Ich lese gerne Krimis von Orten, an denen andere Menschen Urlaub macht und wenn ich bereits schon mal in der Nähe war, so freut mich dieses umso mehr. Dieser Krimi hat mich vom Klappentext her schnell angesprochen. Er liest sich sehr angenehm und flüssig. Durch teilweise sehr genaue Beschreibungen, hatte meine eigene Phantasiewelt hier und da recht wenig Platz, dennoch fühlte ich mich in der Geschichte sehr wohl. Die Charaktere sind wie im echten Leben, manche mag man auf Anhieb, bei anderen dauert es eine gewisse Zeit und einige scheinen zu stören. Die Handlung der Geschichte an sich ist gut strukturiert und lässt sich leicht nachverfolgen. Es handelt sich mehr um einen leichten Urlaubskrimi, den man gemütlich wegliest. Wichtig zu erwähnen ist, dass dieser Krimi geradezu überfüllt ist mit ansprechenden und landestypischen Rezepten, deren Zubereitung oft und gerne ein oder zwei Seiten in Anspruch nehmen können. Mir persönlich hat das ganz gut gefallen, da es einfach das leichte, genussvolle Urlaubsflair in mir hervorrief, doch es ist eben nicht jedermanns Ding. Der Fall selber, der in meinen Augen mehr in die Erzählung des Lebens in der Toskana eingebettet ist, ist interessant, jedoch nicht übermässig nervenaufreibend oder so, dass man als Leser die Nacht zum Tage machen möchte. Es geht geruhsam zu und so entwickelt sich eben auch die Handlung und die einzelnen Charaktere. Auch wenn es nicht unbedingt ein Buch ist, welches man unmöglich aus der Hand legen kann, so bescherte mir dieser Krimi einige kurzweilige Lesestunden, in denen ich gedanklich eine Auszeit in der Toskana nahm.
11. Feb.11. Feb. 2026
Toskanisches Vermächtnis - Kriminalroman (Nico Doyle ermittelt 1)von Camilla TrinchieriInsel Verlag


