7. Nov.
Bewertung:4

Anders als erwartet

… nach ein paar Anlaufschwierigkeiten wurde ich dann zum Glück doch noch warm mit der Geschichte. Ich hatte mich mehr auf die Geschichte von Mutter & Tochter und deren Roatrip eingestellt. Das ganze kam mir hier zu kurz. Die Geschichte selbst aber gefiel mir dennoch sehr gut. Ausführliche Rezei folgt

Aylas Lachen
Aylas Lachenvon Lenz KoppelstätterROWOHLT Kindler
1. Okt.
Bewertung:4

Aylas Lachen ist das erste Buch, das ich von Lenz Koppelstädter gelesen habe. Die Geschichte von Ayla und ihrer Familie hat mir gut gefallen. Anatolien, 1945: Mesut ist blond, attraktiv, sehr von sich überzeugt und ein großer Bewunderer Atatürks. Er verbringt seine Tage gern Raki trinkend mit Gleichgesinnten in Teehäusern. Mesut wird Vater von fünf Kindern. Hava, seine älteste Tochter, verliebt sich zuerst in einen Mann, mit dem Mesut nicht einverstanden ist. Mit einem anderen Mann geht sie nach Wien, von wo Mesut sie nach Hause zurückholt. Viele Jahre später lebt Hava mit Mann und zwei Kindern in Deutschland am Bodensee. Sie ist mit ihrem Mann und in Deutschland nicht glücklich, spricht kein Deutsch, ihre Tochter Ayla fungiert als Dolmetscherin. Ayla wiederum lebt gern in Deutschland, die Sommerferien verbringt die Familie beim Großvater in Anatolien. Je älter Ayla wird, desto mehr Gedanken macht sie sich über ihre Eltern und deren Leben vor ihrer Geburt. Der Roman endet mit Havas Reise nach Istanbul, wo sie nach ihrer ersten großen Liebe sucht. Die Handlung rund um Ayla, ihre Kindheit und Jugend, von der Schulzeit als „Buskind“ mit ihrem besten Freund Elio bis hin zum Jurastudium in Berlin, wo sie sich in einem rein deutschen Umfeld bewegt, hat mir sehr gut gefallen. Gerne hätte ich mehr über Mesuts und Havas Europatour gelesen, vierzehn Tage, die Vater und Tochter gemeinsam in Florenz, Pisa und Paris verbracht haben. Oft ist mir beim Lesen das Wasser im Mund zusammengelaufen, wenn Leckereien wie Baklava oder Börek aufgetischt wurden. Weniger interessant fand ich Mesuts Geschichten, die meiner Meinung nach zu viel Raum einnehmen. Der Roman hat mir gut gefallen, allerdings hätte ich gern mehr über Ayla als über Mesut gelesen. Besonders interessant ist das Buch für Leser*innen mit einer Verbindung zur Türkei wie der Autor, der mit einer Türkin verheiratet ist

Aylas Lachen
Aylas Lachenvon Lenz KoppelstätterROWOHLT Kindler
2. Sept.
Bewertung:5

Ayla lebt in Deutschland, verbringt ihre Sommer aber in der Türkei. Von dort kommt ihre Familie. Sie verbringt dann gern viel Zeit mit Großvater Mesut, der viele tolle Geschichten erzählt. Am liebsten sitzt sie mit ihm unter dem großen Feigenbaum und lauscht seinen Erzählungen. In Deutschland ist das Leben schwieriger. Sie steht zwischen den zwei Kulturen, darf nicht auffallen. Parallel dazu erfahren wir die Geschichte von Aylas Mama, Hava. Mit ihrer Jugendliebe durfte sie nicht zusammen sein, lebt jetzt in einer unglücklichen Ehe. Für sie war es nie so leicht in Deutschland anzukommen. Die Sprache macht ihr Schwierigkeiten. Da muss Tochter Ayla oft unterstützen. Als Ayla und ihr Bruder Yasin erwachsen sind, begeben sie sich zu Dritt nach vielen Jahren wieder auf den Weg in die Türkei. Auf der Suche nach vielen schönen Erinnerungen und Heilung, werden sie konfrontiert mit altem Schmerz aber auch Versöhnung. Eine wunderbare, einfühlsame Familiengeschichte, die über drei Generationen reicht. Die große Stärke in diesem Roman sind die grandios gezeichneten Protagonisten. Sie alle wirken unheimlich lebendig mit ihren inneren Schmerzen, der Zerrissenheit, Sehnsucht und Hoffnung. Vor allem Ayla, Mesut und Hava sind mir so ans Herz gewachsen, wirken so nahbar. Das Leben in der Türkei mit all den kulturellen Besonderheiten wurde so bildhaft beschrieben, dass ich die Hitze gespürt, den Baklava geschmeckt und die Menschen in den Dörfern vor mir gesehen habe. Das Leben der Familie in Deutschland mit den unglücklichen Eltern, ist so traurig. Die Kinder hatten es auch in der Schule nie leicht, gehörten nicht immer mit dazu. Ein unglaublich berührender und feinfühliger Roman, mit vielen lebendigen Bildern, kulturellen Unterschieden und dem einen großen Wunsch: Zugehörigkeit. Unbedingt lesen!!!

Aylas Lachen
Aylas Lachenvon Lenz KoppelstätterROWOHLT Kindler
18. Aug.
Bewertung:5

Eine berührende Familiengeschichte

„Aylas Lachen“ von Lenz Koppelstätter ist eine bewegende deutsch-türkische Familiengeschichte, die mich sehr berührt hat. Ayla verbrachte viele Sommer bei ihrem Großvater Mesut in Anatolien, er saß immer unter dem Feigenbaum und erzählte die abenteuerlichsten Geschichten. Doch Aylas Mutter Hava verließ Anatolien schon mit jungen Jahren um zu heiraten, doch leider nicht den Mann, den sie liebte, denn das erlaubte ihr Vater nicht. Viele Jahre später, Hava ist inzwischen geschieden, reisen Ayla, Hava und Aylas Bruder Yasin in die Berge Anatoliens, damit Hava ihre große Liebe endlich wiedersehen kann. In der Geschichte rund um Ayla und ihre Familie erfahren wir einiges über Anatolien, türkische Traditionen und Lebensbilder. Es war sehr interessant und auch die Reise der Familie habe ich gespannt verfolgt. Der Schreibstil von Lenz Koppelstätter ist flüssig und anschaulich, ich konnte mir die Schauplätze und Begebenheiten zu jederzeit bildlich gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen. „Aylas Lachen“ ist eine bewegende Familiengeschichten die mich sehr berührt und gefesselt hat.

Aylas Lachen
Aylas Lachenvon Lenz KoppelstätterROWOHLT Kindler