18. März
Bewertung:4

Humor trifft Krimi- Volltreffer!

Wenn drei ältere Damen in einer WG wohnen, ist Komik vorprogrammiert. Wenn sie dann noch alle ein bisschen Miss Marple sind, seltsame Dinge wie Mord und Liebe passieren, ist das Lesevergnügen komplett! Netter Start in eine Reihe!

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
9. Feb.
Bewertung:4

Alles, was es für einen Cozy-Krimi braucht Die drei betagten Freundinnen Elsbeth, Ursel und Karin entdecken bei einem Spaziergang am Strand, dass ihr Postbote Heiner dort tot in einem Strandkorb sitzt. Schnell wird ihnen als „Tatort“-Fans klar, dass nur Mord dahinterstecken kann, denn in seiner Brust prangt ein Messer. Statt sich auf die Polizei zu verlassen, fangen die drei Damen, die ihren Lebensabend gemeinsam in einer alten Jugendstilvilla verbringen, selbst an zu ermitteln und kommen dem Täter dabei teilweise gefährlich nahe und nutzen manchmal unkonventionelle Methoden, um den Fall zu lösen. ************************************************** Als ich gesehen habe, dass Andrea Russo und ihre Tochter Christin-Marie Below gemeinsam ein Buch geschrieben haben, musste ich als passionierte Leserin ihrer Veröffentlichungen natürlich sofort zu dieser Geschichte greifen. Wie nicht anders zu erwarten, ist der Schreibstil locker leicht, bildlich und man fliegt quasi durch die Seiten. Das Cover des Romans ist sehr passend gewählt und man weiß direkt was auf einen zukommt. So stehen die drei Seniorinnen im Mittelpunkt, und der Strand(korb) sowie das Meer im Hintergrund zeigen uns deutlich wann und wo die Geschichte spielt. Auch der Untertitel "Der Ostsee-Mordclub ermittelt", lässt vermuten, was uns als Leser erwartet. Mit der Karte, die der Geschichte vorangestellt wird, kann man sich super in der Umgebung orientieren, in denen Ermittlungen stattfinden und sich das Leben der drei Damen abspielt. Die drei von Grund auf unterschiedlichen Freundinnen kann man eigentlich nur lieb haben. Jede hat ihre Eigenheiten und kleinen Macken, aber diese machen sie zu liebenswerten Unikaten. Durch die wechselnden Perspektiven in jedem Kapitel lernt man jede von ihnen etwas besser kennen, bekommt Einblicke in die jeweilige Vergangenheit und erfährt ihre Sicht der Dinge. Durch diese unterschiedlichen Sichtweisen liest sich die Geschichte sehr abwechslungsreich und interessant. Die Idee der WG in der Jugendstilvilla finde ich total toll. Viele ältere Herrschaften sind ja immer mehr von Alterseinsamkeit betroffen, und diese drei nutzen ihren gemeinsamen Lebensabend für die angenehmen Seiten des Lebens. Eine schöne Vorstellung! Dass sie dabei gemeinsam einen Mord aufklären werden, damit hätte anfangs wohl keine von ihnen gerechnet. Ich mag die Dynamik der drei untereinander und dass sie sich einfach so nehmen wie sie sind, auch wenn sie alle ihre Ecken und Kanten haben. Sie nehmen alles nicht so ernst und können auch mal ein Witzchen auf die eigenen Kosten vertragen. Sie zeigen, was in langjährigen Freundschaften wirklich zählt: Der Zusammenhalt und die Akzeptanz für die jeweils anderen. Trotz körperlicher Gebrechen, spürt man, dass sie im Kopf topfit sind und Miss Marple, die ebenfalls ein Auge für Zwischenmenschliches und Kleinigkeiten hatte, Konkurrenz machen könnten. Sie haben mit ihrer geballten Lebenserfahrung ganz andere Lösungsansätze als die Polizei, was die Geschichte sehr amüsant macht. Alle drei haben eine Menge Humor, sodass die Geschichte nicht nur spannend ist, sondern man auch das ein oder andere Mal herzlich lachen kann. Der Kriminalfall gerät zwar neben dem Zusammenleben etwas in den Hintergrund, aber je weiter die Geschichte voranschreitet ist, desto spannender ist er, und man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. Man muss sich ständig die Frage stellen, wem die drei Freundinnen trauen können und hat die Möglichkeit mitzurätseln und Theorien aufzustellen. Am Ende des Buches wird ein neuer Mordfall angeteasert, der unglaublich spannend klingt. Und die drei Damen haben jetzt natürlich Blut geleckt, und wollen unbedingt wieder gemeinsam ermitteln. Wer genauso neugierig darauf ist, wie ich, muss sich jetzt aber leider bis zum Frühjahr 2025 gedulden, da erscheint nämlich der nächste Teil der Reihe, in dem wir hoffentlich mehr über die Freundinnen und auch einen weiteren Fall, der in diesem Roman angerissen wurde, erfahren dürfen. Wer ein bisschen Krimi , eine Prise Humor, eine Portion Gemütlichkeit und eine Messerspitze Nostalgie in einer Geschichte sucht, ist hier bestens beraten und kann sich auf schöne, kurzweilige Lesestunden freuen.

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
4. Jan.
Bewertung:5

Ich hab’s geliebt!

Super lustiger und schöner Cozy Crimi, ich hab’s in einem Rutsch durchgelesen und fand alle Charaktere darin einfach wunderbar. Und zudem waren mir alle Schauplätze aus meiner alten Heimat sehr bekannt. Ich kann den 2. Teil nicht erwarten 👍🏽

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
23. Mai
Bewertung:5

Auch im Alter kann das Leben noch spannend sein

Dieser Cosy-Krimi umfasst 27 Kapitel abwechselnd von Karin, Elsbeth und Ursel erzählen. Die drei Freundinnen sind sehr sympathisch dargestellt und stellen so manchen Polizeibeamten in den Schatten. Da alle drei die 75 überschritten haben sind sie zwar schon etwas beeinträchtigt aber noch voller Power - alle Achtung! Der Schreibstil ist meiner Meinung nach leicht, bildhaft und zügig zu lesen. Dabei ist die Atmosphäre eher ungezwungen da ich öfters schmunzeln und lächeln durfte. Die Story zog mich mehr und mehr in ihren Bann und immer wieder fragte ich mich wie es wohl weitergeht. Dieses Buch ist ein liebenswürdiger und charmanter Wohlfühlkrimi bei dem der Leser meiner Meinung nach vom Alltag abschalten kann. Die Story hat ihren ganz eigenen Charme und Flair dem ich mich nicht entziehen konnte. In einer einfühlsamen Weise erzählt dieser Krimi aber auch vom Alter und dem Abschied nehmen so dass ich auch mal nachdenklich wurde. Aber das Leben kann auch aufregend und schön sein, besonders wenn man solche Freunde und Nachbarn wie diese drei Damen hat - ich persönlich wäre sehr glücklich darüber. Dieser sehr sympathische Krimi, der auch mal makaber wird, hat mich mit seiner unkomplizierten und sanften Art überzeugt. Im letzten Drittel zieht die Spannung nochmals an und die Story wird aufregender zu lesen. Das Ende macht meiner Meinung nach auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band. Dieser leichte und kurzweilige Cosy-Krimi hat mich von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhalten und ich habe mich beim lesen wohlgefühlt. Dieser Cosy-Krimi zählt zu meinen Lesehighlights und vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
13. Mai
Bewertung:5

Drei Damen und ein Mordfall! Herrlich!

Die Geschichte ist spannend und sehr gut erzählt. Sie wird aus verschiedenen Perspektiven der Hauptprotagonisten erzählt. Die Drei Damen und Olaf sind sehr liebevoll gezeichnet und bestechen dur Charme, Witz und viel Lebenserfahrung! Klare Leseempfehlung, ein absolutes Wohlfühlbuch!

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
3. Mai
Bewertung:4

Humorvolle Krimipause an der Ostsee Einleitung Unter dem Pseudonym Jette Jakobi hat das Mutter-Tochter-Duo, bestehend aus Andrea Russo und Christin-Marie Below, ihren ersten Krimi veröffentlicht. Mit „Heiner ist tot - Der OSTSEE-MORDCLUB ermittelt“ startet eine lustige und spannende Krimireihe beim Goldmann Verlag. Worum geht es? Die drei rüstigen Mittsiebziger Karin, Ursel und Elsbeth sind nicht nur beste Freundinnen, sondern leben auch gemeinsam in einer Jugendstilvilla in der Nähe vom Schönberger Strand. Eines ihrer größten Hobbys ist den sonntägigen Tatort zu verfolgen und aufzulösen. Plötzlich passiert quasi vor ihrer eigenen Haustür ein Mord - der Postbote Heiner wird erstochen in einem Strandkorb gefunden - natürlich müssen die drei Damen den Ermittlern helfen und gründen kurzerhand den Ostsee-Mordclub. Meine Meinung: Das Cover ist optisch sehr ansprechend gestaltet und bietet einen Einblick in den Tatort, welcher auch gleich im ersten Kapitel ausführlich beschrieben wird. Auch die Karte am Anfang hat mich positiv überrascht, auf diese kann man bei einem Ortswechsel immer wieder zurückgreifen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und werden zudem noch sehr ausführlich und lebhaft beschrieben, weshalb sie besonders gut in Erinnerung bleiben. Die Kapitel werden auch immer aus einer anderen Sicht erzählt, was den Lesern einen noch besseren Einblick in die Gedanken der drei Damen gibt. Die Geschichte war inhaltlich gut aufgebaut und blieb wirklich bis zum letzten Kapitel spannend. Auch der Humor kam bei weitem nicht zu kurz, fast auf jeder Seite gibt es etwas zum Schmunzeln. Leider war mir das Ende dann zu schnell erzählt und es blieben deshalb noch einige Fragen offen, die ich doch gerne am Ende des Buches beantwortet gehabt hätte. Fazit Für eine humorvoll und spannend geschriebene Geschichte, die leider am Ende einige offene Fragen bei mir hinterlassen hat, vergebe ich 4 von 5 Sternen und freue mich auf den nächsten Teil der Reihe im Frühjahr 2025.

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
15. Apr.
Bewertung:4

Ein Wohlfühlroman mit Spannungselementen. Wer einen actionreichen, blutigen Krimi erwartet, ist hier definitiv falsch. Die Geschichte lebt vor allem von den drei Freundinnen jenseits der 70, ihren Eigenheiten, ihrer Freundschaft und ihrem Zusammenleben. Man kann gut gemeinsam mit den dreien ermitteln und tatsächlich bin ich nicht auf die Auflösung gekommen. Ein Handlungsstrang wurde leider nicht aufgelöst, sodass ich mich bis zum nächsten Teil der Reihe gedulden muss, der im Frühjahr 2025 erscheint.

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann
4. Feb.
Bewertung:5

Hoffentlich kommen weitere Bände! Bis zum Ende spannend, voller überraschende Wendungen und sehr unterhaltsam.

Drei Engel für Olaf „Elsbeth wusste nicht, was sie mehr schockierte: der ermordete Postbote oder die Tatsache, dass Karin ihn erstmal in aller Seelenruhe abgelichtet und das Foto verschickt hatte, bevor sie auf die Idee kam, die Polizei zu rufen.“ (S. 5) Elsbeth, Ursel und Karin sind Mitte 70, seit über 50 Jahre beste Freundinnen, und wohnen zusammen in einer Jugendstilvilla in Schönberg an der Ostsee. Und so unterschiedlich die drei auch sind, haben sie doch eine Gemeinsamkeit – sie lieben den sonntäglichen Tatort und wetten auf den Täter. Als sich jetzt vor ihrer Haustür ein echter Mord ereignet, können sie sich natürlich nicht zurückhalten und stellen eigene Ermittlungen an, schließlich kannten sie den Toten gut und wissen einiges über ihre Mitmenschen. Und da ist noch was: Heiner wurde mit dem Messer umgebracht, das Elsbeth vor Jahren ihrem italienischen „Bekannten“ Eduardo geschenkt hat, der seit 1,5 Jahren verschwunden ist. (Wobei Ursel und Karin überzeugt sind, dass er Elsbeths Liebhaber war.) Dann kann er ja nicht der Mörder sein, oder etwa doch? Zwielichtig ist er ihnen ja schon immer vorgekommen. Als dann auch noch der pensionierte Kriminalkommissar Olaf bei ihnen einzieht, der Cousin ihrer vor kurzem verstorbenen vierten Mitbewohnerin Agathe, sind die drei Hobbyermittlerinnen nicht mehr zu bremsen. „Alle drei waren sie eigensinnige alte Schachteln. Aber sie liebten und respektierten einander.“ (S. 29) Ich habe die Freudinnen mit ihren Eigenheiten und Spleens sofort ins Herz geschlossen. Ich mag das Zwischenmenschliche und ihre Gruppendynamik, sie sind so herrlich echt. Ursel war früher Friseurin und Visagistin. Ihr ist aufgefallen, dass sich Heiner in letzter Zeit herausgeputzt hat: Hatte er evtl. eine Geliebte und ist deren Mann zum Opfer gefallen? Karin war Krankenschwester und weist die Inselpolizei erstmal darauf hin, wie lange Heiner schon tot ist und dass er nicht im Strandkorb ermordet wurde – schließlich kennt sie Anzeichen wie Totenstarre und Totenflecken noch sehr gut aus ihrem Berufsleben. Und Ursel, eine ehemalige Lehrerin, weiß eh alles besser und korrigiert ihre Mitmenschen gern. Zusammen sind sie ein echt gutes Ermittlerteam und überraschen die Kommissare mit den Beobachtungen und Erkenntnissen, die sie ihren Mitmenschen entlockt haben. Auch ihr Zusammenleben gestaltet sich für den Leser sehr amüsant. Da wird über Liebe und Sex im Alter und Köperbehaarung an Stellen geredet, über die ich noch nicht mal nachgedacht habe. Man lebt nicht nur zusammen, sondern passt auch aufeinander auf und ergänzt und hilft sich. Ich kann mir durchaus vorstellen, später auch in so einer Alters-WG zu leben – aber bitte ohne Mord 😉. „Es ist schon verrückt, wie einen manche Dinge ein Leben lang verfolgen.“ (S. 289) Doch sie sind nicht nur beste Freundinnen, sie verbindet auch ein über 50 Jahre altes Geheimnis, das hoffentlich in einem noch kommenden Buch aufgelöst wird (für mich liest sich das Buch wie der Auftakt zu einer Serie). „Heiner ist tot“ ist bis zum Ende spannend, voller überraschende Wendungen und sehr unterhaltsam. Wer „Miss Marple“ oder „Mord ist ihr Hobby“ liebt, wird auch den „Ostsee-Mordclub“ (so nennen sie sich selber) mögen.

Heiner ist tot
Heiner ist totvon Jette JakobiGoldmann