27. Dez.
Bewertung:4.5

Schweden 1717. Armut, Hunger, karges Land, rohe Natur, ein dunkler Winter, ein gefährliches Leben, viele Geheimnisse und Lügen, Geister, mystische Geschehnisse und starke Frauenfiguren.

Das Leben ist nicht einfach, wenn man ein einfaches Leben führt und den Widrigkeiten der Natur trotzen muss, um zu überleben. Eine Zeit, zu der Frauen nicht viel zu sagen hatten und es auch nicht durften. Aber wenn die Männer "zu schwach" waren, aus verschiedenen Gründen, nahmen die Frauen das Zepter in die Hand. Ein Bergdorf, seine Menschen und all ihre schrecklichen Geheimnisse. Frauen und Mädchen mit besonderen Gaben, denn sie können Geister sehen und mit ihnen sprechen, zu einer Zeit der Hexenverfolgung und die Kirche zeigt sich von ihrer schlimmsten Seite. Düstere, geheimnisvolle Atmosphäre und ein tiefer erbarmungsloser Winter. Mochte ich sehr.

Schwarzer Winter
Schwarzer Wintervon Cecilia EkbäckDroemer Taschenbuch
25. Juni
Bewertung:2

Ein schwarzer Winter leider auch für den Leser Das Buch: Es ist das Jahr 1717. Frederika zieht mit ihrer Familie in die Einsamkeit der Berge Lapplands. Doch kaum ist sie dort, findet sie einen Nachbarn ermordet im Wald. Zusammen mit ihrer Mutter und dem Dorfpfarrer begibt sie sich auf Spurensuche. Auch zu den mystischen Lappen… Fazit: 1717. Dieses Jahr sollte man sich unbedingt vom Buchrücken merken. Denn sonst würde man nicht wissen, dass diese Zahl einen wichtigen Aspekt zum Schluss bildet. Denn bis dorthin ist es ein langer Weg und die Story um Frederika könnte auch Anfang des 19. Jahrhunderts stattgefunden haben. Genauso ist der Ort (Schweden) sehr, sehr austauschbar. Es hätte genauso gut in den USA spielen. Man weiß es nicht. Zu keinem Zeitpunkt konnte man sich in die Umgebung hineinversetzen. Denn auf die Umgebung und die Umstände legt Ekbäck hier keinen Wert. Gleich zu Beginn wird ohne Umschweife die Leiche gefunden. Und nicht Frederika sucht den Mörder. Nein, eigentlich ihre Mutter Maija sucht die Zusammenhänge zwischen den Lappen und den Dorfbewohnern. Zusammen mit einem neugierigen Pfarrer ermittelt diese munter herum und bringt sich und die Kinder auch noch in Gefahr eines Schneesturmes. Warum sie das macht? Keine Ahnung. Auch Frederika muss mit ermitteln. Aber eher zwangsweise. Denn hier kommt der absolute Knackpunkt der Geschichte: Frederika sieht Geister. Oder eher die Toten können mit Frederika reden und sie auch verletzen. Die Geister sind in ständen Interaktionen mit der Tochter. Und das macht dieses Buch zu einem bunten Potpourri aus Kriminalroman, ländliches Leben, Intrigen und Fantasy. Das ist leider viel zu viel des Guten. Geschrieben ist es anständig. Kurze Kapitel schwenken immer zwischen Frederika, Maija und dem Pfarrer hin und her. Langweilig wird es nicht. Aber die aktiven Geister verderben das schnöde Landleben – oder ich hatte einfach etwas ganz anderes erwartet. Zusammenfassend ist dieses Buch für Krimifans geeignet, die nicht vor übersinnlichen Geschehnissen zurückschrecken. Daher leider nur sehr bedingt zu empfehlen.

Schwarzer Winter
Schwarzer Wintervon Cecilia EkbäckDroemer Taschenbuch