen Naturschützern, ignoranten Lokalpolitikern und gewalttätigen Schafzüchtern wieder. Als wäre aber ein Mord nicht schon mehr als genug, kommt es zu einem weiteren Mord im sonst so ruhigen Ort. Wie hängen die beiden Taten zusammen? Kann Iain sich außerdem auf Trudy´s Gespür verlassen? Allerdings weiß Trudy noch nicht, in welcher Gefahr sie selbst bereits schwebt.
Meinung: Das Cover finde ich schon sehr passend zum Inhalt des Titels gestaltet und auch der Klappentext hörte sich für mich sehr gut an. Der Schreibstil der Autorin war von Anfang an sehr angenehm zu lesen und ich habe mich gleich in der Geschichte verloren. Die Spannung im Buch war zwar eher leicht, aber trotzdem fand ich sie an den passenden Stellen eingesetzt. Mit Iain und Trudy haben wir hier ein ziemlich ungleiches Ermittler-Duo, aber trotzdem haben sich die beiden sehr gut ergänzt. Mir waren beide auf Anhieb sehr Sympathisch. Zudem fand ich die Liste der Akteure am Anfang sehr hilfreich. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, da ich eher einen anderen Täter im Verdacht gehabt habe. Wer also nach einem schottischen Cozy-Crime ist, sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen!