20. Sept.
Bewertung:3

Das Buch: Mireille ist Mitte 40 und rennt durch ihr Leben. Der Beruf ist stressig und fordert ihre ganze Zeit. Doch plötzlich sieht sie in der schnell dahintreibenden Menschenmasse eine Dame in einem blauen Kostüm. Diese bewegt sich sehr langsam vorwärts, ganz anders als der Fluss der Menschenmasse. Und Mireille ist fasziniert von dieser Langsamkeit. Und so beschließt sie, ihren Job aufzugeben und nur noch im Jetzt zu leben. Und das ganz Gemütlich. Ganz zur Verwunderung von Mireilles Tochter und bester Freundin…. Fazit: Irgendwie wird man mit Mireille nicht warm. Es schreit nach einer Midlifecrisis ihrerseits. Denn auch wenn der Job stressig ist, dass man alles so hinwirft wie sie? Das wird hier nicht erklärt. Es geht auch kaum um das Warum – eher wie Mireille es anstellt und ihre Tage nun so verbringt. Was sie dort erlebt ist in keiner Weise spannend. Doch das ist wohl der Aussage von der Autorin. Daher treibt dieses Buch nur auf der Oberflächlichkeit. Denn was passiert, wenn die Langeweile langweilt? Und das wird der Protagonisten über kurz oder lang doch passieren. Schade, dass diese Gegenseite absolut nicht beleuchtet wird. Da helfen auch die verständnislose Freundin und die Tochter wenig. Die Autorin schreibt locker und leicht dieses kurze Werk dahin. Aber eben ohne diesen gewissen Gegenpol. So bleibt es leider nur ein Buch, was man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. https://booksoftination.wordpress.com/2016/11/09/noelle-chatelet-die-farbentrilogie/

Die Dame in Blau
Die Dame in Blauvon Noelle ChateletKiepenheuer & Witsch