21. Dez.
Bewertung:4

Dorothee Sölle war mir schon länger ein Begriff, jedoch ohne dass ich je etwas von ihr gelesen hätte. Durch meine Mutter kam ich nun dazu, diese Lese- und Wissenslücke aufzufüllen. Sölle denkt Gott weg vom männlich-patriarchalen Gott der meisten Theologen und setzt sich ein für einen Gott, der auch mal schwach sein kann/darf, und genau deswegen seinen Menschen helfen kann. Sie führt einige interessante Beispiele an und erzählt auch von Erlebnissen aus ihrem eigenen Leben. Da die Autorin selbst sehr gebildet ist, schreibt sie auch entsprechend. Obwohl nur ein kurzes Buch mit gesammelten kurzen Texten, lässt sich das Werk doch nicht einfach so weglesen. Ungeübte Leser könnten hier Schwierigkeiten bekommen (meine Mutter musste pro Seite mehrere Worte nachschlagen und ihre Bedeutung notieren). Für alle, die sich einen Einblick in die feministische Theologie wünschen, bietet das Buch einen guten Start mit vielen neuen Eindrücken und Gedanken Sölles. Auch als Einführung in die Arbeit der Autorin eignet sich dieses Werk hervorragend.

Es muss doch mehr als alles geben
Es muss doch mehr als alles gebenvon Dorothee SölleVerlag Herder