Die Menschheit. Ein Konzept, das in Krisenzeiten regelmäßig enttäuscht. 🩸
Mit Das Blut setzt Guillermo del Toro gemeinsam mit Chuck Hogan die Geschichte nahtlos fort und dreht die Apokalypse noch ein paar Stufen weiter auf. Die Welt liegt mittlerweile in Trümmern, Hoffnung ist Mangelware und die wenigen Überlebenden kämpfen nicht nur gegen eine immer größer werdende Vampirplage, sondern oft auch gegen ihre eigenen Artgenossen. Wobei wenn man sich so umschaut, überrascht es einen einfach nicht. Was mir besonders gefällt: Die Vampire sind hier keine romantisierten Schönlinge mit Glitzertendenzen. Sie sind ekelhaft. Richtig ekelhaft. Mit Würmern. Vielen Würmern. So vielen Würmern, dass man gelegentlich beim Essen überlegen sollte, ob Lesen gerade die beste Idee ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte erschreckend glaubwürdig, wie Menschen reagieren, wenn Ordnung, Moral und Sicherheit zusammenbrechen. Manche wachsen über sich hinaus, andere verwandeln sich in genau die Monster, vor denen sie eigentlich Angst haben. Überraschend spannend fand ich auch, dass selbst Vampire Gefühle entwickeln können. Nicht die klassische Kerzenschein-und-Rosen-Variante, sondern etwas deutlich Düstereres und Verstörenderes, das perfekt in diese Welt passt. Das Kopfkino läuft dabei dauerhaft auf Hollywood-Niveau. Jede Szene wirkt filmisch, jede Begegnung hat Wucht und die Atmosphäre wird mit jeder Seite bedrückender. Ich habe das Buch praktisch wie einen Blockbuster im Kopf abgespielt. Es lohnt sich also diese Bände zu inhalieren 😉 Fazit: Düster, brutal, widerlich und unfassbar spannend. Genau so muss eine Apokalypse aussehen. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss dringend herausfinden, ob im Finale Nacht überhaupt noch jemand übrig ist, den man retten kann. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ #GuillermoDelToro #ChuckHogan #DasBlut #DieSaatTrilogie #Horror #Vampire #Leseliebe #Rezension #Bücherliebe #Apokalypse #Horrorbücher #Lesetipp











