
Dieser Roman schafft es, das Thema Altern aufzugreifen und zu zeigen, dass man auch im reifen Alter noch nicht abgeschrieben werden will und das ein Hund womöglich der treueste unter den Begleitern ist und bleibt.
Es geht um den Hund Tassen, der aus seiner Sicht erzählt. Sein Besitzer der Major stirbt und so bleibt Tassen bei der Frau des Majors Frau Thorkildsen. Die beiden waren jahrzehntelang verheiratet und nun muss Frau Thorkildsen den Verlust ihres Ehemannes verarbeiten. Der Sohn und die Schwiegertochter sind da keine allzu große Hilfe. Der Roman liest sich einerseits wie ein Tagebuch aus der Sicht des Hundes Tassen. Wie die tägliche Routine abläuft, welche Sorgen sich Tassen um sich und um Frau Thorkildsen macht. Bis eines Tages Frau Thorkildsen, die früher Bibliothekarin war, Tassen über die Amundsen Südpol Expedition erzählt und über die Grönland Hunde die dabei waren. Hier erblüht die Fantasie der beiden, es wird recherchiert, mittels anschaulichen Beispielen erklärt und sie besuchen sogar die hinterlassenen Spuren des Chefs. Man ist mitten drinnen in der ungewöhnlichen Freundschaft und dem Alltag der beiden. Man amüsiert sich übers Tassens Fragen und bemitleidet Frau Thorkildson. Aus der Sicht des Hundes sind manche Dinge wirklich komisch oder seltsam, über die wir als Mensch gar nicht nachdenken würden. Dieser Roman schafft es, das Thema Altern aufzugreifen und zu zeigen, dass man auch im reifen Alter noch nicht abgeschrieben werden will und das ein Hund womöglich der treueste unter den Begleitern ist und bleibt. Und das Ende, ich sags euch... sehr berührend.


