15. Juni
Bewertung:2.5

Holprig zu Lesen

Das Thema fand ich spannend. Auch war es für mich neu herauszufinden, dass hinter den Trümmerfrauen doch eher ein Mythos der Selbstlosigkeit steckt und dies wenig mit der Realität zu tun hatte. Ich bin leider gar nicht mit dem Schreibstil zurechtgekommen, ich empfand es als sehr wiederholend und unstrukturiert.

Die kurze Stunde der Frauen
Die kurze Stunde der Frauenvon Miriam GebhardtVerlag Herder
30. Juni
Bewertung:3

Inhaltliche Fehler

Das Cover und die Gestaltung des Buches gefallen mir gut und sind für ein Sachbuch angemessen. Das Thema des Buches, Feminismus und Emanzipation, sind interessant beleuchtet. Ich habe viele neue Fakten erzählt bekommen die sehr interessant waren. Leider ist in dem Buch ein grober Fehler der scheinbar auch nicht im Lektorat aufgefallen ist. Es handelt sich um eine Tatsache die man leicht nachprüfen kann wenn man richtig recherchiert. Was scheinbar nicht passiert ist. So ein Fehler darf einer Autorin nicht passieren und im Lektorat nicht durchrutschen. Wir sprechen hier immerhin von einem Sachbuch und nicht von einem fiktiven Roman. Grundsätzlich fand ich alle was uns erzählt wurde sehr interessant aber leider kommen immer wieder Wiederholungen von Fakten vor. Außerdem hatte ich oft das Gefühl das mir jemand mit erhobenem Zeigefinger Dinge erläutert. Als hätte ich bereits eine Meinung die aber auf falschen oder lückenhaften Fakten beruht. Alles in allem mochte ich das Buch aber und das Thema war interessant.

Die kurze Stunde der Frauen
Die kurze Stunde der Frauenvon Miriam GebhardtVerlag Herder
30. Mai
Eine Kriegsgeschichte, die tief unter die Haut geht.
Bewertung:4

Eine Kriegsgeschichte, die tief unter die Haut geht.

Deutschland 1945, der Krieg ist beendet und alles liegt in Trümmern. Da die Männer an der Front gekämpft haben, waren es die Frauen, die versuchten die Trümmer zu beseitigen und das Land wieder neu aufzubauen. Hinzu kommt, dass sie sich auch noch um ihre Familie kümmern mussten, denn oft hatten sie Kinder und mussten in dieser Zeit alleine zurecht kommen. Täglich war die Hoffnung da, dass die Männer wieder zurückkehrten. Die Zeit, in der die Frauen all das alleine versucht haben, sorgt auch heute noch für große Bewunderung. Nachdem das Gesetz 1949 eine Gleichstellung von Mann und Frau bestimmt hat, sollte sich einiges ändern, doch leider verfielen die BRD und die DDR wieder in ihre alten Muster zurück. Die Glanzstunden der Frauen waren nun vorbei, sie wurden wieder unterdrückt und es stand alles auf Anfang. Salopp gesagt, durften die Frauen wieder zurück an den Herd und die Männer waren für den Aufbau und den Verdienst zuständig. Die Kluft zwischen den Geschlechtern wurde wieder größer, es handelte sich also mehr um eine (ich zitiere) „Emanzipation auf Leihbasis“. Bis heute spielt das Thema Gleichberechtigung eine sehr große Rolle. Dieses Buch gibt hauptsächlich einen Einblick in das Leben der Frauen die damals lebten und so viel erlebt haben. Sie hatten es verdammt schwer und mussten für vieles hart kämpfen, doch wirklich mitentscheiden konnten sie dennoch nicht. Die Einblicke in diese Zeit als Frau sind durchaus interessant, keine Frage. Während mich das Cover und der Titel nachdenklich gestimmt haben, war meine Neugierde nach dem Lesen des Klappentextes umso größer. Mit großen Erwartungen an das Buch, habe ich angefangen zu lesen und war anfangs auch total angetan. Leider liess das im Laufe der Zeit etwas nach, weil ich mich an den häufigen Wiederholungen doch etwas gestört habe. Trotz allem ist es ein gutes Buch mit einem großen Stück Geschichte, das einem vieles näher bringt.

Die kurze Stunde der Frauen
Die kurze Stunde der Frauenvon Miriam GebhardtVerlag Herder
30. Mai
Keine leichte Kost
Bewertung:3

Keine leichte Kost

Die kurze Stunde der Frauen-Zwischen Aufbruch und Ernüchterung in der Nachkriegszeit von Miriam Gebhard ist ein Buch, das man erstmal verarbeiten muss. Das Cover bezeichnet durch seine Einfachheit und weckt gleichzeitig das Interesse des Lesers. Wie war das damals nochmal mit den „Trümmerfrauen“ und dem Leben als Frau in dieser schweren Zeit der deutschen Geschichte? Miriam Gebhard erzählt fundiert und mit sehr genauen Quellenangaben über die verschiedenen Lebenswege und Schicksale und sie lässt auch die Frauen selbst zu Wort kommen. Das Buch ist sehr informativ, aber auch etwas langatmig und zum Teil ein wenig verwirrend. Alles in allem passt es (leider) ein wenig zum Titel-Zwischen Aufbruch und Ernüchterung. Denn das Thema an sich hat wahnsinniges Potential und besonders mit dem Wink auf die Gleichberechtigung der Frauen ist es aktueller als je zuvor, gleichzeitig ist die Umsetzung hier ziemlich ermüdend und zum Teil schwer nachzuvollziehen. Mir persönlich gab es zu viele Wiederholungen und bei all der Schwierigkeiten dieser Zeit fehlt auch ein bisschen der positive Blick. Besonders hervorzuheben ist hier allerdings das Bildmaterial, welches einen tollen Einblick in die damalige Zeit gibt und die einzelnen Geschichten gelungen darstellt. Mein Fazit: Damals war definitiv nicht alles besser, aber auch nicht unbedingt so schlecht, wie es hier dargestellt wird.

Die kurze Stunde der Frauen
Die kurze Stunde der Frauenvon Miriam GebhardtVerlag Herder