Buch 1 ist gut geschrieben und führt den Leser gut in das Regiment der Thaniter, genannt die Geister, ein. Ibram Gaunt ist kein typischer Polit-Kommissar, aber ist auch kein Lebemann wie Ciaphas Cain.
Das Buch führt über einige Schlachtfelder hinweg und geht einer großen Verschwörung in den Reihen des Astra Militarum nach, ohne aber eine Agenten-Glosse zu werden, der Armee-Kampf steht immer im Vordergrund.
Mir hat es gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Band.
Gaunt und seine Geisterkrieger haben sich in Null-Komma-Nichts zu einem meiner Lieblingsbücher aus dem Warhammer-Universum hochgearbeitet. Dafür mussten sich die Jungs nicht einmal gross Mühe geben, denn dieser Titel vereint typische Warhammer 40K-Elemente mit neuen Eindrücken und einer gekonnt aufgebauten Handlung.
Dan Abnett ist nicht umsonst einer der ganz grossen Schreiberlinge der Warhammer-Welt. Mit Gaunt hat er einen Helden geschaffen, wie ihn das Militär mag: pflichtbewusst, treu, aufrichtig. Er ist seinen Geistern treu ergeben und tut alles, um seine Gruppe möglichst sicher durch eine todbringende Welt zu führen.
Dabei erfahren wir immer mehr über seine Vergangenheit und auch sonst warten noch ein paar interessante zwischenmenschliche Twists auf uns. Genau diese machen die Warhammer-Bücher zu etwas Speziellem: es geht um Krieg, Tod und möglichst viel Blut. Aber mittendrin zeichnen die Autoren, allen voran auch Dan Abnett, starke und unvergessliche Charaktere, von denen man eben nicht will, dass ihnen ein Arm abgesäbelt wird oder dass sie als Matsch an der Wand enden.
Die Handlung wird Stück für Stück aufgebaut, wobei sich Kampfszenen mit Episoden der Charakterentwicklung und den Beziehungen untereinander abwechseln. Dies tut dem Titel enorm gut; persönlich mag ich die Bücher mit einem solchen Aufbau am liebsten. Das ist fast schon wie bei Nimm2 - man bekommt beides und muss auf nichts verzichten.
Die Mischung aus durchdachter Handlung, blutiger Action und detailliert gezeichneten Charakteren macht dieses Buch zu einem meiner Lieblinge und ich werde in meinen Gedanken wohl noch oft zu Gaunt zu Besuch gehen.