15. Nov.
Bewertung:0.5

Der Autor hat wohl bei einem Wettbewerb mitgemacht: "Wer bedient die meisten Klischees von Fantasy und bindet sie am schlechtesten in eine Story ein" Die Geschichte mag vielleicht ganz gut sein, keine Ahnung. Ich bin nur bis Seite 50 gekommen und musste dann abbrechen. Bis dahin hatte ich keine Ahnung um was es eigentlich geht war nur absolut genervt von dieser gezwungen harten, misogynen und ableistischen Sprache.

Der Gottbettler
Der Gottbettlervon Michael Marcus ThurnerBlanvalet
1. Jan.
Bewertung:0.5

Das Buch versucht wohl "hart" oder "dark" zu sein, aber was dabei raus gekommen ist, ist bestenfalls mitleiderregend

Eine kurze Übersicht über die Highlights dieses Meisterwerks auf den ersten 50 Seiten: "Pae öffnete den Mund, diesen bezaubernden Mund, der auch wundersame Dinge auf den Bettlager zu leisten imstande war" S.13 "Wenn du bloß wüsstest, wie sehnsüchtig die Jungen und die Alten, die Dorfwitwen, die Unbefriedigten und die Lüsternen beim Fluss auf mich warten. Um von mir zu kosten." S.18 "Der Dame Livgray sanfte Liebesworte ins Ohr zu flüstern und sie glauben zu machen, dass die Einzige wäre, die ihren fetten Hintern auf meinem Schoß niederlassen darf" S.18 "Herr Rudynar Pole ließ die Blicke zweifellos über ihre makellosen Leibesrundungen schweifen. Seine Liederlichkeit war allgemein bekannt und grenzenlos" S.38 "Ich könnte dich mir gut als weitere Trophäe in meinem Bettlager vorstellen" S.38 "Es roch nach billigem Sex mit noch billigeren Weibern" S.46 "Andkin ist mir eine gute Frau" - "Sie gut Ficken?" S.48 "Was führst du mit dir? Schmiedestücke, Goldarbeiten?" - "Vielleicht Kusinen? Kusinen zum Ficken?" S.49 "Hast du etwa noch nie deine einäugige Schlange zum spielen raus geholt?" S.54 "Hm eiskalt... Halb fest ... Und ... Und Du meine Güte! Für einen kleinen Mann wir dich, du versteckst da ein beachtliches Pfund!" S.55 Und so weiter und so fort. Leider können weder die Story, noch die Charaktere oder der Schreibstil oder sonst irgendetwas an diesem Buch dafür sorgen, dass ich diese peinlichen sexistischen Fantasien des Autors irgendwie überlesen kann. Frauen sind im diesem Buch entweder lüstern, verdorben und dabei sexy oder sie sind dabei "hässlich". Aber um Sex oder "F*ckbarkeit" geht's immer, denn jede Frau existiert nur deswegen. Und die Männer denken natürlich auch an nix anderes, also außer ein paar Gedärme raus zu reißen vielleicht. Einfach zum Kotzen, warum ist es okay so eine menschenverachtende und literarisch auch noch katastrophale Grütze zu schreiben? Und selbst ein Vollblutsexist, der auf platzende Bauchdecken steht wird diesem Buch nichts abgewinnen können, da es vorhersehbar, langweilig und unfassbar schlecht geschrieben ist. Die Wortwahl, Beschreibungen und Dialoge klingen unecht und gestellt und die Ideen des Autors sind nicht seine eigenen und bereits 100 Mal besser in anderen Büchern verwendet worden. Lies den "Gottbettler" gerne, wenn du dich selbst bestrafen möchtest, andernfalls werde das Buch am besten möglichst schnell wieder los :)

Der Gottbettler
Der Gottbettlervon Michael Marcus ThurnerBlanvalet