Habe selten bei einem Buch soviel gelacht wie bei diesem 🤣
Ich fand es extrem schwierig dran zu bleiben und weiter zu lesen. Es wurde immer öfter abgeschweift und Teilweise hab ich Seiten übersprungen weil es einfach nur langweilig war. Hab es auch bei seite 176 abgebrochen. Hab noch andere Bücher und wollte mich nicht mehr durchquälen.
Belanglosigkeiten eines belanglosen Mannes
Der Autor erzählt autofiktionales aus seinem Leben. Jugend, Schulzeit, schwieriges Vater-Sohn-Verhältnis, künstlerisches Schaffen und vor allem unreflektierter Drogenkonsum. Irgendwann trifft er dann eine weibliche Kunst-Koks-Tante - also seine Seelenverwandte - heiratet und zeugt ein Kind, dass er nach einer durchsoffenen Urlaubswoche und in einer depressiven Phase fast umbringt. Irgendwann bekommt er dann Hämorrhoiden und noch einen depressiven Schub, begibt sich in Therapie und dadurch Drogen auf Rezept, die mit einem Schlag alles toll machen. Man merkt es vielleicht schon - ich kann dieses Werk und seinen Autor nicht wirklich ernst nehmen. Alles oben zusammengefasste könnte von einem guten Schriftsteller wahrscheinlich sogar einen guten Roman ergeben - aber F. Schwilden ist halt einfach keiner. Sein Schreiben ist so belanglos wie sein ganzes Leben. Das Problem: Schwilden, und seine Hauptfigur, nehmen sich unglaublich wichtig. Ja, vielleicht ist der Mann ein toller Künstler, kann sein. Ja, seine Kindheit war nicht witzig. Er schafft es halt nur nicht, dass das irgendwen interessiert. Sein ganzes Namedropping, sein Geschwafel über Mode und Kunst, seine Sex- und Drogenerlebnisse übertünchen seine Belanglosigkeit leider nicht, sondern unterstreichen sie im Gegenteil nur. In diesem Buch wirkt alles aufgesetzt, unecht, eine Ach-Wir-Sind-Ja-So-Tolle-Künstler-Blase, die fast schon traurig wäre, wäre sie nicht so albern. Das beste an der Lektüre ist noch, dass man danach wenigstens weiß, um welche fränkische Provinzstadt man einen großen Bogen machen muss um diesem Selbstdarsteller nicht über den Weg zu laufen …
Hell no!
Beschissenes Buch über ein fragiles Männerego auf Drogenexzesse. Ich habe mich wirklich durch das Buch gebissen, weil ich auf den großen Plottwist hoffte, der aus dem schlechten Scherz einen guten Witz macht. Leider habe ich meine Zeit damit verschwendet, zu erfahren, dass der Protagonist am Ende versteht, dass er sich dringend in Therapie begeben muss (nachdem er sein eigenes Kind fast im Pool ersaufen lässt). Das ist wirklich der gesamte Plottwist. KEIN SCHERZ. The AUDACITY ein Buch darüber zu schreiben, dass gewaltbereite Männer in Therapie gehören und damit dann auch noch Geld zu machen. Spart euch euer Geld bitte.
Erst anstrengend, dann mitreißend
Die erste Hälfte habe ich mich schwer getan reinzukommen, da das Buch meinen Erwartungen, die ich beim Titel hatte, nicht gerecht wurde. Der Hauptcharakter entwickelt und reflektiert sich doch im Laufe der Geschichte immer mehr, was mich auch mehr und mehr gefesselt hat. Das Ende hat mich in gewisser Weise erschlagen (positiv gemeint). Geduldig dranbleiben wurde hier belohnt.
Nein, das war ganz und gar beschissen. Ich habe mich wirklich durch das Buch gebissen in der Hoffnung, dass genau das Nötige passieren wird, um das Buch für mich zu einem guten Buch zu machen. Leider habe ich meine Zeit damit verschwendet, zu erfahren, dass der Protagonist am Ende versteht, dass er sich dringend in Therapie begeben muss. I mean, really? Dass ist ja jetzt wirklich nichts neues, dass fragile, gewaltbereite Männer in einer Therapie ganz gut aufgehoben wären. Danke für nichts dann. White man thinking white man things. Das Buch trägt absolut nichts zum Feminismus bei. Hab’s richtig doll kacke gefunden.
auf Empfehlung von Mona Ameziane hin
Brutal ehrlich und erfrischend komisch. Ein tolles Debüt.







