Selten so gelacht
Schon vorher mochte ich Cordula Stratman sehr. Nach diesem Hörbuch aber noch mehr. Eine wunderbare Geschichte und richtig klasse vorgetragen… nicht abgelesen. Gäbe es doch nur mehr solch toller Hörbücher.
Selten so gelacht
Schon vorher mochte ich Cordula Stratman sehr. Nach diesem Hörbuch aber noch mehr. Eine wunderbare Geschichte und richtig klasse vorgetragen… nicht abgelesen. Gäbe es doch nur mehr solch toller Hörbücher.
Ein Buch, das zwischendurch ganz nett ist. Sicher ist es in der Hörbuchversion um einiges lustiger, da die Formulierung durchgehend sehr umgangsprachlich ist. Wenn Cordula Startmann ihr Werk vorliest, dürften einige Lacher dabei herumkommen. Selbst und stumm gelesen kommt dabei leider nur das ein oder andere Lächeln heraus. Dennoch, die Story an sich ist gut, etwas was ich mir von Steffi von Wolff gewünscht hatte, deren letzte Werke so gar nicht an alte Erfolge anknüpfen konnten.
Das Buch: Dieter bringt seine Frau um! Erwürgt durch seine Hände. Doch so richtig glauben kann er es nicht. Seine Frau Sabine auch nicht. Das Buch begleitet beide, wie sie mit diesem Mord zurechtkommen. Dieter auf der Erde. Sabine im Himmel. Mit allen Höhen und Tiefen. Das Fazit: Das Buch hat eine angenehme Länge mit kurzen Kapiteln, die zwischen Dieter und Sabine hin und her springen. Die Autorin schreibt so wie sie spricht. Das kommt am Anfang gewöhnungsbedürftig und komisch rüber, doch im weiteren Verlauf der Story rutscht die Sprache und Thematik leicht ins Lächerliche ab. Es ist schwer hier nicht zu spoilern. Dieter hat Sabine umgebracht und haut auch erst einmal schnell ab. Entscheidet sich kurzerhand wieder um und kommt zurück. Und niemand (auch die Polizei nicht) glaubt ihm, dass er seine Frau umgebracht hatte. Er gibt es offen zu, doch nix passiert. Doch warum er sie eigentlich umgebracht hatte, wird nie so richtig thematisiert. Nur weil sie nervte? Naja. Man erlebt Dieter in den Tagen und Wochen nach dem Mord, doch so wirklich passiert ihm da nichts. Spannender sieht da die Welt von Sabine aus. Auch aus ihrer Sicht wird der Mordhergang erzählt, doch auch hier bleibt das Warum aus. Sabine kommt schließlich in den Himmel, wo zufällig gerade eine Willkommensparty für alle Verstorbenen gefeiert wird. Dort trifft sie auch gleich auf eine alte Jugendliebe, Jesus und Elvis. Und damit ist eigentlich auch alles gesagt. Sabines neues Leben wird im gleichen Zeitraffer zu Dieter betrachtet, wo es zum Ende hin doch etwas over-the-top wird. Es wird im Verlauf zwanghaft versucht, es lustig zu schreiben. Die Komik auf den ersten Seiten lässt schnell nach. Zudem fragt man sich wirklich beim Lesen, worauf das Buch eigentlich hinaus will, wo es Enden wird und vor allem wie? Das Ende kommt sehr plötzlich, eingeleitet auf der drittletzten Seite. Das hinterlässt natürlich einen bitteren Nachgeschmack beim Leser. Insgesamt ist es ein bemüht lustiges Buch, das doch durch das Himmelsthema die Frage nach dem Leben-nach-dem-Tod ein ernstes Thema anspricht. Wer sich trotzdem ein klein wenig an der Alltagskomik erheitern möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.