6. Apr.
Dieser Roman schafft es, das Thema Altern aufzugreifen und zu zeigen, dass man auch im reifen Alter noch nicht abgeschrieben werden will und das ein Hund womöglich der treueste unter den Begleitern ist und bleibt.
Bewertung:4.5

Dieser Roman schafft es, das Thema Altern aufzugreifen und zu zeigen, dass man auch im reifen Alter noch nicht abgeschrieben werden will und das ein Hund womöglich der treueste unter den Begleitern ist und bleibt.

Es geht um den Hund Tassen, der aus seiner Sicht erzählt. Sein Besitzer der Major stirbt und so bleibt Tassen bei der Frau des Majors Frau Thorkildsen. Die beiden waren jahrzehntelang verheiratet und nun muss Frau Thorkildsen den Verlust ihres Ehemannes verarbeiten. Der Sohn und die Schwiegertochter sind da keine allzu große Hilfe. Der Roman liest sich einerseits wie ein Tagebuch aus der Sicht des Hundes Tassen. Wie die tägliche Routine abläuft, welche Sorgen sich Tassen um sich und um Frau Thorkildsen macht. Bis eines Tages Frau Thorkildsen, die früher Bibliothekarin war, Tassen über die Amundsen Südpol Expedition erzählt und über die Grönland Hunde die dabei waren. Hier erblüht die Fantasie der beiden, es wird recherchiert, mittels anschaulichen Beispielen erklärt und sie besuchen sogar die hinterlassenen Spuren des Chefs. Man ist mitten drinnen in der ungewöhnlichen Freundschaft und dem Alltag der beiden. Man amüsiert sich übers Tassens Fragen und bemitleidet Frau Thorkildson. Aus der Sicht des Hundes sind manche Dinge wirklich komisch oder seltsam, über die wir als Mensch gar nicht nachdenken würden. Dieser Roman schafft es, das Thema Altern aufzugreifen und zu zeigen, dass man auch im reifen Alter noch nicht abgeschrieben werden will und das ein Hund womöglich der treueste unter den Begleitern ist und bleibt. Und das Ende, ich sags euch... sehr berührend.

Brave Hunde kommen nicht zum Südpol
Brave Hunde kommen nicht zum Südpolvon Hans-Olav ThyvoldDroemer Taschenbuch
20. Jan.
Originelle Idee, gut umgesetzt

Originelle Idee, gut umgesetzt

Ein Buch, das mein Freund mir schon vor langem empfohlen hatte und das ich jetzt endlich gelesen habe ist "Brave Hunde kommen nicht zum Südpol" von Hans-Olav Thyvold. Es wird aus der Sicht des Hundes Tassen erzählt, was eine wirklich originelle und lustige Idee ist. Neben den alltäglichen Dingen und der Tatsache, dass die Besitzerin zu oft zum Alkohol greift, spielt die Expedition zum Südpol durch Roald Amundsen mit seinen vielen Hunden eine große Rolle. Was mir wirklich gut an dem Buch gefallen hat, war die Idee, ein Buch komplett aus der Sicht eines Hundes zu erzählen. Ich musste an vielen Stellen schmunzeln und lachen, weil Tassen so liebenswert ist und denkt. Die Beziehung von Tassen und seiner Besitzerin wird schön dargestellt und Tassens Sicht auf die Welt regt zum Denken an. Ich habe mich beim Lesen einerseits also gut unterhalten gefühlt, hatte aber andererseits auch meine nachdenklichen Momente, was ich gerne mochte. Einen Stern Abzug gibt es für mich, weil sich zum Ende hin die Unterhaltung über die Südpol-Expedition doch sehr hingezogen hat und es etwas langatmig zum Lesen wurde. Vom Buchende bin ich auch nicht der größte Fan, aber dazu möchte ich natürlich nichts sagen, um nichts vorwegzunehmen. Ich kann das Buch dennoch jedem empfehlen, der ein lustiges und doch tiefgründiges Buch lesen möchte 😊

Brave Hunde kommen nicht zum Südpol
Brave Hunde kommen nicht zum Südpolvon Hans-Olav ThyvoldDroemer Taschenbuch