Mr. Peregrines Geheimnis hat mein Interesse vor allem durch sein interessantes Cover geweckt. Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich locker-flockig-leicht, denn A.J. Hartley lässt den Leser sogleich in das Geschehen eintauchen. Handlungsorte sind Atlanta und die Spiegelwelt Silbrica, von der ich mir allerdings mehr erhofft hatte. Sie wird eigentlich mehr zum Nebenschauplatz degradiert. Protagonist Darwen Arkwright ist 11 Jahre alt und gerade aus England zu seiner Tante Honoria nach Atlanta in die USA gezogen, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Er hat starke Schwierigkeiten, in seiner neuen Schule Hillside anerkannt zu werden. Doch bald schon freundet er sich mit den beiden Außenseitern Rich und Alexandra an und die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel. Auch die Nebencharaktere finden sich gut in die Handlung ein: Mr. Oktavius Peregrine, der Besitzer eines Ladens, in dem man Spiegel in allen Größen und Formen erwerben kann und auch Tante Honoria, die anfangs unsympathisch wirkt, sich aber am Ende hin als eine doch recht liebenswürdige Person herausstellt. Ferner finden sich auch noch ein paar fantastische Wesen ein, wie z.B. der Flitterfalk, Knatscher und Schrubbler und Talfeen. Begeistern konnte mich der immer mehr wachsende Zusammenhalt von Darwen, Rich und Alexandra, aus denen sehr gute Freunde werden und die sich später merklich gegen das Mobbing von Mitschüler Nathan Cloten wehren. Auch ihr Engagement für die Welt Silbrica konnte A.J. Hartley anschaulich gestalten. Enttäuscht war ich hingegen, dass Silbrica nicht die große Rolle spielte, wie ich eigentlich dachte. Zwar wird ein wenig von dieser Welt berichtet, doch zeichnet sich dies eher in den Aktionen und Taten der Knatscher und Schrubbler aus, weniger durch andere Einwohner oder die Umgebung. Hier hätte A.J. Hartley ruhig noch etwas mehr von dieser Parallelwelt berichten können. Alles in Allem ist Mr. Peregrines Geheimnis ein unterhaltsames Jugendbuch, das vor allem die empfohlene Zielgruppe ab 12 Jahren ansprechen dürfte. Mich konnte der Roman gut unterhalten, und ich bin gespannt, ob die zwei weiteren, bereits auf englisch erschienenen Bände auch im Deutschen erscheinen werden.
Nette Geschichte um Jugendliche, Spiegelwelten, den kauzigen Mr. Peregrine und seine Geheimnisse.
Komm, wir heben einen Schatz! Diesen eingestaubten Schatz hatte ich offensichtlich seit 2013 originalverpackt in meinem Bücherregal stehen. Und weil sich ganzen Haus mehr oder weniger (aber eher mehr) hohe SUBs tummeln, wollte ich mal schnell was aus meinen uralten Beständen weglesen und all die Neuzugänge rechtfertigen zu können. Konnte ja keiner ahnen, dass darunter solche Highlights sind! Meine Güte. Von Kapitel eins an hat mich das Buch in die Geschichte gezogen. Phantasievoll, spannend, mystisch und gefährlich. Ich hab mir schon während des Lesens den zweiten Band besorgt, um demnächst wieder mit Darwen, Alex und Rich durch die Spiegel nach Silbrica zu reisen.



