DNF - Geschichte war nach 200 Seiten null und langweilig. Deswegen habe ich es jetzt abgebrochen.
'"Verrückt", hauchte sie in die kühle, unbewegte Luft. Es war niemand da, der es hätte hören können. "Verrückt..." Das Wort schmeckte fremd. "Verrückt, verrückt, verrückt." Wenn man es schnell hintereinander sagte, verlor es jeden Sinn. Dann blieben nur die beiden Silben, in der Mitte durch den Gleichlaut aneinandergehakt. "Verrückt..."' "Der siebte Schwan" von Lilach Mer. Der Titel und der Name der Autorin klingen so märchenhaft, wie das Cover aussieht. Genau das hat mich zu dieser Geschichte hingezogen. Auch die Versprechung, dass es für Fans von "Die unendliche Geschichte" geschrieben wurde, hatte es mir angetan, denn "Die unendliche Geschichte" war das erste Buch das ich als Kind gelesen habe, und es ist seit dem auch mein Lieblingsbuch. Vielleicht waren meine Erwartungen daher auch etwas zu hoch, aber mich konnte "Der siebte Schwan" nicht richtig überzeugen. Ist man in den ersten hundert Seiten noch richtig gefesselt, von Mina und ihrer "Flucht" vom Gutshof der Eltern, nachdem ein Doktor sie für verrückt erklären wollte, verlor ich in der Geschichte dann ziemlich schnell den Faden. Ich verlor das Verständnis für Dinge die Mina im Wald tut, und auch zu den Tatern oder dem Kater habe ich irgendwie nicht richtig Zugang gefunden. Das fand ich sehr schade, denn in Lilach Mers poetischem Schreibstil hätte man sich ziemlich gut verlieren können. Wobei ich sagen muss, dass es mir auf den über 500 Seiten auch manchmal einfach zu viel war und sich die eigentliche Handlung in den bildhaft detailreichen Beschreibungen und in den langen Sätzen verlor. Ich finde es wirklich schade, dass ich keinen richtigen Zugang zu dem Buch gefunden habe. Aber wer sich auf die Reise durch ein märchenhaftes Schleswig-Holstein (die Autorin hat nordische Mythen und Sagen in die Geschichte eingeflochten), mit der jungen Mina einlässt, wird zwar kein actionreiches Fantasyabenteuer erleben, dennoch ist "Der siebte Schwan" ein gutes Buch für ein paar ruhige Winternächte. Die Bewertung fällt mir jetzt fast so schwer, wie die Rezension zu schreiben. Denn die Ideen, die Rahmenhandlung und auch der Schreibstil der Autorin sind eigentlich richtig gut, dennoch fand ich keinen Zugang zu dem ganzen und fand es teilweise leider zu überzogen. Deswegen nur knapp 3 Sterne. Lasst euch trotzdem nicht davon abhalten, das Buch einmal selbst zu lesen. Bereuen werdet ihr es auf keinen Fall.
Der Anfang ist so verwirrend, dass ich direkt die Lust am lesen verloren hab.


