Überraschend unterhaltsam und stimmt einen gleichzeitig nachdenklich
Knoppke ist unglücklich mit seinem Leben. Nachdem er seine Freundin beim Fremdgehen erwischt hat, setzt er sich in seinen Transit und macht sich auf den Weg nach Schottland, um endlich Ruhe und Frieden im Leben zu finden. Womit er jedoch nicht rechnet ist seine fremde Passagierin Sam, die sich heimlich im Transit versteckt hat. Anfangs versucht er diese nervige junge Frau mit den Dreadlocks loszuwerden, da sie ihm zu aufdringlich und geschwätzig ist und unentwegt ihn und sein Leben kommentiert und kritisiert, doch je weiter die Reise voranschreitet, desto mehr merkt er, dass Sam ihm gut tut und ihn zum Nachdenken über sein Leben anregt und zwar mehr, als die schottische Natur. Dabei erleben sie viele verrückte Abenteuer. Mich hat der Titel des Buches "Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint" direkt angesprochen und ich war gespannt, was mich in diesem Buch erwartet. Knoppke war mir direkt sympathisch mit seiner trockenen, Ruhrpott ähnlichen Art und zusammen mit Sams gegensätzlicher übersprudelnder Art ergibt das ganze eine sehr unterhaltsame Mischung. Die Unterhaltungen und Gedanken der Beiden haben mich zum Nachdenken gebracht und ihre Schlagabtausche zum Schmunzeln. Das Stilmittel der alternativen Enden im Buch fand ich sehr kreativ und erfrischend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, die Geschichte hat mich schon nach kurzer Zeit in ihren Bann gezogen und mich gut unterhalten. Das Buch wirkt bei mir noch nach und ich möchte es unbedingt nochmal lesen. Wer auf der Suche nach einem trockenen Humor, unterhaltsamen Schlagabtauschen, nachdenklichen Gesprächen und Gedanken sowie einem wunderschönen Schottland als Kulisse ist, liegt mit diesem Buch genau richtig.

