21. Feb.
Bewertung:5

Dieser Roman ist wie kein anderer den ich jemals gelesen habe. Er besteht aus kurzen Schnipseln, Absätzen, Gedankengängen, Google Einträgen etc und wirkt als wäre man im Kopf der Schriftstellerin und ihren Gedanken, die von einer Idee zur nächsten springen. Ich fand es super und werde mir definitiv die vorherigen Romane besorgen.

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
30. Sept.
Bewertung:2.5

Was habe ich gerade gelesen?

Hm. Das Buch ist eine Zusammensetzung aus kurzen, abgerissenen und teils zusammenhangslosen Textfragmenten. Man wird als Leser in einem rasenden Tempo regelrecht von Szene zu Szene geschmissen, ohne irgendwo anzukommen oder gar zu verstehen, was nun eigentlich die Handlung sein soll. Die Figuren sind zudem blass und kaum greifbar; insgesamt ist alles total wirr. Dabei war der Klappentext so vielversprechend. Trotzdem liest sich das Buch gut weg und unterhält auf eine besondere Weise. Ob es nun ein verstecktes Meisterwerk ist, dessen Kunst ich nicht erkenne, oder schlicht nicht gut, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur sagen, dass es für mich leider nichts war.

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
8. Feb.
Bewertung:4

Wirre Logik

Jenny Offills Text serviert nichts auf dem Silbertablett und ist dabei erhellend erschreckend. Denn der Weg durch die wirre Gedankenwelt von Bibliothekarin Lizzie erfordert mehr, als ich zunächst dachte. Im Vorfeld habe ich eher negative Rezensionen zum Roman wahrgenommen, die vor allem das scheinbar strukturlose Fragmentarium kritisierten, welches Lizzies Entwicklung ummantelt. Auch wenn diese Schnipsel an Eindrücken, Erinnerungen, Erlebnissen und Meinungen durchaus nicht leserfreundlich gestaltet sind, habe ich doch eine Menge in ihnen gefunden. Denn deutlich wird durch die formale und sprachliche Gestaltung des Textes, warum Lizzies Charakterstruktur so anfällig für Verschwörungen ist und die eigene Haltung auch für sie selbst nicht vollkommen durchschaubar sein kann. Jenny Offills Protagonistin ist daher das beste Beispiel dafür wie sich eine Durchschnittsbürgerin zwischen Weltschmerz, Unsicherheit und Krisen verliert - und das auf beängstigend unaufgeregte Art und Weise. Tatsächlich hätte ich mir aber auch eine Art formalen Rahmen gewünscht, z.B. in Form eines Tagebuchs oder eines (gedanklichen) Logbuchs. So wäre Lizzies Kontrollverlust noch besser zur Geltung bekommen. Ich bin aber trotzdem beeindruckt von diesem vielseitigen Text und seiner (bedauerlichen) Aktualität in Hinblick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA und auf der ganzen Welt. All das kommt einem doch im Moment sehr bekannt vor.

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
1. Jan.
Bewertung:3

Gut möglich, dass dieses Buch genial ist, nur konnte ich das irgendwie nicht erkennen. Dadurch, dass die Geschichte in Fragmenten erzählt wird, hatte ich das Gefühl, nicht alles mitzubekommen. Es war schwammig und distanziert, die wichtigen Dinge passieren irgendwie nur am Rande. Ich bin mir bewusst, dass das wahrscheinlich beabsichtigt ist, trotzdem hat mir der Bezug gefehlt. Gleichzeitig trifft das Buch auch den Nerv der Zeit, weil die Welt halt einfach wirklich gerade in Windeseile den Bach runtergeht.

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
9. Dez.
Bewertung:4

if a jenny offill page has 60 sentences I highlight like 40 of them - i wish i could give the book 5 stars, because I cooooompletly love her style, but it also lacks something

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
23. Feb.
Bewertung:3

Die fragmentarische, anekdotische Komposition in kurzen, abgerissenen Paragraphen, und dass ein Plot nur skizzenhaft vorhanden ist, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ich finde, dass hier die Form großen Anteil daran hat, im Leser die Unruhe einer präapokalyptischen Welt hervorzurufen, dass einen zu gerne befällt, wenn man sich mal der Realität unserer Zeit stellt. Das Einprasseln von Hiobsbotschaften und besorgniserregenden Informationen und Nachrichten. Was nicht unbedingt angenehm ist, aber technisch bewundernswert. Fühlte sich an wie doomscrolling auf Twitter.

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
8. Jan.
Bewertung:1

Wäre "Wetter" ein Film, dann würde ich sagen: Klassischer Fall von 'style over substance'. Man bekommt hier inhaltlich wirklich kaum etwas von dem, was der Klappentext verspricht. Es verbleibt bei vielen losen Gedankenfragmenten, Andeutungen und Einschüben, zu denen man vergebens den Kontext sucht. Hier will sich einfach kein Lesefluss geschweige denn sowas wie -vergnügen einstellen. Obwohl ich das Thema sehr spannende finde, konnte ich dem Roman und seiner besonderen Stilistik nichts abgewinnen.

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
16. Jan.
Bewertung:2

Der vielversprechende Klappentext war leider mit das Beste an diesem Roman für mich, denn ich konnte mich mit dem Schreibstil und den kurzen teils zusammenhangslosen Absätzen einfach nicht anfreunden. Auch die Themen und Beziehungen, die irgendwann aufgemacht, aber im Sande verlaufen sind, haben mich gestört. Vielleicht hat auch gerade das, dieses Buch zwischenzeitlich sehr langatmig gemacht. Und das, obwohl mir die Protagonistin nicht unsympathisch und vielleicht auch gar nicht so unähnlich ist. Ich konnte ich sie aber einfach nicht fassen und sie sowie ganz viele Aspekte lassen mich mit einem Fragezeichen zurück. Dennoch zwei Sterne aufgrund haufenweise absolut unbekannten random Facts, denen Nachzugehen mir viel Spaß bereitet hat!

Wetter
Wettervon Jenny OffillPiper
13. Okt.
Bewertung:3

Gut möglich, dass dieses Buch genial ist, nur konnte ich das irgendwie nicht erkennen. Dadurch, dass die Geschichte in Fragmenten erzählt wird, hatte ich das Gefühl, nicht alles mitzubekommen. Es war schwammig und distanziert, die wichtigen Dinge passieren irgendwie nur am Rande. Ich bin mir bewusst, dass das wahrscheinlich beabsichtigt ist, trotzdem hat mir der Bezug gefehlt. Gleichzeitig trifft das Buch auch den Nerv der Zeit, weil die Welt halt einfach wirklich gerade in Windeseile den Bach runtergeht.

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Wettervon Jenny OffillPiper