
Das Buch „Till the End of the Moon - Flüchtiges Leben“ ist der dritte Teil der gleichnamigen Buchreihe Till the End of the Moon von der Autorin Teng Luo Wei Zhi und knüpft unmittelbar an das Ende von Band zwei an. Die Situation für Li Susu sieht alles andere als gut aus. Ihr ursprünglicher Plan den Dämonenkönig zu stürzen ist schief gegangen, kann sie ihre Mission dennoch zu Ende führen trotz der zarten Gefühle für Tantai Jin und der Intrigen von Ye Bingchang? Der Schreibstil ist angenehm und gleichzeitig auch sehr detailreich, was ich sehr mochte. Besonders die ausführlichen Beschreibungen der Welt, der Umgebung und der Mythologie machen die Geschichte unglaublich lebendig. Man merkt hier definitiv, wie viel Liebe zum Detail in diese Geschichte geflossen ist. Auch die zusätzlichen Einblicke in das Unsterblichdnreich und die verschiedenen Schulen erweitern die Welt noch einmal und man erfährt ständig etwas neues. Dadurch wurde die Handlung für mich noch faszinierender und hatte weiterhin eine hohe Komplexität. Hier hilft vor allem das Glossar am Ende des Buches, indem einige Begriffe nochmal näher erklärt werden. Die Geschichte vereint außerdem viele unterschiedliche Elemente miteinander: Liebe, Verrat, Intrigen, Spannung und das stetige Gefühl eines drohenden Unheils ziehen sich durch das gesamte Buch. Diese Mischung sorgte dafür, dass die Handlung niemals eintönig wird und zwischen den emotionalen Momenten, Konflikten und gefährlichen Entwicklungen bleibt die Spannung konstant hoch. Die Charaktere sind der Autorin ebenfalls wieder sehr gut gelungen. Man trifft bekannte Gesichter wieder, lernt aber auch viele neue kennen. Die beiden Hauptcharaktere Li Susu und Tantai Jin haben mir wieder sehr gut gefallen. Beide sind sehr vielschichtige Figuren, die durch vergangene Erlebnisse stark geprägt wurden. Auch wenn beide unterschiedlicher nicht sein können, kämpfen sie mit starken inneren Konflikten, wodurch ihre Beziehung sehr intensiv wirkt. Li Susu trägt weiterhin die Verantwortung ihrer wichtigen Aufgabe, für die sie bereit ist bis zum Äußersten zu gehen, doch gleichzeitig kann sie nicht leugnen, dass zarte Gefühle für Tantai Jin in ihr wachsen. Dieser innere Zwiespalt macht sie zu einer sehr interessanten Protagonistin in der viel Stärke ruht. Auch Tantai Jin konnte mich als komplexer Charakter erneut überzeugen. Sein Kampf zwischen Hass und Liebe gegenüber Li Susu verleiht vielen Szenen eine spürbare Intensität. Diese emotionalen Gegensätze machen seine Figur faszinierend und auch unberechenbar. Die Dynamik zwischen den beiden lebt von diesen Konflikten und sorgt immer wieder für emotionale und spannende Momente. Und dann ist da noch Ye Bingchang, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgt und durch ihre Handlungen weitere Abwechslung in die Handlung bringt. Mir hat der dritte Teil von „Till the End of the Moon“ sehr gut gefallen. Ich mochte die Emotionen, die Tragik und die Spannung sowie das chinesische Setting unglaublich gerne. Von mir gibt es fünf Sterne und ich freue mich schon sehr auf das Finale der Reihe.


