
Eher ein Zwischenband, der auf das Finale vorbereitet
"Dies ist die Geschichte derer, die wir einmal waren; und derer, die wir vielleicht wieder werden könnten, wenn wir siegen." "Boudica - Die Seherin der Kelten" ist der dritte Band von Manda Scotts Reihe rund um die keltische Kriegerkönigin. Die keltischen Stämme verlieren unter der Knute Roms allmählich ihren Mut und Kampfgeist. Einzeln werden sie niemals gegen Rom bestehen können, denn nur wenn sich die Stämme zusammenschließen werden sie Rom die Stirn bieten und sie für immer aus Britannien vertreiben. Es ist nun an Breaca die Stämme zu sammeln, ihnen Mut und Hoffnung zu geben. "Ihr werdet nie in Sicherheit leben, ehe ihr nicht lernt, auf die Stimmen eurer Vorfahren zu hören und auf die eurer jüngst Verstorbenen." Es war wieder schön zurückzukehren und durch die Seiten zu wandern, aber letztlich überzeugen konnte dieser dritte Band nicht. Denn es war wirklich ein Wandern zwischen den Seiten, das Begleiten der einzelnen Figuren. Zuhören. Beobachten. Viel passierte nicht und leider kam kaum Spannung auf. Wie ein Bach, der gemütlich vor sich hinplätschert, plätschert auch die Geschichte vor sich hin. Aber: Es ist wieder gut geschrieben. Für mich hätte dieser dritte Band jedich nur die Hälfte der Seiten gebraucht. Denn es scheint ganz so, als wäre es nur ein Zwischenband, der alle Figuren in Position bringt, um den finalen Schlag vorzubereiten. So bin ich nun auf den letzten Band gespannt. "Mona ist in Sicherheit, geborgen in der Obhut der Götter, doch sollte es der Wille der Götter sein, dass auch Mona nicht mehr sicher ist, dann wird alles, was heilig ist, in den Herzen und im Gedächtnis jener Menschen weiterleben, die die Linie unserer Ahnen fortführen. Diese Menschen sind wir, ihr und ich. Und nun träumt und wisset, dass im Traum eure Zukunft liegt und alles, was wir als die Wahrheit sehen." Aus dem Englischen übersetzt von Elke Bartels.

