19. Apr.
Bewertung:1

Sehr leer!

Dieses Buch heute zu lesen ist wie angestrengtes Doomscrollen auf der Suche nach Inhalt, oder wie jemandem zuzuhören, der nichts zu sagen hat und den man dabei zunehmend unsympathisch findet. Der Text besteht aus einem inneren Monolog und Dialogen, die versuchen, bedeutend und ästhetisch zu wirken, aber keine wirkliche Relevanz enthalten. Eine Handlung ist kaum vorhanden. Im Zentrum steht ein Mann, der sich selbst und seine Innenwelt für außergewöhnlich hält und dabei vor allem nach Bestätigung sucht. Phasenweise werden viele Filme referiert. Darin liegt vermutlich die Intention des Autors: der Versuch, eine eigene ästhetische Welt zu entwerfen. Doch diese bleibt sehr selbstbezogen und ist schlecht gealtert. Das Buch porträtiert ein männliches Ego in Berlin, das sich als Subjekt versteht und dabei eine Leere in sich hat.

Phosphor
Phosphorvon Sven LagerKiepenheuer & Witsch