8. Apr.
Bewertung:2

Das Buch begann zunächst spannend. Am Anfang fragte man sich, wie Jean in diese brenzlige Situation kam, auch die Darstellung der Hinrichtung von Anne Boleyn fande ich richtig gut. Nach den ersten 100 Seiten flaute die Spannung jedoch merklich ab. Daraufhin passierten Dinge, wie dass die Figuren von A nach B eilen, bei denen ich aber nachvollziehen konnte, wieso der Autor diese einbaute. Augenscheinlich ist er ein Freund des Palio oder fand die Täufergesellschaft in Münster so interessant, sie ins Buch zu integrieren, aber mir schließt sich daraus kein Nutzen für die Figuren. Der Mittelteil des Buches ist erstaunlich langweilig und lässt mich aufgrund seiner Fantasy-Elemente unzufrieden zurück. Aufschlussreich fand ich das Nachwort, in dem Humphreys erzählt, dass er einen Abenteuerroman schreiben wollte - keinen historischen Roman. Irgendwie hat mir die Info am Anfang gefehlt, weil so ging ich mit völlig falschen Erwartungen an das Buch. Ich möchte hier eine weitere Rezension zitieren, die es in meinen Augen treffend beschreibt: "Zu unrealistisch und zu wenig historisch korrekt für einen historischen Roman, aber zu wenig phantastisch für einen Fantasy-Roman." Viele Teile des Inhalts waren für mich nicht nachvollziehbar und nicht mal wirklich spannend. Das Ende war schon von Anfang an absehbar, der Weg dorthin wenig geistreich. Gut geschrieben war es dennoch, daher die zwei Sterne. Wer einen historischen Roman erwartet, der näher auf den Henker der Anne Boleyn eingeht, würde ich von dem Buch abraten. Wer dagegen einen Roman auf einer historischen Grundlage, vermischt mit fantastischen Elementen gerne liest, der wird mit diesem Buch seine Freude haben. Meine war es nicht.

Die Hand der Anne Boleyn
Die Hand der Anne Boleynvon C C HumphreysPiper
6. Feb.
Bewertung:5

Eine Hand geht auf Wanderschaft in Europa in den Wirren der Religionskriege!

Anne Boleyn - Balladen werden über ihre Schönheit gesungen, über ihre Augen, ihren Körper. Doch Jean Rombaud ist gekommen, um die englische Königin hinzurichten. Auf dem Schafott nimmt sie ihrem französischen Henker einen letzten Schwur ab - und schickt Rombaud auf die gefahrvollste Mission seines Lebens. In den Wirren des 16. Jahrhunderts begibt sich der tapfere Schafrichter auf eine abenteuerliche Odyssee, die ihn quer durch Europa führt und Freundschaft, Liebe, aber auch Schmerz und Verrat für ihn bereithält. Ein spannendes Buch und eine Odyssee in Zeiten von Religionskriege und Hexenverfolgung. Anne Boleyn schickt ihren Henker mit einen Auftrag quer durch Europa. Er wir von verschiedenen Parteien verfolgt, wegen dem was er mit sich führt. Dieser Gegenstand soll magisch sein und auch eine gewisse Wirkung haben. Aber auf seinem Weg findet Jean auch Freunde, die ihm helfen seiner Mission zu erfüllen. Das Buch ist einfach zu lesen und zieht den Leser mit. Ein Buch für kühle Herbsttage.

Die Hand der Anne Boleyn
Die Hand der Anne Boleynvon C C HumphreysPiper