Mittelmäßig, mal viel zu lang, dann wieder viel zu kurze Szenen
So, also meine Meinung ist durchwachsen. Zum einen finde ich das Konzept hinter allem richtig richtig gut. Und auch die vielen Location Wechsel; von London, Amsterdam, Schiffahrt, Wüste bis in das Osmanische Reich, usw. Sonst die Idee Kaffeepflanzen zu stehlen mit dem historischen Hintergrund finde ich unfassbar spannend. Und es ist auch grandios recherchiert finde ich. Also alleine über Mathematik, Chiffrierung, einzelnen Charakteren die auch real existieren, historische Ereignisse wie Kriege oder Aufstände, bis hin zu Handelsrouten und staatlicher Bündnisse, ist alles dabei. Es ist ein echt spannendes Konzept. Doch es hapert leider total an der Unsetzung. Ich bin auch garnicht gut in die Geschichte reingekommen. Es bestand eine so große Distanz zu dem Protagonisten alleine, dass ich echt nicht reinkam. Ich musste mich förmlich zwingen das Buch weiterzulesen. Fast hätte ich es weggelegt, mich aber aufgrund der genialen Idee dahinter weiter motiviert. Es wurde auch stückweise besser. Besonders mit der Einführung der Clique. Doch trotzdem wird man mit ihnen nicht warm. Es ist wirklich sehr distanziert mit auch vielen Zeitsprüngen bis zu 4 Wochen zum Beispiel, von einem Absatz zum nächsten. Und der eigentliche Raub, das worum es die ganze Zeit geht, wird innerhalb 6 Seiten aus einer fremden Perspektive abgearbeitet. Also nur im Gröbsten abgerissen. Man hat nicht mal eine Idee von dem Plan, geschweige denn davon welche Aufgabe wer zu erfüllen hat. Die Idee ist wieder mal gut und auch an sich wäre es spannend gewesen, hätte man dies aus erster Hand erzählt. Echt total verkackt. ❌Ab hier *Spoiler* Absatz: Ich mochte es gegen Ende auch garnicht, dass man nicht wusste was aus den Charakteren schlussendlich geworden ist. Ja klar, einige Bereiche sind absichtlich offen gelassen, der eigenen Fantasie entsprechend, aber dass man als Leser nicht mal weiß ob einer der Crew gestorben ist oder nicht, finde ich fatal. „Ein Mann ging zu Boden“, ja weeer und ist er tot? Keiner weiß irgendwas. Das fand ich schade. Ende war auch irgendwie unbefriedigend. Was passierte mit den Pflanzen? Und treffen Hanah und er wieder aufeinander? Und rächen sie sich an denen, die sie verraten haben?? Was jetzt? Naja, einfach alles unnötige Todes in die Länge gezogen, und alles Spannende auf kleinste gekürzt. Das war einer der wenigen historischen Romane, die ich mal anrühre, aber leider nicht völlig mein Geschmack. Also es war nicht schlecht unbedingt, ich sag die Idee ist klasse und ich Feier auch, dass es verschiedene Perspektiven sind. Ebenso unfassbar viele Mächte, die da mitspielen, und auch total cool, dass es ein Gespräch mit dem Sonnenkönig gab, aber ich fand es schlechter als Mittel Also 2/5☆












