Die Grundprämisse des Romans ist toll. Leider sind die Charaktere total flach und austauschbar. Zudem ist das Buch schlecht gealtert. Patriachale Rollenbilder, veraltete technische Vorstellungen und teils merkwürdig anmutende Dialoge. Lieber zu moderner Science-Fiction greifen!
In der fernen Zukunft hat die Menschheit die von einem Atomkrieg verwüstete Erde verlassen und ferne Welten besiedelt. Das zweite Imperium kann mit Hilfe eines interstellaren Antriebes große Teile des Universums besuchen. Bisher haben sie dabei jedoch keine intelligente Lebensform gefunden. Dies ändert sich, als eine Sonde ohne interstellaren Antrieb in das von Menschen bewohnte Gebiet eindringt. Der erste Kontakt verläuft tragisch, der Pilot der Sonde wird getötet. Die Menschen beauftragen eine Expedition in das Planetensystem Splitter Alpha, um Kontakt aufzunehmen. Dort finden Sie eine intelligente Lebensform, die weitaus älter als die Menschheit ist und deren technische Entwicklung in vielen Zügen der menschlichen weit überlegen ist. Diese Zivilisation, die Splits, scheint an einem friedlichen Kontakt sehr interessiert. Erst nach und nach erkennen die Menschen den bedrohlischen Grund für diesen Wunsch. Ein durchaus durchdachtes Konzept. In meiner Ausgabe gab es einen langen Kommentar der Autoren über die Entstehung des Buches. Hier wird deutlich, dass sich Niven und Pournelle sehr intensiv mit den wissenschaftlichen Vorausetzungen auseinander gesetzt haben. Dies hat dem Buch gut getan. Die Geschichte ist mit über 800 Seiten jedoch um einiges zu lang geraten, viele Nebenstränge sind unnötig, die Hauptfiguren bleiben farblos. Trotzdem liest sich das Buch leicht, die Handlung ist interessant genug, um auch die unnötigen Seiten zu überstehen.
Jugendbuch mit 16 gelesen. Muss ich unbedingt nochmal wiederholen.


