20. Jan.
Bewertung:2.5

"Der verliebte Dschinn" von Antonia S. Byatt ist über die Wanderbuchrunde zu mir gekommen und das erste Buch der aktuellen Runde, das ich beendet habe. Allerdings habe ich es wohl vor allem deswegen beendet, weil es kurz war, sich gut lesen und vor allem hervorragend ins Bücherbingo einbringen lies. Von alleine hätte ich nie nach dem Buch gegriffen, das Cover hätte mich sogar vermutlich eher abgeschreckt, wenn ich es überhaupt in einem Buchladen entdeckt hätte. Der Anfang hat mich allerdings positiv überrascht, da es hier unter anderem um die Geschichte, Kultur und Legenden der Türkei bzw. des osmanischen Reichs zu gehen scheint. Ich fühlte mich ein wenig wie bei 1001 Nacht und da ich die Türkei ein sehr interessantes Land mit einer spannenden Geschichte empfinde, über das ich auch schon zwei historische Romane gelesen habe, habe ich natürlich gehofft, dass das Buch so gut bleibt wieder Anfang war. Leider waren die Geschichten und Legenden, die hier erzählt werden - bis auf die erste - nicht wirklich gut in die Romanhandlung eingewoben. Der Erzählstil dieser eingewobenen Geschichten variiert je nachdem welche Figur des Romans uns als Leser eine der Geschichten näher bringen will. Und teilweise wirkt das sehr Sachbuch-artig. Auch der generelle Stil der Autorin war nicht immer einfach zu lesen. Mitunter konnte ich den sehr langen, sehr verschachtelten Sätzen nicht folgen. Mehr als 20 Seiten am Stück konnte ich nicht "ertragen." Außerdem konnte von einer Rahmenhandlung um die Märchenforscherin Gillian lange Zeit keine Rede sein, denn es gab in meinen Augen keine Handlung und es dauert bei diesem kurzen Buch sehr lange, bis der "verliebte Dschinn" tatsächlich auftaucht. Auch wenn für mich nicht jedes Buch, jeder Roman nicht zwingend einen tieferen Sinn und Zweck erfüllen muss, so habe ich mich hier doch gefragt, worum es der Autorin in diesem Buch eigentlich ging. Wenn ich ein Grundthema in dem Buch bestimmen müsste, wäre es wohl das Thema Freiheit, Frei-sein, Nicht-gefangen-sein (in welche Zwänge auch immer), was sich auch über den an die Lampe gebundenen Dschinn natürlich hervorragend darstellen lässt. Aber ob das wirklcih der Hintergedanke und Grund der Autorin für diese Geschichte war, weiß ich natürlich nicht. Das Buch war irgendwie seltsam und letztlich - trotz des guten Anfangs - doch nicht meins. Schade.

Der verliebte Dschinn
Der verliebte Dschinnvon Antonia S. ByattInsel Verlag
13. Jan.
Bewertung:1

Das Marketing für dieses Buch war eindeutig zu erdrückend für diese kurze Geschichte. Ich weiß nicht warum es einen Film gibt und wie der länger als 20 Minuten sein kann. Ich habe mich auf ein fantasievolles Buch gefreut. Und es kommen ein paar Referenzen zu 1001 Nacht und Shakespeare und die Seiten werden mehr mit Geschichten gefüllt, die nicht aus der Feder der Autorin stammen. Die Hauptfigur ist unscheinbar und langweilig. Sie trifft einen Dschinn obwohl sie fast wunschlos glücklich ist und ihre Wünsche sind wenig aufregend. Einfach nur schade.

Der verliebte Dschinn
Der verliebte Dschinnvon Antonia S. ByattInsel Verlag