Meise ist jung, Alleinstehende und hat Geld, dass er unbedingt ausgebend möchte. Nachdem er eigentlich die ganze Welt schon gesehen hat, macht er nun Urlaub in Deutschland - an der Mosel. Dort erwartet ihn ein Potpourri an Klischees und Dorfleben. Der Hauptcharakter stellt sich ständig über die Dorf-Klischees und macht sich über die Leute lustig. Natürlich finde ich die Klischees auch witzig, aber es wurde einfach zu viel. Vielleicht war das auch gewollt, dann gefällt es mir jedenfalls nicht. Die Moselregion kommt als Urlaubsziel nicht unbedingt gut weg, was einerseits auch verständlich ist allerdings finde ich das konstante schießen dagegen auch ein bisschen zu stumpf und simpel. Die Handlung war vorhersehbar und wenig überraschend. Das Buch hat mich nicht ergriffen, ich habs nur zu Ende gelesen um mir sicher zu sein, dass es genauso endet, wie es angefangen hat. Geschrieben ist es aus der Perspektive des Hauptcharakters (ich-Erzähler) und trotzdem wird manchmal die Schriftart gewechselt und es kommt sowas wie ein innerer Monolog. Das ergibt für mich an dieser Stelle einfach keinen Sinn, weil wir sowieso schon die ganze Zeit an der Gedankenwelt des Erzählers teilhaben. Vor 5 Jahren hätte ich das Buch bestimmt noch besser bewertet.
8. Apr.8. Apr. 2023
Was kostet die Weltvon Thorsten NagelschmidtHeyne
