Das Buch war leider nicht mein Fall. Ich habe mehrmals überlegt, es abzubrechen, aber mich hat dann doch interessiert, wie es am Ende aufgelöst wird. Der Schreibstil ist sehr kühl, wüsste ich es nicht besser, würde ich annehmen, dass das Buch 20 Jahre älter ist. Insgesamt leider enttäuschend, das Verhalten der Protagonistin ist nicht nachvollziehbar und damit wirkt alles sehr unwirklich.
3.5 ⭐️; das Ende und die Charaktere der Buches fand ich gut. Die Geschichte insgesamt war ok.
Ganz nah an der Oder, kurz vor der polnischen Grenze, steht ein extravaganter Bau. Ein weisses Haus, das dort mit seiner modernität eigentlich gar nicht hin passt. Glasklare Linien, Beton, weiße Fassade, Stahl und Chrom zeichnen dieses Haus aus. Genau solche Häuser sucht Elisabeth. Denn sie schreibt ein Buch über außergewöhnliche Architektur. Ihr Lebensgefährte Anton ist ebenfalls immer auf der Suche nach solchen Kunstwerken. Er ist es auch, der Elisabeth von diesem weissen Haus erzählt. Zusammen fahren sie von Berlin an die Oder, um den Hausbesitzer darum zu bitten, dass Elisabeth sein Haus in ihrem Buch veröffentlichen kann. Der Eigentümer Hanif Amid, ist ein auffälliger, eleganter und selbstverliebter Schönheitschirurg. Er betreibt eine stadtbekannte Schönheits-Klinik in der Mitte Berlins. Seltsam wird es erst, als Amid Elisabeth Nachrichten schickt und die mittelalte Frau dazu bringt, sich mit ihm zu verabreden. Zuerst ist Elisabeth zurückhaltend, ja fast böse. Doch dann lässt sie sich auf eine Verabredung ein. Daraus entsteht eine fast hörige Liebe. Elisabeth schmeißt ihr eigenes Leben über den Haufen und opfert sogar ihre Tochter und den Lebensgefährten für diese aufregende Liebe. Doch ist sie genug für den extravagant Amid? Ist sie ihm nicht zu alt, zu faltig? Rasant und unterhaltend Der Roman liest sich sehr schnell. Die Story ist recht rasant geschrieben und die Protagonistin Elisabeth voller Zweifel. Ihr ganzes Leben scheint ein einziges Theater zu sein. Irgendetwas steckt hinter dem ganzen Schauspiel. Der Leser bleibt dabei immer im Dunkeln und jedes mal, wenn man denkt, jetzt habe ich es kapiert, nimmt die Geschichte einen neuen Lauf. Immer mehr verstrickt sich die Hauptfigur Elisabeth in Vermutungen. Und am Ende... Der Autor vermittelt ein chaotisches und unzufriedenes Leben seiner Hauptdarsteller. Seine Protagonisten sind alle miteinander verbunden und stoßen sich gleichzeitig ab. Wie ein Tisch voller magnetischer Kugeln. Wolfgang Mueller bedient in seinem Roman alle Klischees. Sex, Mord, Intrigen, nichts bleibt aus. Aber wer hält am Ende alle Fäden in der Hand? Wer ist der wahre Strippenzieher? Wolfgang Mueller lebt in Berlin. Mueller ist nicht nur Schriftsteller, er produziert in Amerika auch preisgekrönte Filme und Serien. Unter dem Namen Oscar Heym, hat er schon mehrere Bücher herausgegeben. Das weisse Haus könnte genauso gut ein Manuskript für einen guten Film sein. Gut durchdacht und immer für eine Überraschung gut.
Eine Frau, die für ihre Affäre ihr gesamtes bisheriges Leben zurücklässt und dann auf ein dunkles Geheimnis ihres Liebhabers stößt… - das hatte ich erwartet, doch es kam leider anders. Mir fiel es sehr schwer, das Buch von gerade einmal 282 Seiten zu lesen und es zog sich für mich bereits seit Dezember wie Kaugummi. Die Atmosphäre war für mich sehr kalt (was auch passend für die Story war), machte es mir jedoch schwer, Anschluss zu finden. Das Schlimmste für mich war jedoch die Hauptprotagonistin Elisabeth. Mir fehlte komplett eine Charakterisierung ihrer Figur und damit eine Erklärung, wieso eine Frau direkt nach einer simplen SMS mit einem ihr fast wildfremden Mann eine Affäre beginnt und dafür ihre Karriere, ihre Tochter, ihre Beziehung und ihr gesamtes Leben opfert. Und wie naiv sie ist! Das hat mich wirklich extrem gestört und ich konnte ihr Tun überhaupt nicht nachvollziehen. Ich konnte auch zu keiner anderen Figur einen Draht aufbauen - leider. Und auch das „Geheimnis“ war für mich absolut vorhersehbar am Ende. Schade! Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, also überzeugt euch selbst wenn ihr mögt - für mich war es leider nichts!



