19. Juni
Bewertung:3

Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmal vielen Dank dafür. Als Fiona klein war, hatte sie einen schrecklichen Unfall und seitdem ist ihr Gesicht von Narben entstellt. Fiona ist schon seit Ewigkeiten in den Schulschwarm Trent verliebt. Ihre Gefühle schreibt sie in Form von Songtexten nieder. Doch niemals würde sie sich trauen, diese jemandem zu zeigen, geschweige denn sie auch noch selber vorzutragen. Fi ist die beste Lacross-Spielerin der Schule und super beliebt. Zwischen ihr und ihrem besten Freund Trent ist auf einmal mehr als nur Freundschaft, aber so richtig glücklich ist sie damit nicht. Dann lernt sie jemanden kennen und verliebt sich, aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Was ich total interessant fand war die Tatsache, dass wir hier zwei verschiedene Geschichten parallel verfolgen. Auf der einen Seite ist da Fiona, der in ihrer Kindheit etwas schlimmes passiert ist, was ihr gesamtes Leben verändert hat. Andererseits begleiten wir Fi, welche ein und die selbe Person ist, bloß mit dem Unterschied, dass ihr dieser Unfall damals nicht widerfahren ist und sich somit alles in eine andere Richtung entwickelt hat. Durch diese eine Situation vor vielen Jahren, ist alles anders gekommen. Aber welches Leben ist nun das Bessere und ist man automatisch glücklicher, bloß weil man nach außen hin keine Narben trägt? Was mir ebenfalls gefallen hat ist, dass die Nebencharaktere in beiden Storylines vorkommen, bloß haben sie komplett andere Rollen. Ich möchte da auch gar nicht zu viel zu verraten, um nicht zu spoilern, aber ich sage nur so viel: Fionas Schwarm / Fis bester Freund Trent ist nicht der einzige, der in den beiden Versionen der Geschichte eine ganz andere Bedeutung hat. Die Idee zu dieser Geschichte hat mir also echt gut gefallen, aber leider habe ich auch einen ganz großen Kritikpunkt an Der Zufall, das Schicksal und ich, denn mir persönlich ist viel zu viel unwichtiges passiert, was die Story nicht vorangetrieben hat. Man hätte einige Handlungen weg lassen können, bzw. wurde mir zu viel drumherum geredet. Dadurch hat sich das Buch, welches nun wirklich nicht besonders dick ist, leider total gezogen. Ich war manchmal wirklich gelangweilt beim Lesen, was echt schade ist. Der Schreibstil hat mich persönlich auch nicht so mega gefesselt und konnte daher nicht wirklich viel rausreißen. Fazit: Die Idee, zwei Geschichten parallel laufen zu lassen und somit zu zeigen, wie eine Kleinigkeit das ganze Leben und dessen Verlauf verändern und beeinflussen kann, hat mir richtig gut gefallen. Auch die Umsetzung fand ich nicht schlecht, bloß hat sich das Buch zwischenzeitlich gezogen wie Kaugummi und die Autorin hat immer wieder Dinge einfließen lassen, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte und bei mir persönlich den Lesefluss gestört haben. Nichtsdestotrotz eine bzw. zwei schöne Geschichten, die teilweise sogar ganz emotional geworden sind, aber Luft nach oben gibt es trotzdem.

Der Zufall, das Schicksal und ich
Der Zufall, das Schicksal und ichvon Moriah McStaydtv Verlagsgesellschaft
22. Jan.
Bewertung:4

Ein Mädchen deren Leben aus zwei Handlungssträngen gezeigt wird. Einer der Fionas Leben nach einem "Unfall" in ihrer Kindheit beleuchtet und der andere, der zeigt wir es ohne die Folgen hätte sein können. Beide haben eines gemeinsam, man sieht, wie Schicksal oder/ und Zufall das Leben beeinflussen können. Der Schreibstil war flüssig, die Story gut, aber es war etwas trocken. Ich hab mit mehr Emotionen gerechnet. Leider blieb das während des Lesens aus. Aber der Reihe nach. Beginnen wir mit der "beschädigten" Fiona. Mit 5 hat sie einen Unfall, der sie mit Narben im Gesicht zeichnet. Ich finde sie meistert ihr Schicksal nicht schlecht, aber man versteht auch ihre Zurückhaltung. Sie ist sensibel und öffnet sich nicht allzu gern anderen. Leider schreibt sie Songtexte. Das andere Mädchen ist Fiona (Fi), der das Schicksal mit den Narben erspart blieb. Ihr Leben ist Lacrosse und sie setzt Alles daran um groß rauszukommen. Durch einen Unfall, der sie für kurze Zeit in ihrem Lieblingssport außer Gefecht setzt, muss sie ein paar Sachen überdenken. Und dann tritt noch ein junger Mann in ihr Leben. Plötzlich ist eh alles anders. Beide verbindet neben dem Namen auch, dass sie mit Schicksalsschlägen konfrontiert werden. Fiona in Form der Narben, was allerdings Fi erwartet verrate ich nicht. Beide Leben bringen Ängste und Zweifel mit sich und es fällt schwer zu sagen, wer am Ende besser klar kommt oder das bessere Leben abbekommen hat. Denn nur weil man die Narben nicht sieht, heißt es nicht, dass keine da sind. Allerdings geht, zum Glück, nicht nur Negatives mit Schicksal/ Zufall einher. Manchmal kommt auch etwas Gutes am Ende dabei heraus, was man aber am Anfang vielleicht noch nicht sehen kann. Wir begleiten beide Mädchen durch ihre erste Liebe und süße Schwärmereien. Ganz normale Teenagergeschichten halt, aber eben doch irgendwie anders. Es war toll gemacht und beschrieben, aber es fehlten halt für mich an manchen Stellen echt die Emotionen. Man hat das Gefühl nicht mittendrin zu sein und das brauche ich einfach. Gerade bei ernsteren und traurigen Themen. Fazit Die Idee und Teile der Story waren absolut lesenswert, aber leider ist es für mich nicht ganz so gut umgesetzt. Es war stellenweise emotionslos und ein Aneinanderreihung von Ereignissen. Was wirklich schade war, denn Potential wäre da gewesen. Lesenwert, aber mit Luft nach oben.

Der Zufall, das Schicksal und ich
Der Zufall, das Schicksal und ichvon Moriah McStaydtv Verlagsgesellschaft