Spannend und berührend zugleich. Die Zeitsprünge sind überhaupt nicht nervig, sondern lassen den Leser darauf hinfiebern, was wohl passiert sein könnte. Unbedingte leseempfehlung.
Spannend und berührend zugleich. Die Zeitsprünge sind überhaupt nicht nervig, sondern lassen den Leser darauf hinfiebern, was wohl passiert sein könnte. Unbedingte leseempfehlung.
Jahreshighlight. Zum zweiten Mal gelesen in diesem Jahr.
Es begann ganz anders als ich erwartet hatte: William ist ein neunzehnjähriger junge Mann und arbeitet als Einbalsamierer und ist auf seiner Abschlussfeier, als er zu einem Unglücksort eilt die Hilfe brauchen. Dort gab es einen fürchterlichen Erdrutsch und eine Schule wurde begraben. Es folgen unendliche Stunden, in denen er seiner Arbeit nachgeht. Doch sie hat Auswirkungen… Danach macht die Geschichte einen schlenker in Williams Kindheit und Jugend, als er in Cambridge in eine Chorschule geht. Ganz ehrlich, dieses Buch war von Anfang an ein absoluter Traum. Kennst du das, wenn du ein Buch anfängst und fast sofort merkst: hier ist jemand, der sein Handwerk versteht, der genau weiß was er tut?! Du merkst sehr schnell: das ist für mich geschrieben. So ging es mir hier. Die Autorin, deren Debüt das hier ist (!), hat es literarisch voll drauf. Sowohl der Schreibstil, den ich wunderbar fand und zeigt, dass hier jemand schreibt, der mit Worten umzugehen weiß, als auch was und wie sie die Geschichte erzählt. So einfühlsam, so unglaublich authentisch und ECHT! Ich las hier eine Geschichte eines Jungen, der zum Mann wird und der viel mit Schuldgefühlen und auch Trauma zu kämpfen hat. Einer Mutter, die so sehr an ihm hängt und dabei mehr zerstört, in ihrer Eifersucht, ihrer Trauer und ihrer zu großen Liebe. Die Geschichte bedient sich dabei jedoch keinerlei Klischees, Kitsch oder Drama. Sie fühlt sich Echt an und das ist, wie ich finde, eine Kunst das so hinzubekommen. William wird älter, heiratet - doch der Schmerz lässt ihn nicht los. Schmerz ist etwas sehr persönliches. Der Schmerz, der so tief in einem sitzt, man ihn immer und immer und immer wieder tief zu begraben versucht, nur damit er doch ebenso immer und immer wieder hoch kommt, einen von innen zu zerreißen droht, bis man es schafft, ihn wieder zu begraben. Ein endloser Kampf. Erinnerungen, die sich mit der Zeit verändern, weil man sie in eine Kiste steckt und all das vergessen will. Doch gelegentlich passiert es, dass man mit einem zusammengekniffenen Auge einen kurzen Blick hinein wirft. Man immer wieder, aufgrund des Schmerzes und den Erinnerungen, Fehler macht und der Meinung ist es besser zu wissen. Entscheidungen trifft, die einem gar nicht zustehen. All dies ist Schmerz. William trägt diesen Schmerz in sich und das kommt so gut rüber in diesem Buch. Ein Buch, das mich vor allem zum Ende hin immer wieder innehalten ließ und mir auch die ein oder anderen Träne kam. Ein Buch, das ich fühlte, wie selten. Ein Buch, das für mich persönlich in seiner Gesamtheit eine hell strahlende Schönheit besitzt.
Großartiges Buch! Highlight. Rezi folgt
Man muss beim Lesen Musik hören
Ein wirklich schönes Buch. Ich mußte unbedingt hören, von welchen Liedern gesprochen wurde. Außerdem lernt man, was so ein Bestatter zu tun hat 😆👍