Zwischen Bierfässern und Verrat Wenn auf Sünnum eine Leiche gefunden wird, dann ist die Aufregung groß. Wenn dann auch noch die Friesenbrauerin unter Verdacht gerät, dann ist sie noch größer. So kommt es dazu, dass sich das ganze Dorf auf die Suche nach der Wahrheit macht. Denn eins steht fest: In Sünnum halten alle zusammen. "Leichenblass im Fass" ist mehr Cozy-Crime als Krimi und sorgt für viele gemütliche Stunden, besonders an regnerischen Tagen. Das Buch überzeugt vor allem durch die hervorragende Atmosphäre, die durch das Setting und die Protagonisten hervorgerufen wird. Die Protagonisten sind einfach authentisch und es fühlt sich so an als ob man mit ihnen zusammen im Kroog sitzen würde, was ich geliebt habe. Besonders Joris ist mir durch seine ehrliche und direkte Art im Gedächtnis geblieben. Auch wenn es recht wenig Spannung gibt, wird es beim Lesen nicht langweilig. Dies liegt zum Großteil an dem angenehmen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man die Geschichte in einem Rutsch durchlesen kann. Leider wirken die Dialoge an manchen Stellen zu konstruiert und gewollt, was etwas schade ist, denn gerade an den Stellen hätte man mehr herausholen können. Dies ändert allerdings nichts daran, dass mir der Umgang der Protagonisten miteinander sehr gefallen hat. Gerade der Humor kam nicht zu kurz und hat die Handlung bereichert. Insgesamt ist es ein gelungenes Buch, das dafür sorgt, dass man selbst an die Küste reisen möchte. Eine Empfehlung für alle, die ein paar gemütliche Stunden in Sünnum erleben möchten.
Das Cover: Typisch friesisch, typisch Krimi. Ich finds klasse. Das Buch: Dieses Buch hat mich als reine Unterhaltungslektüre wirklich überzeugt! Schon der Anfang erinnert an einen Schildbürgerstreich. Die Ereignisse rund um den Bierwettbewerb sind äußerst komisch und voller liebenswerter Verwicklungen. Die Charaktere mögen zwar stereotype Züge tragen, aber das ist in diesem Genre zu erwarten. Die Handlung erinnerte mich ein wenig an "Asterix", mit "running gags" und altbekannten Elementen. An dieser Stelle hätte das Buch meiner Meinung nach enden können. Doch es versucht auch, ein Krimi zu sein, und ehrlich gesagt, dieser Teil ist weniger gelungen. Die Ermittlungsmethoden wirken eher fehlerhaft und einfallslos. Außerdem kommt die Kriminalhandlung erst spät im Buch in Gang. Trotzdem habe ich das Lesen genossen. Man muss einfach wissen, was man sucht. Die Atmosphäre eines Dorfes an der Nordsee wird wirklich schön beschrieben. Da wir seit Jahrzehnten dort Urlaub machen, kann ich mir vorstellen, dass sich ähnliche Situationen abspielen könnten – natürlich in maßvoller Übertreibung, wie es eben anschaulich ist. Die Auseinandersetzung mit der digitalen Welt und ihrem Einfluss fand ich recht gelungen. Allerdings bezweifle ich, dass es wirklich Orte gibt, die nicht auf digitalen Karten erfasst sind... Ein kleiner Minuspunkt ist die etwas oberflächliche Darstellung des Bierbrauens. Es wird so dargestellt, als könnte man einfach in den Keller gehen und neues Bier brauen. Das ist jedoch bei Weitem nicht so einfach! Besonders beim Bierbrauen gibt es im Gegensatz zum Whisky viele hygienische Vorschriften zu beachten. Die Hauptfigur Tüdelbüdel kann also nicht einfach mit ihrer Schürze in den Keller huschen! Trotzdem überwiegt der Unterhaltungswert und gleicht diese kleinen Mängel aus. Die Charaktere sind im Rahmen ihrer karikaturhaften Darstellung liebenswert und erkennbar. Und könnte da vielleicht eine Romanze in der Luft liegen...?
Tüddelbüddel unter Mordverdacht
Im zweiten Sünnum-Krimi um die Friesenbrauerin Gesine Felber, auch Tüddelbüddel genannt, steht diese selbst unter Mordverdacht. Tüddelbüddel wird von den Sünnumern zum Watthumpen Festival angemeldet, welches die vergangenen Jahre immer von Ulrich Neubauer gewonnen hat. Gesine und er können sich von Anfang an nicht leiden und das wird auch nicht besser, nachdem Gesine knapp gewinnt. Was im ersten Moment ein Triumph für die Sünnumer ist, wird ganz schnell zu einem Albtraum, denn nach dem Gewinn fallen immer mehr Touristen in das kleine beschauliche Örtchen ein. Als dann Ulrich Neubauer auch noch tot in einem Fass vor dem Kroog gefunden wird und ein belastendes Foto auftaucht, steht Tüddelbüddel unter Mordverdacht und verschwindet plötzlich. Auch diesmal wieder besticht das Buch mit authentischen Beschreibungen der einzelnen Personen. Die Charaktere sind natürlich alle etwas überspitzt gezeichnet und das macht auch ihre Charme aus, zusammen mit etwas Lokalkolorit, aber Wiebkes Verhalten war mir teilweise dann doch etwas zu viel. Natürlich möchte sie ihrer Mutter helfen, aber sie ist auch immer noch Polizistin. Das schien sie stellenweise aber vollkommen zu ignorieren. Alles in allem aber war es ein seichter und unterhaltsamer Krimi, der die Gefahr durch soziale Medien thematisiert und sich gut lesen lässt. Als Urlaubslektüre für zwischendurch gut geeignet.

Sünnum außer Rand und band. Und dann soll die Friesenbrauerin auch noch zur Mörderin werden?!
Inhalt: Die Friesenbrauerin Gesine Felber wird von Stammkunden ihrer Kneipe „Kroog“ zu einem norddeutschen Brauwettbewerb angemeldet. Mit ihrem Tüdelbräu gewinnt sie diesen, ganz zum Ärger des Vorjahressiegers Dünenhopfen. Kurz nachdem der Sieger bekannt wird, wird das kleine Dorf Sünnum von Bier-Touristen überrannt und die Bewohner trauen sich kaum noch in den Kroog. Als dann auch noch ausgerechnet der Brauer Neunaber nach einer Auseinandersetzung mit Gesine ertränkt in einem Bierfass gefunden wird, stehen alle Hinweise gegen Gesine. Ihre Tochter und Polizisten Wiebke ermittelt auf Hochtouren um die Unschuld ihrer Mutter zu beweisen, doch diese ist seid dem Mord spurlos verschwunden. Als Wiebke dann auch noch wegen Befangenheit von dem Fall abgezogen wird, entscheid sie sich auf eigene Faust zu ermitteln. Meinung: Ich persönlich liebe ja Krimis von der Nordseeküste. Deswegen habe ich mich auch ganz besonders auf diesen Krimi gefreut. Das Cover ist eher schlicht gehalten, man merkt schon das es sich um einen Küstenkrimi handelt. Dies ist allerdings der 2.Teil rund um die Friesenbrauerin, man muss den ersten Teil aber nicht gelesen haben, um gut in die Geschichte zu kommen. Die Protagonisten sind „typische Friesen“ und gepaart mit einer Spur Sturheit und trockenem Humor, was mir sehr gut gefallen hat. Einen einigen Punktabzug gibt es allerdings: mir wurden manche Dinge einfach zu oft wiederholt. Sonst fand ich den Krimi sehr gut mit einer guten Portion Spannung!
Ein Fässchen Tüdelbräu mit Leiche
In Sünnum verschwören sich die Einheimischen und überraschen „ihre“ Friesenwirtin mit der Nachricht, dass sie am lokale Bierbrauwettbewerb teilnimmt. Mit der wirklich letzten Stimme gewinnt sie den Wettbewerb und ist nun stolze Besitzerin des Watthumpens, aber mit diesem Sieg kommt auch das Unheil über Sünnum, massenhaft bierseligen Gestalten verschlägt es in das ostfriesische Dorf und als dann noch einer ihrer stärksten Konkurrenten in einem Fass voll mit Tüdelbräu aufgefunden wird, gerät Gesine in den Fokus der Ermittlungen. Mal wieder ein spannender, gut zu lesender und unterhaltsamer Krimi, der einen direkt in den Koog nach Ostfriesland versetzt. Auch wenn dieses mein erstes Buch mit der Friesenbrauerin ist, ich fühle mich direkt zuhause, so vertraut erscheinen mir die verschiedenen Charakteren und ihre Eigenheiten. Der Spannungsbogen wird langsam, Seite für Seite aufgebaut, es werden nicht zu viele Details verraten, aber am Ende gibt es einen logischen Täter, wenn man auch den Ausgang so nicht erwartet hätte. Insgesamt ein durchaus gut zu lesender Krimi mit dem man durchaus mal einen Regentag zuhause auf dem Sofa verbringen kann!




