
Ein must-read für den Mensch des 21. Jahrhunderts
In „Die Furcht vor der Freiheit“ beschreibt Erich Fromm die Folgen fürs menschliche Individuum durch das Zerbrechen der mittelalterlichen Gesellschaftsordnung. So führten die neu gewonnen Freiheiten, welche im Laufe der Geschichte stets zunahmen, beim Mensch zum Verlust von Stabilität, Sicherheit und Lebenssinn. Im Buch beschreibt Fromm die psychologischen Fluchtmechanismen, welcher sich der Mensch als Folge seiner Orientierungslosigkeit bedient. Hierbei greift er auch auf die Lehren Sigmund Freuds zurück, welche mittlerweile vielfach widerlegt sind. (Diese Teile muss man mit bedacht lesen.) Zuletzt präsentiert Fromm einen Gesellschaftsentwurf bei welchem jeder als unabhängiges Selbst existiert und seine „positive Freiheit“ leben kann ohne dabei in Isolation zu geraten. Das Buch habe ich als sehr fesselnd erlebt. Bis zum Schluss interessant, eröffnet es viele Erkenntnisse, und greift Empfindungen auf die ein jeder schon in sich gespürt hat und vielleicht bis dahin nur noch nicht definieren konnte. In Zeiten von globalem Rechtsruck und Druck auf die Demokratie sind Fromms Grundpositionen aus diesem Buch aktueller denn je.


